13.06.2017

Interview mit Ströbele – online!

stroebele

Hans-Christian Ströbele von den Grünen ist langjähriges Mitglied des hochgeheimen parlamentarischen Kontrollgremiums. In dem ging es nun schon mehrfach um den Fall des Attentäters vom Breitscheidplatz. Was wussten die Behörden über Anis Amri? Warum handelten sie trotz der Verbrechen, die Amri schon vor dem Terroranschlag beginn, nicht? Welche Rolle spielen die Geheimdienste? Für unsere Kulturzeitreportage zum Fall Anis Amri sprachen wir mit Hans-Christian Ströbele. Ein Auszug unseres spannenden Interviews steht nun in unserer Rubrik “Filme” abrufbereit.

13.06.2017

Der Fall Amri – Sendung!

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Für die Kulturzeit von 3SAT beschäftigen wir uns mit dem Fall Amri. Der Terroranschlag vom Breitscheidplatz wird immer mehr zum Skandal der Sicherheitsbehörden. Vieles erinnert Hans-Christian Ströbele an die Rolle der Geheimdienste im NSU. Ein mutmaßlicher Terrorist, der unbehelligt (aber engmaschig durch Behörden beobachtet) durch die Republik ziehen kann, ein halbes Dutzend Aliasnamen trägt, in radikal-islamistischen Zirkeln verkehrt. Und Straftaten begeht. Warum wurde Anis Amri nicht verhaftet? Welche Rolle spielte ein Bombenangriff der Amerikaner auf Libyen am 19. Januar 2017 – exakt einen Monat nach dem Attentat auf den Breitscheidplatz, so fragt Ströbele. Anis Amri hatte Verbindungen zu IS-Kadern in Libyen. Wurde er abgeschöpft? Ließen ihn Geheimdienste und Polizei frei herum laufen, weil sie sich Erkenntnisse von ihm erhofften. Andreas Schulz, bekannter Opferanwalt, fordert jetzt 100 Millionen Euro Entschädigung für Verletzte und Angehörige. Es müsse untersucht werden, ob sich der deutsche Staat haftbar gemacht habe. Wir sprechen mit dem Politologen Hajo Funke, dem Politiker Hans-Christian Ströbele, dem Opferanwalt Andreas Schulz und den beiden investigativen Journalisten Jo Goll und Susanne Opalka, die von Anfang die Hintergründe recherchieren. Unser Film am Mittwoch, den 13. Juni 2017 um 19.20 Uhr in der Kulturzeit auf 3SAT und dann in unserer Rubrik “Filme”.

17.05.2017

Tod einer Polizistin – Termine

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Unsere Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” wird nach den erfolgreichen Ausstrahlungen im Ersten Deutschen Fernsehen und auf tagesschau24 nun auch im Programm des SWR und des rbb ausgestrahlt. Sendetermine sind: SWR, 17.05.2017, 23:30 Uhr und rbb, 23.05.2017, 22:45 Uhr. Mit der Debatte um unseren Film beschäftigt sich nun auch telepolis. Darin schreibt Autor Thomas Moser: “Die TV-Dokumentation der Rihas hat in bestimmten Kreisen zu heftigen, ja, panischen Reaktionen geführt – vor allem bei Bundesanwaltschaft, aber auch einigen Medien und Politikern wie Drexler. Der Tabubruch des Filmes besteht darin, die Tat als “ungeklärt” zu bezeichnen und der Bundesanwaltschaft die Deutungshoheit abzusprechen. Die oberste Ermittlungsbehörde der Bundesrepublik behauptet wider alle begründete Einwände, die Tat sei von den beiden NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos allein verübt worden.” Der Artikel schreibt weiter, dass Wolfgang Drexler (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses, versucht habe, eine weitere Ausstrahlung des Films zu verhindern, was aber gescheitert sei: “Wie es aussieht, war Zensor Drexler mit seiner Initiative doch nicht erfolgreich. Dennoch ist der gesamte Vorgang höchst bedenklich. Er stellt auch ein Misstrauensvotum gegenüber Redaktionen dar, denen die Fähigkeit abgesprochen wird, kritischen Journalismus zu verantworten.”

16.05.2017

Tod einer Polizistin – Debatte

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Auch gut drei Wochen nach der Erstausstrahlung unserer Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” dauert die Debatte um den Film an. Im Gegensatz zu der überwiegend positiven Kritik, einer großen medialen Aufmerksamkeit und der sehr guten Einschaltquote im Ersten Deutschen Fernsehen äußerte der Vorsitzende des baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschusses Wolfgang Drexler (SPD) harsche Kritik. Unser Film sei “grob falsch” und “anstößig” so verbreitete er über den Presseverteiler des baden-württembergischen Landtags und forderte die ARD zur Stellungnahme auf. Wir reagierten anwaltlich und verlangten von ihm die Unterlassung seiner unwahren Behauptungen. Einer gerichtlichen Auseinandersetzung geht Wolfgang Drexler allerdings aus dem Weg. In einem Schreiben teilte er mit, als Abgeordneter des baden-württembergischen Landtags unterliege er der sogenannten “Indemnität”, weshalb jedes zivil- und auch strafrechtliche Vorgehen gegen ihn ins Leere laufen müsse. Nun berichtet auch der renommierte EPD-Mediendienst über das Vorgehen des Politikers und unseren Film. Im aktuellen Heft heißt es: “Die Vielzahl von Argumenten, Fakten und Vermutungen, machen die Dokumentation zu einer kriminologischen Spurensuche, die auf Originalfotos vom Tatort und Polizei zurückgreift, um das Puzzle inklusive der weißen Flächen, zusammenzusetzen. (…) Die Dokumentation vermittelt ein verstörendes Bild. Was Clemens und Katja Riha zusammen getragen haben, verlagert sich in die Sphäre des Polit-Thrillers. Am Ende lassen sie den Anwalt Yavuz Narin, einen Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess, zu Wort kommen, der über die ominösen Mitwisser und Hintermänner sagt: Die Menschen, die soweit angesprochen werden, wissen sehr gut, wer sie sind!” Wir denken, dass die Fragen, die unser Film aufwirft beantwortet werden müssen. Versuchen politischer Einflussnahme auf unsere Arbeit treten wir weiterhin entschieden entgegen.

24.04.2017

Tod einer Polizistin – Presse!

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Unser Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” wird bereits vor Ausstrahlung von allen großen überregionalen Medien besprochen. Die BILDzeitung berichtet über unseren Film und die Entdeckung eines NSU-Schriftzugs am Tatort auf Archivmaterial auf beinahe einer ganzen Seite in ihrer überregionale Ausgabe. Nikolaus Harbusch schreibt: “NSU-Schriftzug am Tatort entdeckt (…) Jahrelang haben sich Hunderte Experten von Polizei, Geheimdiensten, Staatsanwaltschaften und Untersuchungsausschüssen mit dem Fall beschäftigt. Doch erst jetzt hat Filmemacher Clemens Riha (…) beim Sichten von Archivmaterial den Schriftzug entdeckt”. In der “Zeit” schreibt Tom Sundermann: “Durch Interviews mit Freunden, Journalisten, Politikern und Kriminalexperten entsteht in der Dokumentation eine schaurige Nummernrevue aller Widersprüche des Polizistenmords.” Und zitiert zum Schluss den von uns interviewten Kriminologen Thomas Feltes: “Wenn Heilbronn kippt, kippt das ganze NSU-Verfahren. Denn: Wie könnte die Anklage im NSU-Prozess noch glaubhaft vertreten, dass die anderen neun Morde sicher auf das Konto der Terrorzelle gehen? Mit dem Wissen um Fehler in der Anklage könnten die Richter nicht einfach zum Urteil übergehen – alles, was bislang bestätigt schien, müsste dann erneut geprüft werden. Der Prozess hätte versagt.” Andreas Förster in der Berliner Zeitung: “Der Berliner Filmemacher Clemens Riha hat mit seiner Frau Katja eine beklemmende Dokumentation gedreht. Sie beschreiben in ihrem spannenden Film die meisten Unklarheiten in dem bis heute verwirrenden Fall.” Die Frankfurter Rundschau urteilt: “Sie schildern Indizien, die mehr als geeignet sind, die alleinige Täterschaft der beiden NSU-Verbrecher zu bezweifeln. (…) Der Fall erinnert an andere Affären in der deutschen Geschichte, etwa das “Celler Loch”, das der Verfassungsschutz am 25. Juli 1978 in die Mauer des Gefängnisses in Celle gesprengt hatte, um einen Anschlag der RAF vorzutäuschen. (…) So ist es ein Verdienst des Films, dass er erneut die Frage nach den Verflechtungen zwischen rechtsextremen Milieu und Verfassungsschutz aufwirft.” Viele lobende Worte. Einzig allein Annette Ramelsberger in der Süddeutschen sieht in unserem Film “eine krude Story, die mitten hinein in den Verschwörungsdschungel führt”. Sie spricht von “zwielichtigen Zeugen” und dass wir “auf Teufel komm raus das Bild einer Verschwörung zeichnen” würden. Dafür aber gebe es keine Belege. Doch die gibt es. Deshalb nicht Süddeutsche lesen, sondern das Erste Deutsche Fernsehen einschalten!

 

24.04.2017

Pau zu Kiesewetter

Pau

Wir haben für unsere Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” auch mit Petra Pau, der Obfrau der Linken im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags, gesprochen. In der Rubrik “Filme” gibt es einen längeren Auszug aus unserem spannenden Gespräch.

24.04.2017

Binninger zu Kiesewetter

Binninger

Wir haben für unsere ARD-Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” auch mit Clemens Binninger, dem Vorsitzenden im NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag, gesprochen. In der Rubrik “Filme” gibt es Auszüge aus unserem spannenden Gespräch.

24.04.2017

Tod einer Polizistin – online!

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Unsere viel besprochene Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” ist jetzt auch bei uns in der Rubrik “Filme” online. Wir hoffen, dass der Film dazu beiträgt, dass die Untersuchungen zum Mord in Heilbronn neu aufgenommen werden. Zu viele Fragen sind ungeklärt, sie müssen beantwortet werden.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Sendung!

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Unsere investigative Reportage “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” ist nun fertig und wird am Montag, den 24.04.2017 im Programm des Ersten Deutschen Fernsehens um 22.45 Uhr ausgestrahlt. Vor zehn Jahren wurde der 22jährigen Polizistin auf der Heilbronner Theresienwiese in den Kopf geschossen. Wer hat sie umgebracht? Das steht für die Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess längst fest. Doch nicht nur die Mitglieder der NSU-Ausschüsse und Journalisten, die sich seit Jahren mit dem Fall beschäftigen, haben Fragen zu den Hintergründen und dem Ablauf des Mordes. So gibt es Hinweise auf Geheimdienste, die seinerzeit vor Ort waren und V-Leute, die in ihren Diensten standen. Merkwürdig ist auch, dass der Onkel von Michèle Kiesewetter bereits eine Woche nach deren Tod gegenüber den Mordermittlern die Vermutung äußerte, die Schüsse auf seine Nichte könnten etwas mit den “bundesweiten Türkenmorden” zu tun haben. Wie kam er darauf, denn der NSU flog doch erst vier Jahre später auf? Auch der Onkel ist Polizist und ermittelte im NSU-Umfeld. Bis heute konnte er keine schlüssige Erklärung dafür geben. Auch gibt es Hinweise, dass Michèle Kiesewetter bedroht und sogar beschattet wurde. Unser Film stellt unangenehme Fragen und sucht nach Antworten. Er ist der Anfang in einer notwendigen Neubetrachtung und Aufklärung des Falls. “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” läuft am Montag, den 24.04.2017 im Programm der ARD um 22.45 Uhr. Und in den folgenden Tagen auf Phoenix, Tagesschau24, dem RBB und verschiedenen anderen Programmen. Wir hoffen, dass unser Film auch jene Menschen, die mehr wissen, dazu motiviert, endlich darüber zu erzählen. Ihr Schweigen muss beendet werden. Denn “Michèle Kiesewetter hat es verdient, dass die Umstände ihres Todes aufgeklärt werden”, so sagt es ein Anwalt der Nebenklage zum Schluss unseres Films.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Schnitt!

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Der Schnitt zu unserer Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” hat nun begonnen. Wir waren auf den Spuren der mit 22 Jahren ermordeten Polizistin. In ihrem Heimatort Oberweißbach in Thüringen, in ihrer ehemaligen Schule, der Biberacher Polizeischule, der Böblinger Kaserne, in der sie lebte und arbeitete, auf dem Heilbronner Polizeirevier, wo Sie morgens am 25.04.2007 zum Dienst antrat und an jenem Ort, an dem ihr wenige Minuten später in den Kopf geschossen wurde. Nach einer langen Reise standen wir zum Schluß des Drehs vor ihrem Grab. Vor dem Grab eines Menschen, den wir erst kennen lernten konnten als er nicht mehr lebte. Wir haben viele Fragen gehabt und nach Antworten gesucht. Wir sind dabei auf eine Mauer des Schweigens getroffen, die noch bei keinem unserer anderen Filme so hoch und so dick war, wie diesmal. Keiner der Ermittler wollte mit uns reden. Oder durfte er nicht? Auch die Kolleginnen und Kollegen von Michèle Kiesewetter wollen nach zehn Jahren nichts sagen. Was ist der Grund für dieses Schweigen? Für die Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess ist der Fall klar. Doch ist er das wirklich? Es scheint, als gebe es ein Geheimnis, von dem mehr Menschen wissen, als man es bisher annimmt. Einige wollen vielleicht sogar, dass der Fall Kiesewetter endlich gelöst wird, aber sie haben Angst.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Dreh!

Gedenkort

Nach “Vmannland” und “Reichsbürger gegen den Staat” produziert candoberlin nun mit “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” eine weitere investigative Reportage für das Erste Deutsche Fernsehen. Vor zehn Jahren starb die Polizistin Michèle Kiesewetter. Wenn man der Anklage im Münchner NSU-Prozess folgt, so war der Mord an der 22jährigen Polizistin der letzte in einer Serie, in der zuvor neun Migranten sterben mussten. Nach der Bundesanwaltschaft sind Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt von Zwickau aus aufgebrochen, um sich neue Pistolen zu beschaffen. Die hätten sie sich wenig später besorgt, als sie hunderte Kilometer entfernt auf der Heilbronner Theresienwiese auf Michèle Kiesewetter und deren Kollegen trafen. Doch macht das Sinn? Kann das alles so gewesen sein? Zeugen beobachteten seinerzeit mehrere blutverschmierte Männer, die flüchtend in Autos sprangen und angesichts der angefertigten Phantombilder nicht Mundlos und Böhnhardt gewesen sein können. Auch kann die Tat nicht ohne ortskundige Unterstützer und Vorbereitung erfolgt sein. Für Mitglieder der Untersuchungsausschüsse und Journalisten ist der Fall Kiesewetter der Schlüsselfall der NSU-Aufklärung. Und das, weil er so gar nicht in die Serie passen will. Wir sprechen mit Tatortzeugen, Familienmitgliedern verstorbener Zeugen, Polizisten, Mitgliedern der NSU-Untersuchungsausschüsse, Journalisten und Informanten. Und wollen vor allem auch wissen, wer Michèle Kieseletter überhaupt war. Warum wurde sie Polizistin? Warum ging sie nach Baden-Württemberg und nicht nach Thüringen? In was für einer Einheit arbeitete sie und in was für Einsätzen? Einige, der Fragen, auf die wir Antworten suchen werden. Der Dreh hat Anfang März 2017 begonnen.

01.02.2017

Obdachlos – online!

obdachlos

Unsere Reportage “Stadt der Obdachlosen” für 3SAt Kulturzeit ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Mit geschätzten 20.000 Menschen, die keine Wohnung oder Haus haben und von denen 3000 dauerhaft auf der Straße leben, ist Berlin Deutschlands Hauptstadt der Obdachlosen. Wir haben Debora Ruppert, eine junge Fotografin, begleitet. Sei sieben Jahren besucht sie Obdachlose in Berlin, spricht mit ihnen und fotografiert sie. Und wir waren in Köln. Sven Lüdecke ist auch Fotograf. Als er mitbekam, wie eine obdachlose Frau aus dem Kölner Hauptbahnhof vertrieben wurde, beschloss er, zu helfen und ihr eine Hütte zu bauen. Mittlerweile bauen er und seine Organisation “Little Home” Hütten für Obdachlose in ganz Deutschland. Und die sind froh, endlich einen Raum zu haben und wenn er noch so klein ist, in dem sie ihre Sachen einschließen können und nachts sicher sind.

31.01.2017

Stadt der Obdachlosen

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Geschätzte 20.000 Obdachlose leben in Berlin. Davon dauerhaft 3000 auf der Straße. Sie schlafen unter Brücken, in U-Bahnhöfen, auf dem Gehweg. Die Hauptstadt ist nicht nur für die Erfolgreichen und Kreativen Anziehungspunkt, sondern auch für die Armen. Sie kommen nicht nur aus Deutschland, sondern verstärkt auch aus Osteuropa. In Sichtweite von Reichstag und Bundeskanzleramt haben Obdachlose ihre Zelte aufgebaut. Die Politiker bräuchten nur ein paar Minuten, um etwas über die Situation der Menschen zu erfahren. Die Berliner Fotografin Debora Ruppert besucht für ihr Projekt “Street Life Berlin” seit sieben Jahre Obdachlose und porträtiert sie. Wir haben sie begleitet und in Köln einen anderen Fotografen besucht, der seit dem Herbst letzten Jahres Holzhütten für Obdachlose baut. Dienstag Abend in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr und danach online in unserer Rubrik “Filme”.

14.12.2016

ZDF reportage – online!

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Unser Film über außergewöhnliche Menschen und ihr Ehrenamt, die wir für die ZDFReportage besucht haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben eine Bankerin am Bahnhof , einen HartzIV-Bezieher in seinem Bürgermeisteramt, eine Kindertafel in Köln und Häftlinge der JVA Hannover besucht. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sie engagieren sich für andere Menschen und wollen dafür kein Geld. Sie wollen helfen.

02.12.2016

Reichsbürger – online!

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Unsere Dokumentation “Reichsbürger gegen den Staat”, die wir zusammen mit Kollegen des MDR und des RBB für das Erste Deutsche Fernsehen gedreht haben, lief auf dem Sendeplatz mit überragendem Erfolg. Die Einschaltquote von 12,4 % schlug alle Erwartungen. Und zeigt, dass die “Reichsbürger” keine krude kleine Gruppe sind, sondern gesellschaftlich ernst genommen werden müssen. So sagt Jan-Gerrit Keil, der Kriminalpsychologe des LKA Brandenburg: “Jeder von diesen selbst ernannten Kanzlern, Königen und Kaisern will willkürlich handeln. Und das muss eine Demokratie als Gefahr sehen. Der Film steht nun in unserer Rubrik “Filme”. Weitere Sendetermine in den 3. Programmen stehen an.

30.11.2016

Reichsbürger – Sendung!

reich

Der potentielle Polizistenmörder Wolfgang P. kannte Adrian Ursache. Der ehemalige Mister Germany hatte ebenfalls einen eigenen Staat gegründet. Bei der Erstürmung seines Grundstücks war es zu einer Schießerei gekommen. Als wir das Drehmaterial eines Lokalreporters sichteten, trauten wir unseren Augen nicht, als wir unter den einhundert Unterstützern von Adrian Ursache Wolfgang P. entdeckten. Hart sind seine Gesichtszüge geworden im Vergleich zu den vor ca. 1 1/2 Jahren gedrehten Videos, in denen er Männer vom Zoll und einen Gerichtsvollzieher beschimpft. Wie vernetzt ist die Reichsbürgerszene? Was bringt Menschen dazu, den Staat nicht nur abzulehnen, sondern für nicht legitim zu halten. Wir versuchen, Antworten zu geben und  erzählen unter anderem die Fälle Usache und Wolfgang P., forschen dem Schicksal einer Spediteursfamilie nach, die vor Jahren den Ausstieg aus der BRD erklärte. Zum ersten Mal vor der Kamera spricht nach seinem Prozess mit uns ein ehemaliger Reichsbürger und schildert, wie er in diese Szene rutschte. Und neben vielem anderen fragen wir Gregor Gysi, wie es passieren konnte, dass er zum Idol mancher Reichsbürger wurde. Das Medieninteresse am Film ist groß. So gaben wir bisher Interviews für HR1 und HRinfo, das rbb-inforadio, Radio1, kulturradio und radio fritz. Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für das Interesse am Film. Der kommt am Mittwoch, den 30. November 2016 um 23.15 Uhr.

20.11.2016

Reichsbürger – Dreh!

Grenzschild

Für das Erste Deutsche Fernsehen nehmen wir die Spuren der sogenannten “Reichsbürger” auf. Bereits seit 2012 recherchieren wir in diesem Bereich. Was ist aus jenen Menschen geworden, die wir 2014 für unsere viel beachtete Dokumentation “Der Staat bin ich” besuchten? Gemeinsam mit MDR und RBB unternehmen wir eine Spurensuche in einem Mileu, für das der bundesdeutsche Staat nicht existiert. Was sagt Gregor Gysi dazu, dass Reichsbürger ihn für einen der ihren halten, weil er in einer Rede die Geschichte der Souveränität thematisierte? Was wurde aus jenem Mann, von dem es damals hieß, er sei der “Chefchemiker der Reichsbürger” und der zum ersten Mal vor einer Kamera darüber sprechen wird, wie er in diese Welt geriet? Was machen die Besitzer einer Spedition, die ihr Grundstück zum exterritorialen Gebiet erklärten und Steuer- und Mautzahlungen einstellten? Auch Peter Fitzek, den selbst ernannten König von Wittenberg, beobachten wir seit Jahren mit unserer Kamera. Seit Monaten sitzt er in Untersuchungshaft und muss sich vor einem Gericht in Halle verantworten. In einem Interview erzählte er uns einmal, niemand könne ihm etwas anhaben. Das sieht derzeit anders aus. Der Film wird Ende des Monats im Ersten Deutschen Fernsehen und danach in verschiedenen dritten Fernsehprogrammen laufen.

20.11.2016

ZDF reportage – Sendung!

Klukas

Dreimal treffen sich die Jugendlichen und die Gefangenen der JVA Hannover. Verurteilte Drogendealer, Betrüger und Gewalttäter sprechen über ihr Leben, den Weg, der sie hinter Gittern brachte. Und die Jugendlichen hören ihnen zu. Zum ersten Mal fällt die schwere Eisentür hinter ihnen ins Schloss und sie sitzen allein in einer Zelle. Wollen sie wirklich hier landen? Für ihr Ehrenamt verzichten die Inhaftierten auf Arbeitstage und damit das im Gefängnis so knappe Geld. Doch ihnen ist es das wert. Nur Bankerin zu sein, das kann sich die junge Frau nicht vorstellen. Am Wochenende zieht sie sich die blaue Uniformweste der Bahnhofsmission an, schenkt Obdachlosen Kaffee aus, bringt Blinde zum Zug. In Köln-Kalk kocht eine Kindertafel jeden Mittag Essen. Dafür sammelt die Gründerin Tag für Tag Lebensmittelspenden ein und hat nie so richtig Feierabend. Nicht Geld, aber das Lachen der Kinder ist ihr Lohn. Und ein Bürgermeister muss in Mecklenburg zur Tafel. Trotz Arbeitslosigkeit und Hartz IV hat der Mann nie aufgegeben, ist ehrenamtlicher Bürgermeister von fünf Dörfern. Unsere ZDF-Reportage “Unser Bürgermeister kriegt Hartz IV – Ehrenamt mal anders” läuft am 20. November um 18.00 Uhr im Zweiten Deutschen Fernsehen. Es war sehr bewegend, Menschen zu treffen, die sich uneigennützig für Andere engagieren. Und das, obwohl zumeist ihre eigene Situation alles andere als leicht ist.

20.11.2016

ZDF reportage – Dreh!

Klukas

Für die ZDF Reportage sind wir zum ersten Mal auf Reisen. Wir besuchen für den Film “Unser Bürgermeister kriegt Hartz IV – Ehrenamt mal anders” einige der 14 Millionen Menschen, die sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren. Mit dabei ein Bürgermeister, der seit vielen Jahren arbeitslos und Hartz IV-Empfänger ist. In Mecklenburg organisiert er das Erntedankfest seiner fünf Dörfer, schlichtet bei Streitigkeiten, muss aber auch für sich selbst sehen, wo er bleibt. Regelmäßig geht er zur Tafel und zum Jobcenter. Sie arbeitet in einem der hohen Glastürme von Frankfurt. Die Bankerin war zuvor nur selten am Hauptbahnhof und schon gar nicht um diese Zeit. Mehrmals im Monat arbeitet die junge Frau bei der Bahnhofsmission, versorgt Obdachlose, begleitet Blinde zum Zug. Auch in einer Justizvollzugsanstalt würde man ehrenamtliches Engagement wohl erst einmal nicht vermuten. Doch diese Gefangenen wollen etwas tun, kümmern sich um Jugendliche, die auch irgendwann im Gefängnis landen können. Ein Besuch dort und die Gespräche mit den Gefangenen sollen das verhindern. Zuletzt sind wir in Köln-Kalk, wo eine alleinerziehende Mutter beschließt, etwas gegen den Hunger von Kindern zu unternehmen und jeden Tag für sie kocht. Wir sind gespannt auf die Menschen und ihre Geschichten.

04.10.2016

Bester Journalismus!

schießen

Der renommierte epd-Mediendienst widmet sich unserer rbb-Reportage “Wir sind die Angst – der Verlust der inneren Sicherheit” mit einer ganzseitigen Kritik in seiner aktuellen Ausgabe. So schreibt dort die Journalistin Ulrike Steglich: “Was sind das genau für Ängste, wenn es um das Thema Sicherheit geht? Katja und Clemens Riha sind dem Thema buchstäblich nachgegangen. Schon der feinsinnige Titel ihrer Reportage lässt erahnen, dass sie sich der Komplexität des diffizilen Themas bewusst sind. Sie haben es sich nicht leicht gemacht und mit vielen gesprochen, oft musste Vertrauen erst gewonnen werden. (…) Klug enthalten sich die Autoren überflüssiger Kommentare, sie sehen hin und hören zu, überlassen ihren Gesprächspartnern das Wort und dem Zuschauer das Mit- und Nachdenken bei einer ungeheuer dichten, facettenreichen und erhellenden Reportage. 45 Minuten bester Journalismus: differenziert, nüchtern, aufmerksam, angstfrei.” Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz, die uns motiviert, weiter derartige Filme zu drehen. Danke.

13.09.2016

Wir sind die Angst – online!

schießen

Unsere Reportage “Wir sind die Angst – der Verlust der inneren Sicherheit” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der Film wird auch vom Sender Phoenix mehrfach wiederholt. Andreas Förster von der Berliner Zeitung nannte unseren Film eine “kluge Reportage”, die “wenn man so will, ein Film zur Abgeordnetenhauswahl am kommenden Sonntag ist. Weil der tatsächliche oder vielleicht nur so empfundene Verlust an Sicherheit und Ordnung in Stadt und Land auch den Berliner Wahlkampf bestimmt hat”. Und weiter: “Die Reportage von Katja und Clemens Riha bleibt eine Momentaufnahme, was das eigentlich Erschreckende ist: Denn sie zeigt eine Entwicklung auf, die am Anfang steht. Wohin sie führt, wie sie das Land, unsere Gesellschaft in den kommenden Jahren verändern wir, ist noch längst nicht abzusehen.”

08.09.2016

Wir sind die Angst – Sendung!

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Unsere aktuelle Reportage “Wir sind die Angst – der Verlust der inneren Sicherheit” ist nun fertig. Am 13. September um 21.00 Uhr im rbb-Fernsehen und nachfolgend auf Phoenix (15.09.2016 20.15 Uhr weitere Sendetermine auf phoenix.de) ist zu sehen, was wir erlebt haben, als wir eine Bürgerwehr durch die Berliner Nacht begleitet haben, auf dem RAW-Gelände dabei waren, als der Sicherheitsdienst versuchte, für Ordnung zu sorgen, was passiert, wenn Polizeiwachen geschlossen werden und in Brandenburg Bürger nun selbst auf Streife gehen. Wir haben ein “Schnupperschießen” der German Rifle Association besucht, mit einem Waffenhändler über die Angst seiner Kunden gesprochen und auch deren Wut. Die war auch auf der Merkel-muss-weg-Demo zu spüren. Tatjana Festerling, ex-Pegida-Dresden, spricht über ihre Unterstützung einer Bürgerwehr an der türkisch-bulgarischen Grenze und der Bestsellerautor Udo Ulfkotte darüber, warum er sich selbst bevorratet und aufs Land gezogen ist. Ganz anders sieht der bekannte Soziologe Harald Welzer die Lage und mahnt zur Gelassenheit.

08.09.2016

Wir sind die Angst – Dreh!

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Die Dreharbeiten zu unserer neuen 45minütigen Dokumentation “Wir sind die Angst – der Verlust der inneren Sicherheit” (rbb) haben jetzt begonnen. Wir treffen Bürgerwehren, sogenannte Sicherheitspartnerschaften, sprechen mit Waffenhändlern, Menschen, die scharf schießen, Sicherheitsdiensten, der Polizei. Woher kommt die Angst und was macht sie mit den Menschen? Auf der Merkel-muss-weg-Demo treffen wir Menschen, für die Politiker “Volksverräter” sind. Ist wirklich Angst ihre Motivation? Wie ergeht es Menschen in einem eher linksliberalen Bezirk, in dem plötzlich die offene Drogenszene die Straßen “erobert”? Was passiert in der Nacht an den sogenannten Kriminalitätsschwerpunkten Berlins? Was, wenn das einzige Polizeirevier in einer Stadt geschlossen wird und statt einer Rund-um-die-Uhr Bereitschaft an eine Telefonnummer und die Internetwache verwiesen wird. Wir sind gespannt auf das, was wir erleben werden.

20.07.2016

Schmidts Akten – online!

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In seinem Hamburger Haus hortete Altkanzler Helmut Schmidt kistenweise amtliche Akten aus seiner Zeit als Minister und Bundeskanzler. Nun nach seinem Tod will der Staat die Akten zurück haben. Darunter sind auch brisante Dokumente aus der RAF-Zeit, auch Kopien der streng geheimen Protokolle aus dem Krisenstab während der Schleyer-Entführung und der Todesnacht von Stammheim. Wir waren für 3SAT Kulturzeit im Schmidt-Haus in Hamburg, haben mit dem Präsidenten des Bundesarchivs, der investigativen Journalistin Gaby Weber und ihrem Anwalt Raphael Thomas und zudem mitd em Journalisten und Historiker Heribert Schwan gesprochen. Unser Film ist nun in der Rubrik “Filme” online.

19.07.2016

Schmidts Akten!

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Der verstorbene Ex-Bundeskanzler Schmidt hortete in seinem Hamburger Haus einen großen Bestand amtlicher Unterlagen. Nach einer ersten Sichtung geht der Präsident des Bundesarchivs Koblenz davon aus, dass es “zwar keinen LKW, aber einen größeren Transporter“ brauche, um diese abzutransportieren. Nach dem Tod von Helmut Schmidt hatten sich Bundeskanzleramt und Bundesarchiv bei der “Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung” gemeldet und die Herausgabe amtlicher Unterlagen verlangt. Das Bundeskanzleramt erklärte uns gegenüber, dass im Herbst 2016 eine „Detailsuche“ in der Räumlichkeiten des Archivs beginnen werde. Der Geschäftsführer der Schmidt-Stiftung sagte, dass man mit dem Bundeskanzleramt aber so verblieben sei, dass von jeder abtransportierten Akte erst einmal eine Kopie erstellt werde, um so den Bestand zu dokumentieren und diesen nicht auseinander zu reißen. Wir fanden heraus, dass sich der Alt-Kanzler 1997 hunderte Kopien der streng geheimen Protokolle aus dem Krisenstab während der Schleyer-Entführung nach Hause liefern lies. Derzeit klagen mehrere Journalisten, um Einsicht in genau diese Protokolle. Ob die Kopien immer noch in Hamburg liegen und dort verbleiben dürfen, dazu äußerten sich weder das Bundeskanzleramt noch die “Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung”. Wir haben im Hause Schmidt gedreht, mit dessen Archivarin und dem Geschäftsführer gesprochen, zudem den Kohl-Kenner Heribert Schwan in Köln getroffen, der die Frage stellt, was denn mit den Akten dieses Altkanzlers einmal geschehen wird. Und wir fragen nach bei der investigativen Journalistin Gaby Weber, die seit fünf Jahren klagt und nun vor dem Bundesverfassungsgericht angekommen ist. Sie will jahrzehntealte Akten von Hans Globke sehen, dem Mitverfasser der NS-Rassegesetze und späteren Chef des Bundeskanzleramts unter Konrad Adenauer. Doch die “Konrad-Adenauer Stiftung” weigert sich, die Akten heraus zu geben, obwohl es um staatliche Akten geht. Unser Film läuft am 19. Juli um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

06.07.2016

Vom Kind zur Braut – online!

KinderehenMASTER

Unsere Reportage über Kinderehen  in Deutschland , die wir für 3SAT Kulturzeit gedreht haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir berichten darin unter anderem über einen Gerichtsprozess in Bamberg, in dem die Richter darüber zu entscheiden hatten, ob die Ehe zwischen einer 14jährigen und einem 21jährigen zu akzeptieren ist oder nicht. Die Richter kamen zu dem Schluss, sie ist es. Dagegen zieht nun das zuständige Jugendamt vor den Bundesgerichtshof. Wir berichten weiter.

05.07.2016

Vom Kind zur Braut – Sendung!

KinderehenMASTER

Jüngst saß im Bamberger Oberlandesgericht eine Vierzehnjährige mit ihrem 21jährigen Ehemann. Beide hatten in Syrien geheiratet, waren dann nach Deutschland geflohen. Als das zuständige Jugendamt mitbekam, dass das Mädchen minderjährig ist, trennte es das Paar. Umgang gab es fortan nur noch für wenige Stunden und immer nur in Anwesenheit eines Sozialarbeiters. Dagegen wehrte sich der Ehemann nun vor Gericht. Über eine Kinderehe zu entscheiden – für die Bamberger Richter Neuland. In Deutschland darf man erst ab dem 18. Lebensjahr heiraten. Mit Genehmigung des Familiengerichts in Ausnahmefällen bereits ab 16 Jahren. Das ist in anderen Ländern ganz anders. So dürfen in Syrien bereits 15jährige Jungen und 12jährige Mädchen verheiratet werden. Im Jemen beträgt das Heiratsmindestalter sogar neun Jahre. Schon seit Langem protestieren internationale Frauen- und Menschenrechtsorganisationen gegen diese Heiratspraxis, die wie Experten sagen, aber kein rein islamisches Problem ist, sondern viel mehr mit dem Entwicklungsgrad der Gesellschaften zusammenhängt. Jetzt kommen sogenannten “Kinderbräute” verstärkt auch zu uns. In den Flüchtlingscamps in Nahost heiraten immer mehr Minderjährige. Zum Einen sind es sogenannte Schutzehen, von denen Mädchen und Eltern hoffen, dass sie so die Flucht nach Westeuropa besser überstehen. Aber auch reiche Männer aus dem arabischen Raum nehmen sich Kinder zur Braut und zahlen dafür. Deutsche Jugendämter trennen in der Regel Minderjährige von ihren “Ehemännern” und nehmen die Mädchen in Obhut. Doch nicht immer stimmen die auch zu. Nicht hinter jeder Heirat steckt eine Zwangsheirat, oft hat die Flucht die Paare zusammengeschweißt. Auch ist ein Staat, der sich in die privaten Belange einmischt, für viele neu. Und so müssen nun Gerichte entscheiden, wie die Ämter weiter mit den Kindern umgehen sollen. Wir waren in einer Einrichtung für minderjährig verheiratete Mädchen, haben mit der Frauenrechtsorganisation “Terre des Femmes” gesprochen, den Islam- und Rechtswissenschaftler Mathias Rohe in Erlangen befragt, die Frauenrechtlerin und Anwältin Seyran Ates in Berlin besucht und berichten über den Prozess in Bamberg, in dem die zuständigen Richter nichts an einer Ehe eines Volljährigen mit einer Minderjährigen auszusetzen hatten. Unser Film, in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr

29.06.2016

Die Hassmaschinen – online!

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Unser Film über den automatisierten Hass und die Beeinflussungsmöglichkeiten sogenannter Bots bekam durch eine Forschungsstudie zum Einsatz von Bots in der Entscheidungsschlacht um den Brexit zusätzliche Brisanz und Aktualität. Wer den Film im Fernsehen verpasst hat, kann ihn sich jetzt in unserer Rubrik “Filme” jederzeit anschauen.

23.06.2016

Die Hassmaschinen

DerFilm.Bots.Mix

Eine neueste Studie enthüllt, dass eine große Zahl der Tweets zur Brexitentscheidung gar nicht von Menschen, sondern von Bots geschrieben wurden. Bots, das sind Computerprogramme, die vorgeben, Menschen zu sein. Allein von ihrem quantitativen Output sind Bots überlegen. Sie können das Netz regelrecht fluten, Diskussionen in die ein oder andere Richtung beeinflussen oder gänzlich unmöglich machen. Auch im amerikanischen Wahlkampf, so hat der Politologe Simon Hegelich herausgefunden, sind ganze Heerscharen von Bots aktiv. Bereits während des Ukraineumsturzes entdeckte Hegelich ein riesiges Botnetzwerk, das für den rechten Sektor Propaganda machte. Das Bundesforschungsministerium hat jetzt ein Projekt mit der Uni Münster aufgelegt, in dem erforscht werden soll, wie man künftig Bots identifizieren und isolieren kann. Auch Süddeutsche und Spiegel sind daran beteiligt, denn sie fragen sich schon lange, wer in den Diskussionsforen auf ihren Seiten überhaupt noch echt ist. Die Künstleraktivisten von PENG haben hingegen selbst Bots programmiert. Die ließen sie auf Sexisten im Netz los, die Frauen belästigten. Gute Bots seien OK, aber die von Staat und Parteien in keinem Fall, so sagen sie. Unser Film für die KULTURZEIT auf 3SAT läuft am 27. Juni 2016 um 19.20 Uhr auf 3SAT.

08.06.2016

Macht der Recherche – online!

RechercheimBund

Unser Film über die Macht der Recherchenetzwerke kann ab jetzt in unserer Rubrik “Filme” angeschaut werden. Der Film über investigative Journalisten, die von Stiftungen bezahlt werden und die sich in nationalen und internationalen Recherchenetzwerken zusammengschlossen haben, hat viele Diskussionen ausgelöst. Sind solche Journalisten noch unabhängig? Ist es legitim, sich als Journalist auch von staatlichen Stellen fördern zu lassen und was ist von der Forderung zu halten, dass Journalismus generell gemeinnützig sein sollte. “Ein Journalist macht sich mit keiner Sache gemein. Auch nicht mit einer Guten”, sagte einst der Tagesthemenmoderator Hanns-Joachim Friedrichs. Ein Grundsatz, der leider viel zu wenig befolgt wird. Unser Film zeigt, dass der Zuschauer und Leser nie nur die Story, sondern auch die Art seiner Entstehung im Blick haben sollte.

07.06.2016

Macht der Recherche – Sendung!

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Schon vor der Berichterstattung zu den sogenannten “Panama-Papers” war der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, dem NDR und WDR beinahe wöchentlich in den Schlagzeilen. Geleitet vom ehemaligen Chefredakteur des SPIEGEL, Georg Mascolo, arbeiten die zwei öffentlich-rechtlichen Sender und die privat finanzierte Süddeutsche Zeitung schon länger gemeinsam an investigativen Themen. Auffallend oft leaken sie vertrauliche Akten und berichten Interna aus Behörden. Ebenso interessant wie die “Panama-Papers” ist die Geschichte ihrer Veröffentlichung und Verbreitung. Zugespielt wurde der immense Datensatz zwei Journalisten des Rechercheverbunds. Diese wiederum stellten sie dem ICIJ, einem internationalen Konsortium investigativer Journalisten zur Verfügung. Aber wer ist das ICIJ, wer finanziert es? Warum bündeln sich immer mehr investigative Journalisten, warum werben sie selbst um Spenden und wie garantieren sie ihre Unabhängigkeit. Medienrechtler bemängeln eine schwindende Vielfalt und eine bedenkliche Nähe zwischen öffentlich-rechtlichen Institutionen und privat finanzierten. In Zeiten, in denen Zeitungen große finanzielle Probleme haben und sich oft teure Recherchen nicht mehr leisten können, versuchen investigative Journalisten mit Hilfe großer Stiftungen und privater Spender zu arbeiten. Aber bleiben sie so unabhängig? Wir haben einen der Journalisten der Süddeutschen Zeitung besucht, der die “Panama-Papers” bearbeitet hat, mit einem Medienrechtler, einem PR-Profi und einem Medienkritiker gesprochen und zudem ein gemeinnütziges Recherchezentrum besucht, das ausschließlich von Spenden lebt und seine Geschichten an die Medien “verschenkt”. Alles am Dienstag, den 07.06.2016 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

03.05.2016

Kulturrevolution – online!

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Unsere Reportage über die kulturpolitischen Vorstellungen der AFD ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben mit Kulturpolitikern der AFD gesprochen und Menschen aus der Theater- und Musikwelt zu ihren Erfahrungen mit der Partei befragt. Der Film hat viele Reaktionen und unterschiedliche Meinungen ausgelöst. Das freut uns.

29.04.2016

Kulturrevolution – Sendung!

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Wenn es nach der AFD geht, stehen wir kurz vor einer Kulturrevoltion. Die Partei sieht den bestehenden Kulturbetrieb durch linke Kräfte gelenkt und beherrscht. Von dieser angeblichen politischen Umklammerung will die Partei nun Künstler, Musiker und Schauspieler befreien und ihnen zugleich eine neue  nationale Aufgabe zuweisen. So erzählte man uns beim Dreh zu unserer 3SAT-Reportage. Ob im Wahlprogramm der AFD Sachsen-Anhalt oder in den Entwürfen zum Bundesprogramm, die AFD spricht von der originären Aufgabe der Kultur, den Deutschen ihre Identität nahe zu bringen. Von einer neuen deutschen Leitkultur ist die Rede, die die Ideologie des Multikulturalismus verdrängen müsse. Bühnen sollen deutsche Klassiker spielen und den Zuschauern auch durch die Art der Inszenierung ein positives Verhältnis zu Nation vermitteln. Wir sprechen mit Hans-Thomas Tillschneider, Islamwissenschaftler und AFD-Abgeordneter in Sachsen-Anhalt und mit Marc Jongen, den die Presse den “Parteiphilosophen” nennt. Er sieht die Kulturpolitik der AFD in einem Bezug zur Romantik und wünscht sich ein nationales Aktionsprogramm zur Kultur. Doch wie sehen das Theatermacher und Musiker? Wir waren nicht nur bei der AFD in Sachsen-Anhalt und in Baden-Württemberg, sondern auch an der Schaubühne in Berlin und sprachen in Norddeutschland mit dem Sänger der Punkband Slime und der Hamburger AFD-Fraktion. Das und mehr heute Abend in unserem Film zur Kulturpolitik der AFD. Am Freitag, den 29. April 2016 auf 3SAT um 19.20 Uhr in der Kulturzeit und bald schon in unserer Rubrik “Filme” online.

17.04.2016

Interviews Medienkrieg – online!

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Für unseren Film über die Medien- und Propagandastrategien Russlands haben wir mit dem Russlandexperten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik Stefan Meister gesprochen. Längere Auszüge aus unserem Interview mit ihm sind jetzt in der Rubrik “Filme” online abrufbereit.

17.04.2016

Interviews Medienkrieg – online!

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Für unseren Film über die Medien und Propagandastrategien Russlands haben wir  mit dem langjährigen Moskaukorrespondenten des Focus Boris Reitschuster gesprochen. Ein längerer Auszug aus unserem Interview mit ihm ist jetzt in der Rubrik “Filme” online abrufbar.

17.04.2016

Agitprop 2.0 – online!

AgitProp2.0

Unser Film über den “Medienkrieg” Russlands ist nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Wie auch bei anderen Filmen zu dieser Thematik von uns gab es eine lebhafte Diskussion und viel Zustimmung dazu in den sozialen Medien. Aber auch Vorwürfe. Die einen warfen uns unsererseits Propaganda gegen Russland vor, wiederum andere kritisierten, dass wir die Beeinflussungsstrategien des “Westens” bsp. in der Ukraine angesprochen haben. Dort sei es doch schließlich um die Unterstützun einer Opposition durch demokratische Staaten gegangen. Aber geht es nicht generell darum, dass sich ausländische Mächte in innere Angelegenheiten einmischen? Und das durch oftmals verdeckte Operationen. Sollten sie das wirklich machen oder Lösungen lieber offen auf dem diplomatischen Parkett suchen. Schauen Sie selbst und diskutieren mit.

17.04.2016

Agitprop 2.0 – Sendung!

AgitProp2.0

Der Fall “Lisa” brachte es auf die große politische Bühne. Was berichten russische Medien über Deutschland und mit welchen Folgen. Angeblich sei ein russischstämmiges in Berlin lebendes Mädchen von einer Gruppe Flüchtlinge stundenlang vergewaltigt worden, so erzählte es ein Reporter im russischen ersten Fernsehprogramm. Nur wenige Tage später gingen tausende Russlanddeutscher auf die Straße. Auch vor dem Bundeskanzleramt demonstrierten sie. Mit dabei war als Beobachter Boris Reitschuster. Und der fühlte sich von der Art der Teilnehmer und der Schilder, die hochgehalten wurden, an staatlich organisierte Aufzüge in Russland erinnert. Mischt hier der Geheimdienst mit?! Sogar der russische Außenminister äußerte sich zum Fall, verlangte Aufklärung. Der Vorwurf – die deutsche Polizei verhindere aus politischen Gründen eine Strafverfolgung. Das deutsche Außenministerium reagierte, verbat sich derartige Unterstellungen und vermutete Propaganda, gegen die nun der Bundesnachrichtendienst vorgehen soll. Es gibt eine militärische Strategie, die Öffentlichkeit in für Russland wichtigen Ländern zu beeinflussen, so schreibt Boris Reitschuster in seinem neuen Buch “Putins verdeckter Krieg”. Das sieht auch der Russlandexperte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik Stefan Meister so. Der immer wieder benutzte Begriff “neuer Kalter Krieg” sei sogar verharmlosend, denn im Kalten Krieg seien die Fronten klar gezogen gewesen und es habe eine Übereinstimmung gegeben, bestimmte Dinge nicht zu tun. Das sei im Propagandakrieg von heute ganz anders. Dort herrsche Chaos, alles sei möglich. Als Propagandisten sehen sich die Berliner Mitarbeiter von Sputnik nicht. Die Internet- und Radioplattform, die zum größten staatlichen russischen Medienkonzern gehört, biete doch nur eine Alternative zu den Informationen des Mainstreams und das sei notwendig und gefragt. Geht es wirklich “nur” um russische Propaganda? Nein, sagt Hans-Georg Erhart, Professor am Hamburger Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik. Auch andere Großmächte versuchten, die Öffentlichkeit in Richtung ihrer politischen Entscheidungen zu beeinflussen, allerdings nicht so plump und holzschnittartig wie das oft Russland tue. Unser Film zum Thema – in der Kulturzeit auf 3SAT am 14.04.2016 um 19.20 Uhr.

15.03.2016

Rechte Denker online!

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Nun ist auch unsere Reportage für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF online. Auch für ASPEKTE waren wir mit dem Verleger und politischen Aktivisten Götz Kubitschek unterwegs. Zudem haben wir Frank Böckelmann, den herausgeber von TUMULT getroffen. Auch in dessen Zeitschrift wird derzeit viel über die Entwicklungen in Deutschland geschrieben. Mathias Mattusek sprach hier von einer “Flüchtlingsbombe”. Manche halten Böckelmann deshalb für einen “Rechten”. Doch was ist rechts? Das haben wir ihn gefragt und zudem den Soziologen Armin Nassehi getroffen, der sagt, man muss sich mit Rechts auseinander setzen, weshalb er auch einen Briefwechsel mit Götz Kubitschek hatte, den er jetzt in seinem aktuellen Buch veröffentlicht hat. Unser Film ist jetzt in der Rubrik “Filme” online!

11.03.2016

RechtsDenken – online!

RechtsindenMainstreamMaster

Unser Reportage vom Rittergut in Schnellroda für die KULTURZEIT hat für sehr viel Resonanz und Diskussionen gesorgt. Nicht nur in Emails, die uns und den Sender erreicht haben, sondern auch auf den Seiten der Zeitschrift “Sezession” aus dem Hause Kubitschek, auf Twitter und Youtube. Überwiegend wird gelobt, dass unser Film “ohne Schaum vor dem Mund” über die Neuen Rechten berichtet hat, was so keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint. Wir meinen, dass guter Journalismus im klassischen Sinne berichten muss. Der Zuschauer soll einen Ausschnitt Leben mit bekommen, erfahren wie der Andere denkt und was er will. Und das nicht nur über Menschen, deren Einstellungen er sowieso schon teilt oder wie vielleicht die Mehrheit einer Redaktion oder der Journalist selbst denken. Uns wurde vorgeworfen, die Bilder im Film seien “zu schön” gewesen. Muss man von Menschen, die rechts denken, schlechte Bilder machen? Nein, das muss man nicht. Es gibt unter den “Kommentatoren” in den “sozialen” Medien auch jene, die vom Bild einer angeblichen Lügenpresse bereits überzeugt sind, bevor sie überhaupt einen Artikel gelesen oder einen Film geschaut haben. Manche erwarteten, unser Film würde dazu da sein, zu hetzen und zu verdammen. Es muss für Menschen mit solchen Denkmustern bitter sein, sich nicht bestätigt fühlen zu können. In ihren Kommentaren sieht man dann, dass sie unseren Film gänzlich ausblenden und weiterhin von Hetze und Lüge  sprechen, die es bei uns aber gar nicht gibt. Oder sie vermuten hinter Details der Reportage Manipulationen – so beispielsweise, dass wir die Radiomeldung vom blockierten Flüchtlingsheim nachträglich unter die Bilder von Frau Kositza vor dem Radio in der Küche gelegt hätten. Nein, haben wir nicht. Es waren die Mittagsnachrichten des Deutschlandfunks von diesem Tag. Den hört Frau Kositza nämlich täglich. Die Meldungen beschäftigten sich zum großen Teil mit den Vorfällen in Clausnitz vor dem Flüchtlingsheim, der Situation an den Grenzen und die Debatten darüber. Auch wurde kritisiert, dass wir die Redeausschnitte von Götz Kubitschek schwarz-weiß eingefärbt hätten. Das sei manipulativ. Was diesen “Kritikern” wohl nicht aufgefallen ist, dass die Ausschnitte aus einem Youtube-Film stammen, die dem neurechten Verleger nahestehende Filmer gemacht haben. Was die sich bei dem Ändern der Farbe gedacht haben, das müsste man sie und nicht uns fragen. Generell gilt für unsere Arbeit: Die Realität ist hart genug, sie muss überhaupt nicht manipuliert, sondern nur als das dargestellt werden, was sie ist. Unser Film ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

11.03.2016

RechteDenker – Sendung!

kubitschek

Auch für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF, haben wir uns mit Götz Kubitschek und dem rechte Denken in unserer Gesellschaft beschäftigt. Wir waren mit dem neurechten Verleger auf einer Demonstration gegen die Asylpolitik im thüringischen Altenburg und haben ihn in seinem Verlag besucht. Zudem sprechen wir mit Frank Böckelmann, dem Autoren und Kulturwissenschaftler. Böckelmann gibt in Dresden die Vierteljahrschrift “TUMULT” heraus, die seit der Winterausgabe scharf kritisiert wird. Rechts sei Böckelmann, so heißt es, sei vom Linken der 68er Zeit zum Nationalisten geworden. In der neuen Ausgabe schreit Matthias Matussek über eine “Flüchtlingsbombe”, die detoniert sei. An anderer Stelle heißt es, das Volk müsse seine Geschicke nun selbst in die Hand nehmen. Und immer wieder geht es auch um den Begriff des Deutschen. Doch was ist deutsch? Wer ist das Volk? Gegen was muss es geschützt werden? Wir haben dazu nicht nur Götz Kubitschek und Frank Böckelmann befragt, sondern auch mit dem Soziologen Armin Nassehi gesprochen. Der veröffentlicht in seinem aktuellen Buch einen Briefwechsel mit Götz Kubitschek. Den müsse man, auch wenn er rechts denke, Ernst nehmen und mit ihm diskutieren. Das meinen wir auch. Unser Film in ASPEKTE, am 11. März, im ZDF um 23.00 Uhr.

11.03.2016

RechtsDenken – Sendung!

RechtsindenMainstreamMaster

Bereits 2011 haben wir den Verleger Götz Kubitschek auf seinem Rittergut in Schnellroda besucht. Damals publizierte sein Verlag Bücher für eine eher kleinere und sehr spezielle Leserschaft. Seinen Namen kannte man nur dort. Fünf Jahre später waren wir nun wieder bei ihm in Sachsen-Anhalt. Mittlerweile ist Götz Kubitschek auf dem Weg in den Mainstream. Er tritt vor tausenden von Menschen bei Pegidademonstrationen auf, baut eine Netzplattform auf, die sein Mitstreiter Martin Sellner, einer der führenden Köpfe der Identitären Bewegung, als ein “Greenpeace für Deutschland” bezeichnet. Was will Kubitschek und was wollen die Leute von ihm? Wir haben ihn gefragt, mit seiner Frau, der Publizistin Ellen Kositza über das Rechte gesprochen, Martin Sellner beim Filmen eines Netzvideos mit Kubitschek über die Schulter geschaut und mit ihm und Götz Kubitschek eine Demonstration des Bürgerforums in Altenburg besucht. Unser Film läuft am Mittwoch, den 09. März 2016 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

01.03.2016

Humanität vs Recht – online!

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Unser Film über die Verfassungsklagen bzw- beschwerden gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ist jetzt in der Rubrik “Filme” online. Mittlerweile hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Bemühungen des afd-nahen Staatrechtlers Karl Albrecht Schachtschneider und des Düsseldorfer Anwalts Clemens Antweiler abgelehnt. Aber wohin hätte eine rein rechtliche Auseinandersetzung geführt. Zu nichts meinen zwei der renommiertesten Verfassungsrechtler bzs. Rechtsphilosophen, denn die Flüchtlingskrise müssen politisch unter demokratischer Beteiligung des Volkes – sprich des Bundestags – entschieden werden. Das sei bisher allerdings zu wenig beachtet worden.

29.02.2016

Humanität vs Recht – Sendung!

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Ging alles mit rechten Dingen zu, als die Bundeskanzlerin am 05. September 2015 tausende Flüchtlinge aus Budapest nach Deutschland bringen ließ und damit eine humanitäre Katastrophe verhindern half, wie sie sagt? Wie war das mit dem Aussetzen der Dublin-Abkommen? Auf welcher Rechtsgrundlage geschah dies? Und wenn dieses staatliche Handeln nicht rechtens war? Zwei Juristen haben nun Verfassungsbeschwerden bzw. Klagen eingereicht. Der eine von ihnen ist Karl Albrecht Schachtschneider, ein emeritierter Staatsrechtsprofessor, der derzeit auf zahlreichen AFD-Veranstaltungen auftritt. Er sagt, dass er den Gegnern der Flüchtlingspolitik Selbstvertrauen gibt, da er ihnen zeigt, dass das, was sie fühlen, auch recht sei. Der andere Jurist hat keine politischen Ambitionen, wie er sagt. Zu seinen Mandanten zählen Großstädte, Landkreise und auch das ein oder andere Ministerium, die er als Verwaltungsrechtler vertritt. Wie die Flüchtlingspolitik entschieden wurde, hält er nicht für verfassungskonform. Als er bei den involvierten Ministerien nach dem Informationsfreiheitsgesetz anfragte, welche Unterlagen es gibt und verlangte diese zu sehen, bekam er eine überraschende Antwort. Doch was bringen diese Verfassungsklagen, vor allem, wenn sie politisch instrumentalisiert werden? Nichts, sagt Deutschlands renommiertester Rechtsphilosoph Reinhard Merkel. Das Bundesverfassungsgericht wird sich nicht in die Politik einmischen und sollte das auch nicht. Die Flüchtlingskrise müsse politisch gelöst werden. Doch Merkel kritisiert auch, dass die Politik nicht ausreichend demokratisch legitimiert gewesen sei. Der Berliner Verfassungsrechter Christoph Möllers spricht von einer Verbrüderung von Recht und Populismus, das in der Sache nicht weiter führe und einen Mangel an Politik offenbare.

Wir haben Karl Albrecht Schachtschneider und den Düsseldorfer Anwalt Clemens Antweiler besucht und zudem mit Reinhard Merkel und seinem Kollegen Christoph Möllers an der Berliner Humboldt Universität gesprochen. Unser Film läuft am 29. Februar 2016 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

25.02.2016

NSU-Untersuchung – online!

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Unser Film über die Chancen aber auch Grenzen parlamentarischer Aufklärungsarbeit im NSU-Fall ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir werden die Arbeit des NSU-Bundestagsuntersuchungsausschusses nun regelmäßig beobachten.

24.02.2016

NSU-Untersuchung – Sendung!

MasterUAusschussAusspiel

Nach einer ersten Expertenanhörung beginnt der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags nun seine Arbeit. Wie in unserer langen Dokumentation “Kampf um die Wahrheit” geht es auch hier vor allem um den 04.11.2011, jenen Tag, an dem mit einer lauten Explosion in Zwickau und zwei Toten in einem Wohnmobil in Eisenach-Stregda der sogenannte NSU das “Licht der Öffentlichkeit” erblickte. Die Abgeordneten wollen versuchen, Licht ins Dunkel dieses Tages zu bringen. Zudem werden in ihrer weiteren Arbeit das V-Mannsystem beleuchtet – auch dazu haben wir mit V-Mannland im letzten Jahr eine lange Dokumentation für die ARD gedreht – und der Mord an der Polizistin Michele Kiesewetter untersucht. Wir haben mit dem Vorsitzenden des NSU-Bundestagsausschusses Clemens Binninger, der grünen Obfrau Irene Mihalic und dem Obmann der CDU Armin Schuster gesprochen und sie an einem Ausschusstag begleitet. Zudem waren wir in Stuttgart bei dem Investigativreporter des Stern Rainer Nübel, dem Autoren des NSU-Krimis “Die schützende Hand” Wolfgang Schorlau und dem Anwalt der Nebenklage im NSU-Prozess Yavuz Narin. Nübel, Narin und Schorlau sehen die Arbeit des Untersuchungsausschusses in Baden-Württemberg sehr kritisch und als ein Negativbeispiel parlamentarischer Aufklärungsarbeit. Dort habe man wichtige Spuren vernachlässigt und eine merkwürdige Nähe zu Verfassungsschutz und anderen Behörden gehabt. Unser Film zum NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss – in der Kulturzeit am 24.02.2016 um 19.20 Uhr.

24.02.2016

Landflüchtlinge – online!

FluechtlingeaufdemLand

Unser Film über Flüchtlinge in der deutschen Provinz zeigt, wie Integration auch klappen kann. Es gibt durchaus noch Orte in der Bundesrepublik, in denen Menschen anderen Menschen helfen und nicht Busse und Flüchtlingsheime blockiert werden. So schwer die Lage auch manchmal ist, die Bewohner des westfälischen Manheims und des fränkischen Gundelsheims sehen die Neubewohner auch als Chance für sich. Aber, so sagt der örtliche Bürgermeister, Integration ist eine Frage des Verhältnisses von Neuankömmling zur deutschen Bevölkerung. Bisher kann er die Flüchtlinge bei sich im Ort gut versorgen. Bei einem Festessen, das die Flüchtlinge für ihre ehrenamtlichen Helfer organisiert haben, konnten wir sehen, wie viel Herzlichkeit zwischen diesen doch so grundverschiedenen Menschen in ein paar Monaten entstanden ist. Unsere Reportage steht jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

24.02.2016

Landflüchtlinge – Sendung!

FluechtlingeaufdemLand

Für die KULTURZEIT, das Kulturmagazin von 3SAT, waren wir in zwei Orten in der deutschen Provinz. Wie funktioniert es dort mit den Flüchtlingen? Ist die Landbevölkerung eher skeptisch und zurückhaltend, was den Kontakt zu Menschen aus Syrien und anderen Fluchtländern angeht oder geht sie auf die Menschen zu? Manheim gilt manchem Migrationsforscher als Experimentort. Das Dorf wird in zwei bis drei Jahren dem Erdboden gleich gemacht, denn dann kommen die Braunkohlebagger des nahen Abbaugebiets am Hambacher Forst. Doch bis dahin hat die Stadt Kerpen in den von den Dorfbewohnern leer gezogenen Einfamilienhäusern Flüchtlinge untergebracht.  Freiwillige aus Manheim und den anliegenden Dörfern kümmert sich um die Menschen. Von der Fahrradwerkstatt über den örtlichen Fußballverein bis hin zu Möglichkeiten in örtlichen Firmen zu arbeiten. Integration kann nur klappen, sagt die örtliche Integrationsbeauftragte, wenn Flüchtlinge bereit sind, sich auf die hiesigen kulturellen Standards einzulassen und auf der anderen Seite eine Bevölkerung steht, die selbstbewusst ist. Auch im fränkischen Gundelsheim sind Flüchtlinge angekommen. Darunter die vielerorts als problematisch wahrgenommenen alleinstehenden minderjährigen jungen Männer. Doch in der fränkischen Gemeinde gab es keine Demonstrationen, sogar der örtliche CSU-Politiker lebt mit einer Asylunterkunft Wand an Wand und unterstützt die Menschen. Warum klappt hier, was in Sachsen und Sachsen-Anhalt so schief läuft. Unsere Reportage läuft am18.02.2016 auf 3SAT um 19.20 Uhr.

26.01.2016

Deutschland in Waffen – online!

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Unsere Reportage über die Waffenrepublik Deutschland steht nun in unserer Rubrik “Filme” online. Sie sorgte wieder einmal für viel Diskussionen. Wohin führt die Angst das Land? Könnte tatsächlich Wut aus ihr werden, wie ein Angstforscher in unserem Film erzählt und das damit begründet, dass, wer Wut empfindet, keine Angst mehr hat. Pfeffersprays sind ausverkauft, die Maschinen der Hersteller laufen rund um die Uhr. Und auch die Auslagen mit den Gas- und Schreckschusspistolen sind leer gekauft.  Gute Geschäfte für Waffenhändler, doch auch die machen sich zum Teil Sorgen. Die Politik muss reagieren und auf die Ängste eingehen. Doch sind nun medienwirksam durchgeführte Razzien und Festnahmen der richtige Weg. Die Bundespolizei reichte ein martialisches Video von einem ihrer Einsätze nun an die Presse weiter. Polizisten wie Soldaten – ob das die Angst besiegt!?

25.01.2016

Deutschland in Waffen – Sendung!

MASTERWaffen.Mixkurz

Es begann mit den Attentaten von Paris und verstärkte sich mit den Silvesterübergriffen und der Berichterstattung darüber, dass Menschen in die Waffenläden strömen. Sie haben Angst. Angst vor Terroristen, Angst vor Flüchtlingen, Angst vor Überfällen. Und versuchen sich nun zu schützen. Da das Waffenrecht in Deutschland reglementiert ist, bleibt statt zu scharfen Waffe der Griff zu Schreckschusspistole und Pfefferspray. Auch Selbstverteidigungskurse können sich derzeit nicht vor Anfragen retten. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn sich diese bewaffnet? Wie verändert die grassierende Angst das Leben in Deutschland? Wir waren zu Besuch in Waffenläden, haben in einen Selbstverteidigungskurs erfahren, was die entsprechenden Griffe gegen die Angst sind. Zudem erklären uns ein Angstforscher und ein Kriminologe, was uns die Bewaffnung über den derzeitigen Zustand in unsere Land sagt. Unser Film läuft am Montag, den 25. Januar 2016 um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

25.01.2016

Deutschland in Waffen – Dreh

MASTERWaffen.Mixkurz

Für 3SAT Kulturzeit drehen wir eine Reportage über die zunehmende Bewaffnung in Deutschland. Es begann mit den Attentaten von Paris und verstärkte sich mit den Silvesterübergriffen und der Berichterstattung darüber, dass Menschen in die Waffenläden strömen. Sie haben Angst. Angst vor Terroristen, Angst vor Flüchtlingen, Angst vor Überfällen. Und versuchen sich nun zu schützen. Da das Waffenrecht in Deutschland reglementiert ist, bleibt statt zu scharfen Waffe der Griff zu Schreckschusspistole und Pfefferspray. Auch Selbstverteidigungskurse können sich derzeit nicht vor Anfragen retten. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn sich diese bewaffnet? Wie verändert die grassierende Angst das Leben in Deutschland? Wir waren zu Besuch in Waffenläden, haben in einen Selbstverteidigungskurs erfahren, was die entsprechenden Griffe gegen die Angst sind. Zudem erklären uns ein Angstforscher und ein Kriminologe, was uns die Bewaffnung über den derzeitigen Zustand in unsere Land sagt.

15.01.2016

Reden über Silvester – online!

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Unsere KULTURZEIT-Reportage zu der schwierigen Berichterstattung zu den Kölner Übergriffen auf Frauen hat viele Diskussionen ausgelöst und ist nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Alle Gesprächspartner sind sich einig, dass die Diskussion über Flüchtlinge und die Probleme bei deren Unterbringung und Integration nun eine andere sein wird. Aufpassen müsse man nun jedoch, dass statt dem weitgehenden Ausblenden von Problemen jetzt Hysterie die Diskussion beherrsche. Denn im Gegensatz zu dem derzeitigen Fokus auf kriminelle Zwischenfälle ist der Großteil der Menschen, die zu uns ins Land kommen, nicht kriminell, sondern sucht Schutz vor Krieg und Gewalt.

15.01.2016

Reden über Silvester – Sendung!

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Unsere Reportage über die Silvesterübergriffe auf Frauen und die Berichterstattung darüber kommt am Donnerstag, den 15. Januar auf 3SAT um 19.20 Uhr in der Kulturzeit. Warum berichteten die Medien so spät über die Hintergründe der Kölner Vorfälle und mögliche Tatverdächtige? Gibt es eine Zurückhaltung, wenn es um kriminelle Taten von Migranten und Flüchtlingen geht und ist diese falsch oder richtig? Ja, es gibt Zurückhaltung und Scheu, sagt die Publizistin und Philosophin Antje Schrupp und die sei richtig. Denn täglich brennen Flüchtlingsheime, werden Menschen mit Migrationshintergrund verprügelt. Da könnten Nachrichten wie die aus Köln die Lage noch befeuern. Dennoch dürften Journalisten darauf keine Rücksicht nehmen, sagt der Journalismusforscher Horst Pöttker. Zu einseitig sei die Berichterstattung über die Flüchtlingssituation in Deutschland bisher gewesen und habe Probleme komplett ausgeblendet. So könne Euphorie ganz schnell in Hass umschlagen. Auch Arnold Plicker, der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft in Nordrhein Westfalen, findet ein Schweigen falsch und kritisiert die Polizei, die Informationen wissentlich zurückgehalten habe. Neben diesen Gesprächspartner sprechen wir zudem mit dem BILD-Chefreporter Frank Schneider und dem Vorsitzenden des Deutschen Journalisten Verbands Frank Überall. Als wir mit ihm das Interview führen, werden auf der Kölner Domplatte Pakistani und Syrer von Deutschen überfallen und krankenhausreif geschlagen. Zuvor war in Facebookgruppen dazu aufgerufen worden, am Kölner Hauptbahnhof nun selbst für Ordnung zu sorgen.

15.01.2016

Reden über Silvester – Dreh!

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Für das tägliche Kulturmagazin des Senders 3SAT drehen wir eine Reportage über die Übergriffe zu Silvester in Köln. Warum berichteten die großen überregionalen Medien erst vier Tage danach? Warum musste sich das ZDF für seine Nicht-Berichterstattung entschuldigen. Was sagen Polizei, Journalisten, Journalismusforscher zu den Hintergründen und wie sollte eine Berichterstattung über ähnliche kriminelle Taten aussehen, wenn unter den Tatverdächtigen auch Migranten und Flüchtlinge sind. Wir drehen hierzu am Kölner Tatort, in Düsseldorf, Essen und Frankfurt am Main. Demnächst in der Kulturzeit.

16.12.2015

Das Gesetz bin ich – online!

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Unsere Dokumentation “Das Gesetz bin ich – Selbstjustiz in Deutschland”, die wir für das Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks produziert haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbereit. Mit großer Offenheit haben Täter und Opfer von Selbstjustiz mit uns gesprochen. Rentner rächen sich an einem dubiosen Vermögensverwalter und sperren ihn in den Keller ihres Hauses, ein junger Mann wird im Internet fälschlicherweise als Kindermissbräuchler gebrandmarkt und daraufhin von wildfremden Menschen bedroht, ein Psychologe versucht heraus zu finden, warum Menschen zur Selbstjustiz greifen und ein Chef fällt über einen Praktikanten her, der ihn bestohlen hat – nur einige der spannenden Fälle in unserem Film.

12.12.2015

Zschäpe spricht (nicht)- online!

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“Beate Zschäpe hat sich zu ihrer eigenen Angeklagten gemacht” – das sagt der Journalist Thomas Moser und fragt sich in unserem Film, warum die Hauptangeklagte im NSU-Prozess eine derartige Erklärung abgegeben hat. Kopfschütteln auch auf der Seite der Nebenklageanwälte. Kein Wort glaubt ihr der Münchner Anwalt Yavuz Narin und hält nun eine lebenslange Haftstrafe und sogar eine anschließende Sicherungsverwahrung für noch wahrscheinlicher. Beate Zschäpes Erklärung entspricht der Anklageschrift der Bundesanwaltschaft und geht so weit hinter all das zurück, was der Prozess, aber auch die Untersuchungsausschüsse heraus gefunden haben. Falls ihr Lächeln beim Auftritt vor Gericht echt gewesen sein sollte, so wird es ihr angesichts der negativen Reaktionen der Öffentlichkeit mittlerweile vergangen sein. Nur, wenn Beate Zschäpe wirklich spricht und die Wahrheit sagt, so der Politologe Hajo Funke, kann sie das schützen. Und die Sicherheit der Öffentlichkeit auch. Denn noch gibt es den Apparat der V-Männer und der in radikale Szenen verwobenen Geheimdienste. Unser Film ist jetzt in der Rubrik “Filme” online.

10.12.2015

Zschäpe spricht (nicht)- Sendung!

nix

Für die KULTURZEIT von 3SAt waren wir beim NSU-Prozess in München. Die ersten Journalisten standen bereits am drei Uhr nachts vor den Türen des Oberlandesgerichts. Und eine große deutsche Zeitung, die bei der Verlosung der gesicherten Plätze nicht berücksichtigt worden war, hatte extra “Schlangenansteher” engagiert, die für 20,- Euro die Stunde in der nächtlichen Münchner Kälte ausharrten und einen Platz für den Redakteur/die Redakteurin frei hielten. In unserem Film begleiten wir den Anwalt der Nebenklage Yavuz Narin, den Journalisten Thomas Moser und den Politologen Hajo Funke. Alle drei waren sich darin einig, dass die Einlassung von Beate Zschäpe einem “Prozessselbsmord” gleich kommen. “Warum hat sie das getan” grübelt Thomas Moser. Unser Film am heutigen Donnerstag den 10. Dezember in der KULTURZEIT.

04.12.2015

Sicherheit vs Freiheit – Interviews!

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Unsere Interviews mit dem ehemaligen Bundesinnennminister Gerhart Baum und dem Wiener Kriminalsoziologen Reinhard Kreissl sind nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Wie verändert der Terror unser Leben in Europa – droht eine Sicherheitsrepublik? Diese Interviews geben Antworten.

04.12.2015

Sicherheit vs Freiheit – online!

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Unsere aktuelle Reportage zu den Folgen der Terroranschläge von Europa ist nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Droht der Verlust von bürgerlichen Freiheitsrechten zugunsten einer angeblichen Sicherheit? Die Staaten Europas rüsten auf, schärfere Überwachungsgesetze werden verabschiedet, die Etats für Sicherheit nach oben gefahren. Falsch sei das, sagt der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum. Auch der Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl glaubt, dass es viel sinnvoller ist, in Prävention, Bildung und Integration zu investieren. Nutzten Politier die Lage aus, um kritisch gesehene Initiativen nun durchzusetzen. Die Antwort – einfach klicken und schauen

03.12.2015

Sicherheit vs Freiheit – Sendung!

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Unsere Reportage zu den Folgen der Terroranschläge von Paris wir am Donnerstag, den 03.12.2015 in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT ausgestrahlt. Brüssel als eine Stadt zu erleben, in der Soldaten auf den Einkaufsboulevards in Stellung gegangen sind, währenddessen Politiker 400 Millionen Euro für neue Sicherheitsmaßnahmen im Schnelldurchgang locker machen, war sehr erschreckend. Der frühere Innenminister Gerhart Baum sagt, dass nun wieder jene Fehler gemacht werden, die man bereits zu Zeiten des RAF-Terrors gemacht hat. Panzerwagen auf die Straßen zu stellen, das sei nicht die Lösung. Und verschärfte Sicherheitsgesetze schon gar nicht. Nach NSA- und NSU-Skandal jedoch wittern die Geheimdienste nun Morgenluft, sagt der bekannte Kriminalsoziologe Reinhard Kreissl. Sie versuchen die Zeit nun für sich zu nutzen und wichtige Reformprozesse abzubrechen. Der Terror und die Folgen – unser Film zum Zustand Europas.

03.12.2015

Sicherheit vs Freiheit – Dreh!

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Für die KULTURZEIT des Senders 3sat berichten wir über die Folgen der Terroranschläge von Paris. Derzeit ist Brüssel die Stadt in Europa, in der neben Paris die Folgen des Terrors am sichtbarsten sind. Tagelang waren die Schulen geschlossen, Metro und Busse fuhren nicht mehr, Bars blieben zu. Das öffentliche Leben einer Millionenstadt erlag von einem Tag auf den anderen. Wie auch nach den Terroranschlägen von New York, London und Madrid rufen Politiker und Geheimdienste nun nach mehr Geld und neuen Gesetzen. Bürgerliche Freiheiten werden eingeschränkt. Doch bringt uns das wirklich mehr Sicherheit? Was für Folgen hat es, wenn nun im Schnelldurchgang Gesetze verabschiedet werden, die nicht nur Bürgerrechtler ablehnen. Wir besuchen in Brüssel einen Kriminalsoziologen und eine Aktivistin für digitale Bürgerrechte, fragen den früheren Innenminister Gerhart Baum nach seiner Einschätzung der Situation, sprechen mit einem Sicherheitsexperten darüber, warum er meint, dass die Bundeswehr nun auch im Inneren eingesetzt werden sollte und schauen auf die Forschungsergebnisse eines Politologen, der Terrorgesetze untersucht hat.

03.12.2015

Das Gesetz bin ich – Sendung!

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Unsere Dokumentation “Das Gesetz bin ich – Selbstjustiz in Deutschland” wird am 25.11.2015 in der Primetime um 20.45 Uhr in der Reihe EXAKT – die Story im Programm des MDR ausgestrahlt. Wir berichten über beinahe unglaubliche Fälle von Selbstjustiz mitten in Deutschland. Die Folgen für die Opfer aber auch die Täter von Selbstjustiz sind schwer. Verletzungen, lange Haftstrafen und das immerwährende Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein. Denn viele jener, die Selbstjustiz üben, sind uneinsichtig, weil sie sich weiter im Recht wähnen. So wie einige der bayrischen Rentner, die einen betrügerischen Vermögensberater kidnappten und dafür ins Gefängnis wanderten. Hinter Selbstjustiz steht nicht selten Rache. Und die, so erzählt uns ein Psychologe, der dazu diverse Experimente durchgeführt hat, steckt in uns allen. Die Frage ist nur, ob wir uns ihr ergeben oder sie bekämpfen.

03.12.2015

Das Gesetz bin ich – Schnitt!

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Die Dreharbeiten zu unserer Dokumentation “Das Gesetz bin ich – Selbstjustiz in Deutschland” sind nun abgeschlossen. Neben Rentnern, die einen betrügerischen Vermögensberater entführen, sprachen wir mit einem jungen Mann, der im Internet fälschlicherweise als Vergewaltiger bezeichnet und dem Selbstjustiz beinahe zum Verhängnis geworden wäre. In einem aktuellen Prozess geht es um einen Lehrling, der seinen Chef bestiehlt. Daraufhin holt dieser nicht die Polizei, sondern schlägt den jungen Mann zweimal übel zusammen. Nun muss das Gericht entscheiden. In einer thüringischen Kleinstadt fährt eine Bürgerwehr Streife. Einen rumänischen Lieferwagenfahrer hält sie für einen Einbrecher. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd mit mehreren Verkehrsunfällen. Nun stehen die Männer vor Gericht. Das sind nur einige der Fälle in unserem Film, den wir jetzt schneiden

03.12.2015

Das Gesetz bin ich – Dreh!

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Für EXAKT – die Story, das investigative Halbstundenformat des Mitteldeutschen Rundfunks drehen wir eine Reportage über Selbstjustiz. Was bringt Menschen dazu, das Gesetz (oder das, was sie vermeintlich dafür halten) selbst in die Hand zu nehmen. Als ihnen ein Vermögensberater die angelegten Gelder nicht zurückzahlen kann, beschließen die bayrischen Rentner die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie fesseln den Mann, verkleben ihm das Gesicht und entführen ihn. Eingesperrt in den Keller ihres Eigenheims soll er nun via Fax für die Überweisung der Gelder sorgen. Doch statt dem Geld kommt schließlich  das SEK und sprengt Türen und Fenster. Lange Gefängnisstrafen sind die Folge. Nur einer der Fälle, die wir in unserem Film nachzeichnen.

06.11.2015

Bento empfiehlt VMannland!

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Das Onlineportal BENTO (ein Angebot für die Generation der 18-30jährigen von SpiegelOnline) empfiehlt unsere kürzlich auf 3SAT wiederholte Primetime-Doku “V-Mannland” als Streaming-Tipp der Woche. Die Kollegen schreiben über unseren Film: “Diese Doku macht einfach nur sprachlos! Sehr genau wird das System der V-Männer durchleuchtet und skandalöse Details von Protagonisten ausgepackt, die noch nie vor der Kamera geredet haben. Vor unseren Augen tut sich eine geheime Parallelwelt auf, in der Nazis und Agenten mit hohen Budgets ausgestattet werden, um die Faschisten-Szene zu finanzieren, rechte Veranstaltungen zu organisieren und bei gewalttätigen, sogar tödliche Attentaten selbst aktiv mitzuwirken.” Uns freut es sehr, dass V-Mannland auch nach seiner Premiere im April 2015 immer noch Anklang findet.

 

04.11.2015

Vmannland – auf 3SAT!

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Unsere Dokumentation VMANNLAND, die wir für das Fernsehen des Rundfunks Berlin Brandenburg und des Norddeutschen Rundfunks gedreht haben und die unter großer medialer Beachtung im April im Ersten Deutschen Fernsehen lief, wird nun vom Sender 3SAT ausgestrahlt. Das Thema V-Leute wird auch im neuen 2. Untersuchungsausschuss des Bundestags eine große Rolle spielen. Wir halten es für wichtig, dass ehemalige V-Leute zum Thema gehört werden. In unserem Film haben sich einige von ihnen erstmals geäußert und offen über ihr Leben zwischen Geheimdienst und Neonazismus berichtet. Das hat Mut erfordert. Wie wichtig das war, zeigt sich in den immer noch stattfindenden Diskussionen zum Thema. Unser Film läuft am 04. November um 21.00 Uhr auf 3SAT.

04.11.2015

Sprache des Hasses – online!

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Unsere Dokumentation zur Sprache von Pegida & Co. ist jetzt online abrufbereit in unserer Republik “Filme”. Wir sind die ersten, die mit Akif Pirincci vor und nach seiner Skandalrede von Dresden gesprochen haben. Auch eine Woche nach dem “Pegida-Geburtstag” haben sich wieder Tausende in Dresden versammelt. Und die Töne der Reden bleiben schrill und aggressiv.

04.11.2015

Sprache des Hasses – Sendung!

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Ein Jahr Pegida. Jeden Montag stehen sie auf dem Platz vor der Semperoper. Tausende von Menschen fordern das Abdanken von Angela Merkel, sie beschimpfen die “Lügenpresse” und sehen in Flüchtlingen feindliche “Invasoren”, die das “Abendland” erobern wollen. Wer hier mit der Kamera auftaucht, der begibt sich in Gefahr, wie auch jetzt wieder ein Reporter der Deutschen Welle und des russischen Auslandssender RT merken mussten. Wir sind vor der Versammlung mit Akif Pirincci verabredet. Noch weiß niemand, dass seine Rede an diesem Abend zu einem bundesweiten Skandal führen wird, der auch für den türkisch-deutschen Schriftsteller Folgen haben soll. In Prininccis Hotelzimmer treffen wir auch Tatjana Festerling, eine der Initiatoren von Pegida. Warum sprechen sie so, wie sie sprechen, wenn sie oben auf den Podium stehen, so fragen wir sie. Warum werden die Töne immer radikaler, wollen wir von Akif Pirincci wissen, der uns antwortet: Radikale Zeiten verlangen auch eine radikale Sprache. Das er das ernst meint, sehen und hören wir, als wir vor der Bühne stehen und hinter uns an die 15.000 Menschen den Anführern von der Pegida zujubeln. Unser Film aus Dresden in der KULTURZEIT am 27.10.2015 um 19.20 Uhr in der Kulturzeit!

04.11.2015

Macht der Lügen – online!

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Unsere Reportage über die verhängnisvollen Gerüchte über Flüchtinge, die derzeit im Internet verbreitet werden, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Auch andere Fernsehmagazine haben die Wichtigkeit des Themas erkannt. Ausschnitte aus unserem Film werden demnächst auch in der Sendung PANORAMA des NDR zu sehen sein, was uns freut.

04.11.2015

Macht der Lügen – Sendung!

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Am Anfang war das Gerücht und dann kam die Gewalt. Immer mehr Unwahrheiten über kriminelle Flüchtlinge, angebliche Übergriffe auf Deutsche und gewalttätige Auseinandersetzungen erobern das Internet und die Stammtische. Wenn man nach den Ursprüngen der Gerüchte forscht, so bleibt in den meisten Fällen nichts übrig außer Lügen. Ein bayrischer Supermarktbetreiber wird von einer Kundin darauf angesprochen, dass es ja schlimm sei, was er hier im Markt ertragen müsse. Auf seine Nachfrage, erklärt ihm die Frau, dass die Asylbewerber hier doch die Regale plündern würden und man sich das unter den Eltern der örtlichen Schule erzähle, auch im Internet habe das gestanden. Der Supermarktbetreiber ist fassungslos, denn all das stimmt nicht. Im Internet beginnt er gegen die Gerüchte zu kämpfen und bekommt aggressiven Gegenwind. Gerüchte machen auch dem Bürgermeister einer Gemeinde das Leben schwer. An die zweihundert Flüchtlinge sind dort untergebracht und die Bevölkerung gibt sich Mühe. Große Hilfsbereitschaft gibt es, doch dann heißt es plötzlich, ein junges Mädchen sei von Ausländern vergewaltigt worden. Auch das- eine Lüge. In unserem Film forschen wir den Gerüchten nach und sprechen mit Mimikama, einer Gruppe, die im Internet sehr erfolgreich Lügen bekämpft. Unser Film läuft am 19. Oktober auf 3 SAT in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr!

10.09.2015

Das neue Deutschland – online!

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Unser Film zeigt, wie sich Deutschland durch die Flüchtlinge ändern kann, vielleicht wird, aber auch muss. Darüber sprachen wir mit Menschen in Berlin, Freital, Tröglitz, Goslar und München. Unser Film ist jetzt online abrufbar in unserer Rubrik “Filme”.

09.09.2015

Das neue Deutschland – Sendung!

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Es sind hunderte, die allmorgendlich in der Berliner Aufnahmestelle auf eine Nummer warten. Die braucht es, damit man als Asylbewerber registriert und auf ein Heim verteilt wird. Manche warten tagelang bis eine monotone Computerstimme auf deutsch ihre Zahl aufruft. Wenn die vielen freiwilligen Helfer nicht wären, niemand würde sich hier um die Ankömmlinge kümmern. Die Helfer hoffen, dass sie Schule machen und auch andere erkennen, wie wichtig es ist, auch langfristig Hilfe zu geben. An anderer Stelle wird gegrölt, geschimpft und die Faust in den Himmel gestreckt. Die Orte heißen Freital, Tröglitz und Heidenau. Dass Menschen auf der Straße ihren Unmut Kund tun, findet der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung dennoch gut, auch wenn es nicht leicht zu ertragen ist. Solange alles im strafrechtlichen Rahmen bleibt. Nur so könne und müsse man sich mit jenen auseinander setzen, die Angst vor den Fremden haben, sich in der Politik nicht wieder finden. Die Zeiten seien politisch wie lange nicht mehr. Eine Chance und eine Gefahr zugleich. Die hunderttausenden Flüchtlinge werden Deutschland ändern, die Diskussion über sie, die Hilfe, die Integration. Die größte Krise seit dem Ost/West-Konflikt nennt die Lage der Berliner Schriftsteller Hans Christoph Buch. Wenn sie nicht gelöst werde, dann drohe Rassismus und Demokratieverfall. Davor hat der Goslaer Bürgermeister keine Angst. Er sagt, die Flüchtlinge sind gut für Deutschland. Seine Stadt muss attraktiver für Flüchtlinge werden. Die Kommune vergreist, die Wirtschaft sucht Menschen, die Flüchtlinge könnten die Lösung sein. Da pflichtet ihm der Münchner Migrationsforscher Bernd Kasparek bei. Wer in die Geschichte schaut, der erkennt, dass Flüchtlinge bisher immer ein Land bereichert haben. Daran sollten wir uns erinnern. Unser Film kommt am Mittwoch, den 09.09.2015 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT von 3SAT.

09.09.2015

Wahrheit vor Gericht – online!

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Der Vorfall war außerordentlich. Auf Anzeige des Bundesamts für Verfassungsschutz ermittelte Generalbundesanwalt Range. Weil geheime Akten zum Haushalt des Verfassungschutzes und zum NSU-Komplex öffentlich geworden waren, wollte die Bundesanwaltschaft ein Verfahren einleiten. Plötzlich waren nicht nur jene, die die Akten aus den Behörden nach draußen gegeben hatten, von Gefängnis verfolgt, sondern zum ersten Mal nach der Spiegel-Affäre auch wieder Journalisten. Ob es ein Zufall war, dass man sich für eine derartige Operation ausgerechnet das kleine Politik-Blog Netzpolitik.org ausgesucht hatte?! Bevor die Affäre im Sommer 2015 ins Rollen kam, berichteten wir kurz nach den bekannt gewordenen Anzeigen bereits für die KULTURZEIT von 3SAT als Erste über den Fall. Den hatte bis dato kaum einer wahr genommen, seltsam still verhielten sich die großen Medien. Das änderte sich plötzlich, der Fall wurde zum Skandal und der Generalbundesanwalt trat schließlich von seinen Aufgaben zurück. Bei uns sprechen die Macher von Netzpolitik.org, die digitale Bürgerrechtlerin Anke Domscheit-Berg, der liberale Ex-Innenminister Gerhart Baum und Journalistik-Prof. Johannes Ludwig über den Fall. Nach einem langen Sommer kommen wir nun endlich dazu, den Film in unserer Rubrik “Filme” online zu stellen.

22.07.2015

Wahrheit vor Gericht – Sendung

Kamera

Wenn es nach Hans-Georg Maaßen, dem Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz geht, dann werden sie bald vor Gericht stehen – Whistleblower, die Journalisten in den letzten Monaten geheime Informationen haben zukommen lassen. Drei Strafanzeigen hat der Geheimdienstchef gestellt. Es geht um zwei Veröffentlichungen des Onlinemagazins Netzpolitik.org und einen Artikel der Süddeutschen Zeitung. Netzpolitik schrieb bereits im April darüber, dass laut einem geheimen Haushaltsplan das Bundesamt für Verfassungsschutz die Überwachung des Internets intensivieren wolle. 75 Spione sollen in einer eigenen geheimen Abteilung Chats und Facebook überwachen und auch vor der Auswertung von Massendaten soll nicht Halt gemacht werden. Die Süddeutsche Zeitung konnte den als geheim eingestuften Bericht von Jerzy Montag, den vom Bundestag eingesetzten NSU-Sonderermittler, einsehen und zitierte Teile daraus. Jerzy Montag hatte sowieso eine Veröffentlichung empfohlen, aber die Geheimdienste, deren Informationen er auswertete, hatten dies nicht gut geheißen. Kurzerhand wurde die Pressekonferenz zu seinem Bericht abgesagt. In Montags Bericht geht es um “Corelli”, einen langjährigen Spitzel des Bundesamts für Verfassungsschutz, der unter merkwürdigen Umständen zu Tode kam. Warum genau jetzt diese Anzeigen? Ist es ein Zufall, dass sie zu einem Zeitpunkt kommen, in dem durch eine im Bundestag verabschiedete Verfassungsschutzreform, der Kölner Behörde noch mehr Macht und auch mehr Geld zugesprochen wurden. Einer Behörde, die die skandalösen Vorfälle im Zusammenhang mit der Ceska-Mordserie, immer noch nicht aufgearbeitet hat. Die immer noch nicht erklären konnte, wie es zu all den Fällen von Aktenvernichtung kam und welche Rolle ihre V-Männer tatsächlich in der rechten Szene spielten und spielen?! Wir haben die Blogger und Journalisten von Netzpolitik besucht, sprechen mit Gerhart Baum, dem früheren Innenminister, der Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg, dem NSU-Sonderermittler Jerzy Montag und Professor Johannes Ludwig, der junge Studenten in Hamburg lehrt, wie wichtig Whistleblower für die Aufklärung sind. All dies in der KULTURZEIT am Mittwoch, den 22. Juli 2015 um 19.20 Uhr auf 3SAT.

20.07.2015

Kampf um die Wahrheit – Kritik!

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Unsere Dokumentation “Kampf um die Wahrheit – der NSU und zu viele Fragen”, die von 3SAT und zdf.info gesendet wurde, sorgt für Diskussionen. In Blogs und Foren fragen sich die Zuschauer, warum wichtige Ermittlungen unterblieben, Beweismittel verschwanden, Tatorte manipuliert wurden. Auch der renommierte Fachdienst “epd-medien” bespricht nun unseren Film. Unter der Überschrift “Schnörkellos recherchiert” schreibt Fritz Wolf: “Wenn nur die Hälfte der Fragen, die dieser Film aufwirft, berechtigt ist, dann reicht das schon für größtmöglichstes Misstrauen gegenüber der Arbeit der Behörden.” (…) “Kampf um die Wahrheit ist klassische Verdachtsberichterstattung, schnörkellos recherchiert, sachlich präsentiert, ohne dramatisierende Mätzchen. Die Autoren halten sich an Leute, die selbst den offiziellen Ermittlungen nicht glauben, aus welchen Gründen auch immer, und die auf eigene Faust weiter recherchieren.” (…) Den emotionalen Schwerpunkt des Films liefert die Familie von Florian Heilig, die nicht nur um Sohn und Bruder trauert, sondern auch alles Vertrauen in die Ermittlungsarbeit verloren hat. “Man kann mit einem Fragezeichen keinen Abschluss finden”, sagt die Mutter. Und der Kommentator im Film resümiert: “Viele Fragen. Zu viele Fragen. Sie müssen beantwortet werden”. Wir werden uns weiter um diese Fragen kümmern und nach Antworten suchen.

08.07.2015

Kampf um die Wahrheit – online!

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Unsere viel beachtete Dokumentation “Kampf um die Wahrheit – der NSU und zu viele Fragen” ist jetzt online in unserer Rubrik “Filme”. Die Fragen im NSU-Komplex wachsen. Was passierte am 4.11.2011 als zwei Tote in einem Wohnmobil bei Eisenach gefunden wurden und in Zwickau ein Haus explodierte? Was steckt hinter dem Tod eines wichtigen Zeugen? Unsere Dokumentation lief in Erstausstrahlung bei 3SAt und jetzt auch bei zdf.info. Wir werden weiter an dem Thema bleiben und freuen uns über Hinweise, die uns weiter bringen.

02.07.2015

Kampf um die Wahrheit Sendung!

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Am 04.11.2011 brennt in Eisenach-Stregda ein Wohnmobil. Wenige Stunden später explodiert in Zwickau eine Wohnung. Schon bald vermelden Polizei und Staatsanwaltschaft den Fund diverser Waffen und eines Bekennervideos. Zwei Männer sind tot, eine Frau ist auf der Flucht. Sie stellt sich ein paar Tage später. Alles scheint klar. Die Drei sind das “Terror-Trio”, wie die Boulevardzeitungen titeln, eine rechtsextremistische Terrorzelle namens NSU. Sie sollen verantwortlich sein für die Mordserie an acht türkischen und einem griechischen Bürger und einer Polizistin in Heilbronn. Tatwaffen, Bekennervideo, die Beute aus Banküberfällen all das findet sich im Wohnmobil und in den Trümmern der Wohnung. Seit diesem Tag ist viel Zeit vergangen. Dreieinhalb Jahre später gibt es nicht nur Antworten, sondern auch Fragen. Untersuchungsausschüsse, Journalisten, Blogger und Rechtsanwälte recherchieren die Hintergründe. Sie nehmen auch die Ereignisse des 04.11. unter die Lupe.  Tatorte sollen  überhastet “aufgeräumt” worden sein, so ihr Vorwurf. Sind Beweismittel übersehen, Beweisfotos gar gelöscht worden.  Wir haben einige jener, die Zweifel äußern, mit der Kamera begleitet und die Familie eines jungen Zeugen aus dem NSU-Komplex besucht, der unter mysteriösen Umständen gestorben ist. Gesendet wird unsere neue Dokumentation von 3SAT, am Montag 06.07.2015 um 22.25 Uhr. Auch der Sender zdf.info übernimmt den Film, der dort erstmals am Mittwoch laufen wird.

17.06.2015

Der Cando-Abend

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Wer unsere Filme “Land unter Kontrolle”, “Stammheim 77/12″ und “Buback” bisher nicht gesehen hat oder sie einfach nochmal schauen will, der hat jetzt dazu auf zdf.kultur die Gelegenheit. Alle drei Produktionen werden am Mittwoch, den 17.06.2015 an einem Abend hintereinander gespielt. Selbstverständlich sind sie auch jederzeit hier auf unserer Homepage in der Rubrik “Filme” online abzurufen. “Land unter Kontrolle” läuft um 20.15 Uhr, “Stammheim 77/12″ um 21.00 Uhr und “Buback” um 21.45 Uhr. Wir denken sehr gerne an die intensive Zeit zurück, als wir diese Filme gedreht haben und in die Geschichte der Bundesrepublik eingetaucht sind. Bei unserer aktuellen Produktion über die offenen Fragen im NSU-Komplex müssen wir immer wieder feststellen, dass es in all den Jahrzehnten, die seit dem Mord an dem Generalbundesbundesanwalt Siegfried Buback und den Vorfällen im Stammheimer Gefängnis vergangen sind, Übereinstimmungen gibt, was Staatsräson, Geheimhaltung und Vertuschung angeht. So wie Michael Buback, der Sohn des Generalbundesanwalts Siegfried Buback, an der Wahrheit der Umstände zum Tod seines Vaters gearbeitet hat und immer noch arbeitet, so tun dies auch im NSU-Fall Familienangehörige, Rechtsanwälte, Journalisten und Blogger.

12.06.2015

Kampf um die Wahrheit Schnitt!

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Die Dreharbeiten zu unserer neuen 45minütigen Dokumentation NSUNGELÖST – Kampf um die Wahrheit sind abgeschlossen und das Projekt befindet sich nun im Schnitt. Rund 3 1/2 Jahre ist es jetzt her, dass im Eisenacher Stadtteil Stregda ein Wohnmobil in Flammen aufging. Gefunden wurden darin zwei Leichen – Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Wenig später explodierte eine Haushälfte in der Zwickauer Frühlingsstraße. Innerhalb nur weniger Tage schien eine der größten Mordserien der Bundesrepublik geklärt. Nicht nur die Tatwaffen wurden im Brandschutt gefunden, sondern auch ein vermeintliches Bekennervideo. Doch was oder wer war der NSU? In welcher Form sind staatliche Behörden in den Fall verstrickt? Die Generalbundesanwaltschaft hält weiter an ihrer Dreitäterthese fest, doch viele, die am NSU-Komplex arbeiten zweifeln dies längst an. Der Zweite Thüringer Untersuchungsausschuss untersucht nun erstmals die Vorfälle vom 4. November 2011. Wir waren dabei als vier Feuerwehrleute übereinstimmend aussagten, dass die Toten im Wohnmobil ganz anders als auf den Polizeifotos gelegen hätten, auch habe man keine Waffen gesehen. Wir sprechen mit Politikern, Journalisten, Bloggern und Angehörigen von Zeugen, die unter mysteriösen Umständen zu Tode kamen.  Unser Film wird Anfang Juli auf 3SAT ausgetrahlt.

06.05.2015

Wer sind VLeute – online

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In einem Cut-Down unserer langen ARD-Dokumentation VMANNLAND berichteten wir auch in der Kulturzeit über VLeute im deutschen Rechtsextremismus. Neu in dieser kurzen Reportage ist ein ehemaliger VMannführer, der zum ersten Mal vor der Kamera spricht und das VMANNWesen scharf kritisiert. Das macht auch der Bürgerrechtler Rolf Gössner, den wir für die Reportage besucht haben. Zudem zu sehen, uns zugespielte Dokumente, die zeigen, dass das Bundeskriminalamt schon sehr früh die VMannpraxis der deutschen Geheimdienste kritisierte und von einem regelrechten “Brandstiftereffekt” sprach. Der Film, der am 20. April in der KULTURZEIT von 3SAT lief, ist nun in unserer Rubrik Filme online abrufbar.

28.04.2015

Königreich II – Sendung!

Peter Fitzek

Seit beinahe zwei Jahren verfolgen wir den Aufstieg und Niedergang des selbst ernannten Königs von Deutschland. Ein ehemaliger Koch rief sich 2012 in der Lutherstadt Wittenberg zum Staatsoberhaupt aus und gründete auf einem verlassenen Krankenhausgelände seinen eigenen Staat. Zwischenzeitlich schworen ihm über sechshundert Menschen die Treue, zahlten über eine Million Euro. Peter Fitzek gründete eine eigene Art Krankenkasse und sogar eine königliche Reichsbank, mit der er Renditen versprach, von denen normale Sparer nur träumen. Auch eigene Pässe und Führerscheine ließ er drucken. Doch die bundesdeutschen Behörden fanden die königlichen Umtriebe in Sachsen-Anhalt zunehmend unlustiger und reagierten mit Untersagungen, millionenhohen Strafgeldern und schließlich großen Polizeiaktionen. Zuletzt wurde dem König Ende 2014 von dreihundert Polizeibeamten, Steuerfahndern, Beamten der BaFin und Verwertern sein Königreich ausgeräumt. Mit einer Hand voll Getreuer hält der König in den leeren Räumen aber weiterhin die Stellung und kämpft vor Gericht gegen drohende Haftstrafen. Unsere Reportage “Der König von Wittenberg – eine Monarchie wird abgewickelt” wird in der Reihe “Exakt – die Story” am 29.04.2015 im dritten Fernsehprogramm des MDR um 20.45 Uhr ausgestrahlt.

27.04.2015

VMannland – im RBB!

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Unsere erfolgreiche Dokuemntation VMANNLAND wird erneut ausgetrahltl. Der Rundfunk Berlin Brandenburg sendet die von ihm und dem Norddeutschen Rundfunk in Auftrag gegebene Dokumentation am Dienstag, den 27. April um 22.45 Uhr in seinem Dritten Fernsehprogramm. Der Film hat nicht nur in der Presse, sondern auch der Politik für erneute Diskussionen über das VMannwesen geführt. Uns erreichen zahlreiche Anfragen und Hinweise auf neue Fälle und Geschichten, denen wir nachgehen werden.

22.04.2015

Vmannland – neue Sendetermine!

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Unsere Dokumentation VMANNLAND, die am 20.04.2015 mit großem Erfolg im Ersten Fernsehprogramm der ARD lief, ist am 23.04.2015 zur Primetime um 20.15 Uhr auf dem Digitalkanal tagesschau24 zu sehen. Zudem läuft der Film am 28.04.2015 um 22.45 im Dritten Programm des Senders Radio Berlin Brandenburg, der den Film federführend in Auftrag gegeben hat. Viel Spaß beim Zuschauen.

22.04.2015

VMannland – online!

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Unsere Dokumentation VMANNLAND sorgt immer noch für Diskussionen. Auf zahlreichen Blogs und in Internetforen wird unser Film diskutiert. Wir hoffen, dass er erst der Anfang einer Diskussion über das VMannwesen ist. Ein neues Gesetz, das nun zur Beratung im Bundestag liegt, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die größten Fragen bezüglich Vleuten immer noch nicht beantwortet sind. Wie nah war der Staat mit seinen VLeuten der Mordserie, die der sogenannte NSU begangen haben soll. Warum wurden Akten geschreddert bzw. warum tauchen einige nun ganz plötzlich wieder auf? Und warum wird nicht gefragt, wie eine Behörde bestellt sein muss, wo solch ein “Chao” scheinbar zum Alltag gehört. Wer sind die Verantwortlichen dafür? Und – zu jedem VMann gehört ein VMannführer. Die Ersteren sprechen, nun sind letztere dran und ihre Behörden. Wir recherchieren weiter. Unsere Dokumentation VMANNLAND, die wir im Auftrag des RBB und des NDR für die ARD produziert haben, ist nun in unserer Rubrik Filme anklickbar.

21.04.2015

VMannland – Pressereaktionen!

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Unsere Dokumentation, die am 20.04.2015 im Ersten Fernsehprogramm der ARD lief, schlägt Wellen. Alle großen deutschen Tageszeitungen haben in Vorabberichten oder nachträglichen Fernsehkritiken über den Film geschrieben. Zudem haben wir Interviews in inforadio und RadioEins (beide Radio Berlin Brandenburg), in Hr-Info (Hessischer Rundfunk) und WDR2 (Westdeutscher Rundfunk) gegeben. Hier ein paar Auszüge aus den Artikeln der Kollegen vom Print. Frankfurter Rundschau: “Zu Wort kommen bei dieser Parade des totalen Staatsschutzversagens Akademiker, Politiker, Anwälte – aber vor allem Rechtsextreme und V-Leute selbst. Diese neue Innenperspektive, die endlich mal die abstrakten Spekulationen von außen zugunsten von konkreten Fällen und Schicksalen aufgibt, ist eine essentielle Stärke dieses erschütternden Films. Die Dokumentaristen bleiben dabei angenehm zurückhaltend – sie wissen, dass die Fakten für sich sprechen und keiner sensationalistischen Aufregung bedürfen” Andreas Förster nennt unseren Film in der Berliner Zeitung: “ausgezeichnet recherchiert” und schreibt weiter: “Katja und Clemens Riha erzählen ihren Film nüchtern und geradlinig. Die Dokumentation kommt ohne die fast schon zum Standard gehörenden Mätzchen wie nachgestellte Spielszenen, verfremdete Kamerabilder und dunkel-dräuende Musikcollagen aus. Stattdessen lassen die Autoren ihre Protagonisten zu Wort kommen.” Die FAZ äußert sich auch zu Vmannland: “Es herrscht ein Klima des Verdachts. “Da riecht sehr vieles sehr komisch”, sagt der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele mit Blick auf den Fall eines verstorbenen V-Mannes. Der Film zeigt, woher der Gestank kommt – aus Behörden, die einen V-Mann-Staat im Staat errichten”.  Auch der Berliner Tagesspiegel hat die ARD eingeschaltet und schreibt: “Die in der Dokumentation aufgedeckten Details müssen erschrecken.” und nennt den Film eine “sehenswerte Dokumentation”. Auch der Kritiker der  Süddeutsche Zeitung hat unseren Film gesehen und schreibt: “Verdienstvoll beleuchtet der Film das V-Mann-Wesen.” Und weiter: “Der Film zeigt gut die Untiefen im Spitzel-Geschäft. Der Geheimdienst darf den V-Leuten nicht trauen.” Auch Deutschland Radio Kultur hat unseren Film besprochen. Der Journalist und Schriftsteller Torsten Körner hat ihn für den Sender angesehen: “Der Film ist eine Mentalitätsstudie des Spitzels.” (…) “Da werden Fragen aufgeworfen, die wichtig sind. Fragen, inwieweit darf der Staat solche Leute überhaupt anwerben, inwieweit darf er sie instrumentalisieren und inwieweit darf er sie benutzen, um eigene Machtapparate zu stabilisieren.”

19.04.2015

VMannland – Kulturzeit !

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Auch die Kulturzeit von 3SAT berichtet über Vmannland. Für die Kulturzeit haben wir einige Szenen des Filmes heraus genommen und zudem einen ehemaligen V-Mannführer und den Bürgerrechtler Rolf Gössner zum Thema befragt. Wer vor der langen Dokumentation am Abend bereits einen kleinen Eindruck bekommen will und erfahren möchte, warum das neue Gesetz zum V-Mannsystem nicht ausreichend ist, der schaltet die Kulturzeit ein. Am Montag, den 20.04.2015 um 19.20 Uhr auf 3SAT.

19.04.2015

VMannland – Sendung!

vmann11

Unsere abendfüllende Prime-Time-Dokumentation VMANNLAND über Vleute im deutschen Rechtsextremismus wird nun ausgestrahlt. Schon jetzt gibt es großes Pressinteresse am Film, der vor wenigen Tagen auf einer Presskonferenz erstmals gezeigt wurde. Zur Preview im Berliner ARD-Hauptstadtstudio waren auch Michael von Dolsperg (ehemaliger V-Mann “Tarif”) und der Politologe und Rechtsextremismusexperte Hajo Funke gekommen , die Beide in unserem Film sprechen. Sie stellten sich den Fragen der Reporter. Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Mittelbayrische Zeitung , Junge Welt und Süddeutsche Zeitung berichteten bereits in ausführlichen Zeitungsartikeln über den Film. Ebenfalls wird das ARD-Magazin BRISANT über VMANNLAND berichten. Zudem die Radiosender inforadio (Berlin), hr-info (Hessen), WDR2 (Nordrhein-Westfalen), Radio Eins (Berlin) und DeutschlandRadio Kultur (Berlin). Wir sind gespannt, was es für weitere Reaktionen gibt. Weitere Ausstrahlungstermine in den Dritten Programmen werden wir in den nächsten Tagen mitteilen. Unser Film VMANNLAND läuft am Montag, den 20.04.2015, um 22.45 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehprogramm der ARD.

02.04.2015

Feinde der Demokratie – online!

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Unsere Reportage über die Feinde der Demokratie ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Für 3SAT Kulturzeit haben wir verschiedene Fälle von Übergriffen gegen Journalisten und Politiker nachgezeichnet, mit den Betroffenen gesprochen und Wissenschaftler zu den gesellschaftlichen Hintergründen gefragt.

01.04.2015

Interviews – online!

InterviewNachtwey.Master

Für unseren Beitrag über die Attacken auf Politiker und Journalisten, den wir für 3SAT Kulturzeit gedreht haben, sprachen wir unter anderem mit dem Frankfurter Soziologen Oliver Nachtwey und mit Markus Nierth, dem zurückgetretenen Bürgermeister von Tröglitz. Oliver Nachtwey sieht in den derzeitigen Pegida-Demonstrationen und dem Hass, der sich zunehmend nicht nur im Internet, sondern auch auf der Straße manifestiert, eine regressive Grundstimmung, die weit hinter die Aufklärung zurückgehe. Es gebe den Typus des Autoritären, den man bereits unter den Wutbürgern von Stuttgart21 habe entdecken können, auch wenn es sich dabei um eine solidarische Bewegung gehandelt habe. Markus Nierth musste erleben, wie er in seinem Heimatort Tröglitz ins Fadenkreuz geriet, nur weil er um Verständnis für Flüchtlinge warb. Als eine Demonstration bis vor sein Wohnhaus ziehen wollte, trat er als Bürgermeister zurück, um seine Familie zu schützen. Auszüge aus den Interviews mit Beiden sind nun in unserer Rubrik “Filme” anklickbar.

31.03.2015

Königreich II. – Dreh!

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Für das Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks dokumentieren wir seit über zwei Jahren den Aufstieg und Fall eines “Königreichs”. Das liegt nicht in weiter Ferne, sondern mitten in Deutschland. In der Lutherstadt Wittenberg gründete der gerlernte Koch und einstige Tattoostudiobetreiber und Videothekar Peter Fitzek vor einigen Jahren sein “Königreich Deutschland”. Zwischenzeitlich waren es hunderte Menschen, die mit Peter Fitzek den Traum von einem eigenen Staat verwirklichen wollten. Wir waren das erste Fernsehteam, das der “König” in sein Reich ließ. Seinerzeit entstand eine halbstündige Reportage, die Peter Fitzek unter anderem bei Kampfsportübungen mit seinen “Untertanen” zeigte, dem Inspizieren einer sogenannten Pyrolyseanlage, mit der man durch Müllverbrennung Öl gewinnen wollte und großen Gestank produzierte. Wir waren dabei als der “König”auf der Pannenspur an einem Stau vorbei raste und argumentierte, dass man das mit einem königlichen Führerschein durchaus dürfe. Eigene Nummernschilder, eigenes Geld, eine eigene Bank, Krankenkasse, Ministerien und vieles mehr sollten schon bald, da war man sich sicher, die Bundesrepublik ersetzen. So ganz hat das bis heute aber nicht funktioniert. Zuletzt räumte man in einer groß angelegten Razzia und Beschlagnahmeaktion dem König sein Reich fast gänzlich aus. Nun ist ein sogenannter Abwickler bestellt. Peter Fitzek aber will nicht aufgeben, ruft zu Spenden auf, die er auch bekommt. Unterstützer brachten bereits u.a. neue Computer, ein Gewächshaus, Telefone, Büromaterial. Der König selbst will sich gegenüber uns nicht mehr äußern, andere hingegen schon. Ein paar neue Kapitel aus der Geschichte des Königreichs erzählen wir demnächst in einem weiteren 30Minüter. Die Dreharbeiten dazu haben jetzt begonnen.

31.03.2015

Lehrfilme – Dreh!

Stiftungen

Im Auftrag der Deutschen Stiftungsakademie drehen wir eine Reihe von Lehrfilmen. Eine Moderatorin führt die Zuschauer unter anderem zu einem Stiftungsberater, zum Generalsekretär des Deutschen Stiftungsverbands und zu einer Dame, die darüber nachdenkt, eine Stiftung zu gründen. Keine trockenen Gespräche, sondern lebendige Einblicke in die Welt der Stiftungen. Rund 20.000 gibt es derzeit. Unsere Filme sollen künftige Stiftungsberater auf ihre Tätigkeit vorbereiten und werden später auf der Homepage der Akademie und in Onlinelehrgängen zu sehen sein. Eine sehr spannende Aufgabe für uns und unsere Kameramänner.

31.03.2015

VMannland – Sendung!

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Unser Dokumentation Vmannland wird am 20. April um 22.45 im Ersten Deutschen Fernsehen in der Reihe “Die Story” laufen. Zuvor werden wir interessiereten Pressevertretern den Film vorstellen und uns mit Mitwirkenden der Dokumentation den Fragen stellen. Zeitgleich hat die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg gebracht, das den Einsatz von VLeuten neu regeln soll. Doch reichen die Maßnahmen aus? Wir haben Zweifel daran, dass Institutionen in diesem Bereich noch mehr Macht bekommen sollen, die sich bisher an der Aufklärung der VManneinsätze der letzten Jahrzehnte und vor allem auch im NSU-Umfeld nicht oder nur kaum beteiligt haben. In unserem Film geht es aber nicht um Gesetzesnovellen, sondern vor allem um die Sicht der einstigen V-Leute auf ihre Vergangenheit? Warum wurden sie VMann, wie bewerten sie ihre Einsätze, was glauben sie, warum der Geheimdienst sie angeworben hat? Unser Film ist ein sehr persönlicher Einblick in die Lebensgeschichten ehemaliger VLeute, der für Diskussionen sorgen wird.

31.03.2015

Feinde der Demokratie – Sendung!

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In unserer Reportage “Feinde der Demokratie” zeichnen wir Angriffe gegen Journalisten und Politiker nach. In den letzten Wochen hat es aus dem Umfeld von Pegida, Bärgida & Co. immer neue Hetzparolen gegen die “Mainstreampresse” und die “gelenkte Politik” gegeben. Dabei wird vorgegeben, man vertrete die 99% des “deutschen Volkes”. Was im Internet begann, wird aber nun zunehmend auf der Straße umgesetzt. Bei Demonstrationen wurden Journalisten und Fotografen körperlich angegriffen und Demonstrationsrouten vor die Privathäuser von Politikern verlegt. Als Petra Pau, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, jüngst aus ihrem Fenster schaute, blickte sie einem regelrechten Mob in die Augen, der forderte, sie aufzuhängen. Auch der Bürgermeister des kleinen Örtes Tröglitz drohte solch eine Demonstration. Um seine Familie und sich zu schützen, trat er zurück, sein Fall machte Schlagzeilen, zumal auf rechtsextremistischen Seiten der Rücktritt als Sieg gefeiert wurde und man bereits beratschlagte, vor wessen Haus man denn nun ziehen solle. Wir haben Betroffene besucht und Sozialwissenschaftler und Protestforscher befragt, wie sie sich die derzeitigen Vorfälle erklären. Auf der Berliner “Bärgida”Demo wurden auch wir selbst immer wieder angerempelt, uns wurde mehrmals in die Beine getreten. Erschreckend war vor allem der Hass in den Augen mancher Demonstranten, für die wir das personifizierte Feindbild waren, allein weil wir Kamera und Mikro in den Händen hielten. Unser Film läuft am 01.04.2015 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

31.03.2015

Land unter Kontrolle – Preis!

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Unsere Dokumentation “Land unter Kontrolle” hat den “Surveillance Studies Preis 2015″ bekommen. Die Auszeichnung wird von Telepolis gefördert und vom Hamburger Forschungsnetzwerk Surveillance Studies verliehen. Die Laudatio bei der Festveranstaltung in Hamburg hielt der bekannte Journalistikprofessor Volker Lilienthal. Über unseren Film sagte er unter anderem, dass er einen “analytischen, geschichtsbewussten Blick auf die Vorgeschichte dessen wirft, was wir heute den NSA-Komplex nennen.” Und weiter: “Land unter Kontrolle ist ein Film der Differenzierungen und ohne voreilige Schuldzuweisungen.” Er zeige auch, so Volker Lilienthal weiter, dass nicht nur “Terroristen”, sondern “auch einfache Bürger, die nichts als Aufklärung wollen, aus der Sicht quasi paranoider Dienste beständig unter Verdacht stehen”. Die Anerkennung für unsere Beschäftigung mit der Geschichte der Geheimdienste und der Überwachung hat uns sehr gefreut. Wir danken Volker Lilienthal für seine einfühlsame Laudatio und Nils Zurawaski, dem Initiator des Preises. Er ist uns weiterer Ansporn, solche Filme zu drehen.

 

19.02.2015

VMannland – fertig!

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Dreharbeiten und Schnitt unserer neuen Primetime-Dokumentation  VMANNLAND sind nun abgeschlossen. Der Film wird im April im Ersten Deutschen Fernsehen in der Reihe “die Story” laufen und wurde vom Norddeutschen Rundfunk und dem Rundfunk Berlin Brandenburg in Auftrag gegeben. Wir danken allen Beteiligten. Viele von ihnen haben zum ersten Mal über ihre Vergangenheit als V-Mann gesprochen. Wie lief die Anwerbung? Warum entschieden sie sich seinerzeit, für den Geheimdienst zu arbeiten? Wie denken sie heute darüber? Viele der ehemaligen V-Männer wollen ihre Geschichte nun aufarbeiten. Die Interviews und Dreharbeiten mit uns waren für sie ein erster Schritt dazu. Auf so viel Offenheit sind wir bei den Geheimdiensten leider nicht gestoßen. Weder das Bundesamt für Verfassungsschutz noch das Bundesministerium des Inneren wollen uns ein Interview zum Thema geben und auch die Landesämter für Verfassungsschutz waren bis auf eine Ausnahme nicht bereit dazu, sich unseren Fragen zu stellen.

02.12.2014

König ohne Reich – Sendung!

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Für “EXAKT – das Magazin” (MDR) waren wir erneut im “Königreich Deutschland”. Das liegt in der Lutherstadt Wittenberg. Vor rund zwei Jahren hat dort der ehemalige Koch Peter Fitzek seinen eigenen Staat gegründet – mit Fahne, Währung, eigenen Kennzeichen und Führerschein. Eine Gruppe von derzeit rund dreißig Menschen lebt mit dem selbst ernannten Staatsoberhaupt zusammen. Mit ihnen eröffnete Peter Fitzek mitten in der Stadt seine “Königliche Reichsbank” und unterhielt auch eine Krankenkasse. Das aber durfte er nicht, sagt nun die Staatsanwaltschaft Dessau und hat ihn angeklagt. Einen Tag vor dem Gerichtstermin weckt den “König von Wittenberg” die Polizei. Hundert Beamte durchsuchen das gesamte “Königreich” und es kommt noch schlimmer. Die Bankenaufseher der BaFin setzen einen Verwalter ein, der Fitzeks Unternehmungen nun abwickeln soll. Als erste Amtshandlung lässt er die Bank komplett räumen und auch auf den anderen Grundstücken des Königreichs fahren schwere LKW und sogar Radlader vor. Ist das das Ende?! Peter Fitzek sagt, dass er künftig noch “krasser” werden wolle. Unser Film vom “Krieg” im Königreich – in EXAKT, das Magazin, 03.12.2014 um 20.15 Uhr im MDR.

22.10.2014

Wenn Fahrer flüchten – Sendung!

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Für EXAKT – die Story, das 30minütige Reportageformat des MDR, beschäftigen wir uns mit dem “Phänomen” Fahrerflucht. Was bedeutet es für Opfer und Angehörige, wenn Unfallverursacher flüchten? Oft sind es Sekundenbruchteile, die darüber entscheiden, ob ein Unfallfahrer aussteigt oder sich seiner Verantwortung entzieht. Vom Bagatellschaden bis hin zum Unfall mit Todesfolge haben wir mit Unfallbeteiligten, Experten und Ermittlern gesprochen. Die Strafen sind empfindlich und nicht immer ist ein Unfallflüchtiger auch wirklich einer, weshalb verstärkt auch Gutachter das Unfallgeschehen wissenschaftlich überprüfen Unsere Dreharbeiten beginnen nun. Der Film läuft am 29.10.2014 um 20.45 Uhr in der Reihe EXAKT – die Story im Programm des MDR.

22.10.2014

Starkes Image – online!

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Die Imagefilme für das Laspée-Stipendium der Herbert Quandt-Stiftung sind jetzt online und in unserer Rubrik “Filme” anklickbar. Sie zeigen eine lebendige Schule und Schüler, die fern von zu Hause gemeinsam leben und lernen. Unsere Filme zeigen einen sehr persönlichen und nahen Ausschnitt aus dem Leben der Schüler. Interessenten am Stipendium sehen, wie ihr Leben an der neuen Schule “Schloss Hansenberg” aussehen könnte.

06.10.2014

Starkes Image

LernenaufHansenberg

Im Auftrag der Herbert Quandt-Stiftung haben wir jetzt die neue Imagekampagne für das von der Stiftung vergebene Laspée-Stipendium fertig gestellt. In drei Filmen wird das Leben, das Lernen und das Engagement am berühmten Internat “Schloss Hansenberg” gezeigt. Eine Woche verbrachten wir gemeinsam mit den Internatsschülern und zeigen nun, was es heißt, fern von zu Hause zu lernen und zu leben. Die Filme werden demnächst im Internet auf den Seiten der Herbert Quandt-Stiftung und des Internats präsentiert und sollen Werbung für das Stipendium machen. Die Herbert Quandt-Stiftung finanziert jährlich fünf Schülern den Aufenthalt auf “Schloss Hansenberg”.

24.09.2014

Interviews zum Fall Thein – online!

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Wir haben zwei unserer Interviews, die wir zum Fall Thein geführt haben in Auszügen nun online gestellt. Hajo Funke, Politologe aus Berlin, ist einer der profundesten Kenner des NSU-Komplex. Er fordert weitere Aufklärung, was die Tätigkeiten des Verfassungsschützers Martin Thein angeht. Gerd Dembowski, Fußballfanforscher und bei der Fifa für Antirassismus verantwortlich, hat den Verfassungsschützer als Wissenschafter kennen gelernt und fragt sich nun, war er ein interessierter Wissenschaftler oder hatte er einen geheimdienstlichen Auftrag. Auch spricht er darüber, warum der Fußball für Geheimdienste und die Sicherheitsindustrie interessant ist. Beide Interviews sind nun in unserer Rubrik Filme online abrufbereit.

24.09.2014

Spion in der Wissenschaft – online

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Unser Film über den Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz, der als Wissenschaftler in der rechtsextremen Szene und unter Fußballfans recherchierte, ist nun online in unserer Rubrik Filme abrufbar. Wir werden weiterhin versuchen, Antworten auf die Fragen, die in diesem Fall bestehen, zu finden.