18.05.2020

Pfandleihhaus – online

LetzteRettungPfandleihhaus

Unsere ZDF-Reportage “Letzte Rettung Pfandleihhaus” ist am Sonntag, den 17.05.2020 mit großem Erfolg im ZDF gelaufen. Wir haben noch einmal die Pfandleiher besucht, bei denen wir im letzten Jahr waren. Wie hat sich Corona auf ihren Job ausgewirkt, kommen nun andere Kunden? Brauchen sie die Dienste der Pfandleiher mehr als früher? Wie einfach oder schwer fällt das Auslösen der Pfänder. Unser Film aus Recklinghausen und Neumünster ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

14.05.2020

Pfandleihhaus – Sendung

LetzteRettungPfandleihhaus

Bereits vor einem Jahr haben wir Pfandleihhäuser in Recklinghausen und Neumünster für die ZDF-Reportage besucht. Nun, mitten in der Coronazeit, waren wir wieder dort. Im Pfandleihhaus Schumachers und im Autopfandleihhaus Goldjungs in Neumünster durften auch während des Shutdowns öffnen, da sie für viele Menschen wie eine Bank und überlebenswichtig sind, wenn das geld knapp wird. Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Pfandleiher und ihre Kunden aus? Anders als gedacht. Derzeit lösen ungewöhnlich viele Kunden ihre Pfänder wieder aus, was sie sonst nicht schaffen. Warum das so ist? Am Sonntag, den 17. Mai um 18.00 Uhr im ZDF gibt es die Antwort in unserer Reportage “Letzte Rettung Pfandleihhaus”

14.05.2020

Nach Corona – online

wirtschaft

Unser Diskussionsbeitrag über die Wirtschaft nach Corona ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Ein Wirtschaftsforscher meint darin, dass nun, da der Staat mit einer ungeheuren Autorität Maßnahmen durchsetze, alles möglich sei, was den Umbau der Gesellschaft angehe. Kevin Kühnert warnt vor Gelbwestenbewegungen auch in Deutschland, wenn die Wirtschaft nach Corona die Spanne zwischen reich und arm immer weiter auseinander gehe. Und ein Soziologe, der auf dem Land in Brandenburg die Schafe füttert, würde gerne Superreiche mit einer 80 – 90prozentigen Steuer zum solidarischen Beitrag an den Coronafolgen verpflichten. Unser Film lief in der KULTURZEIT von 3SAT.

14.05.2020

Nach Corona – Sendung

wirtschaft

Wie soll die Wirtschaft nach Corona aussehen? Eine Petition, die im Internet hunderttausende bereit unterschrieben haben, fordert ein Grundeinkommen für die nächsten sechs Monate. So könne den Menschen die wirtschaftlichen Sorge genommen und die Wirtschaft wieder angeschoben werden. Kevin Kühnert, der im letzten Jahr die Vergesellschaftung großer Konzerne fordert, wundert sich, dass nun angesichts der Krise auf breiter Ebene über den staatlichen Einstieg in Wirtschaftsunternehmen diskutiert wird. Was dann aber nicht sein könne, dass diee Unternehmen dennoch Milliardenausschüttungen an ihre Aktionäre vornehmen. Wir haben mit Wirtschaftsforschern, Politikern und einer Schneiderin von Korsetts gesprochen. Unser Film läuft in der KULTURZEIT von 3SAT am 29.04.2020 um 19.20 Uhr

15.04.2020

Die neue Grenze – online

Grenze

Unsere Reportage von der neuen innerdeutschen “Grenze” zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, über die wir für die KULTURZEIT von 3SAT berichtet haben, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir werden weiter beobachten, wie das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit der Schriftstellerin Monika Maron umgeht, die “ausgewiesen” werden soll, weil sie hier in einem kleinen Häuschen als Zweitwohnsitz lebt.

14.04.2020

Interview mit Bijan Moini

Moini

Für unseren Film “Abschied vom Grundgesetz” haben wir mit dem Berliner Rechtsanwalt Bijan Moini von der Gesellschaft für Freiheitsrechte ein Interview geführt. Was wird der Verlust dieser Rechte für Folgen haben? Wie sollte jetzt die Regierung handeln? Und welche dauerhaften Gefahren gibt es für die Demokratie? Antworten in diesem Interviewauszug.

14.04.2020

Interview mit Monika Maron

Maron

Für unseren Film über die neuen Grenzen innerhalb Deutschlands haben wir die Schriftstellerin Monika Maron in Vorpommern besucht. Dort hat sie seit beinahe vierzig Jahren ihren Zweitwohnsitz. Doch nun stand mitten in der Nacht die Polizei an ihrer Haustür und forderte sie dazu auf, das (Bundes)Land zu verlassen. Ein sogenannter “Ausweisungsbeschluss” wurde formuliert. Wie sie über den den und so manche Maßnahme gegen Corona denkt, dazu sprach sie mit uns im Interview. Auszüge daraus sind nun in unserer Rubrik “Filme” online.

14.04.2020

Die neue Grenze – Sendung

Grenze

Für die KULTURZEIT von 3SAT waren wir zu Ostern an der neuen Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hier wird schnell klar, dass der Föderalismus nicht immer die richtigen Antworten auf die gegenwärtige (Corona)Krise hat. Polizisten winken ortsfremde Autos aus dem Verkehr. Passieren darf nur der, der hier Arbeit hat oder seine “Kernfamilie” besuchen will. Nur ist die Definition dieser “Kernfamilie” in jedem Bundesland anders. Hier aber gilt nur die von Mecklenburg-Vorpommern. Beinahe jedes Bundesland hat weitere eigene Regelungen. Während in Mecklenburg-Vorpommern die Baumärkte geschlossen sind, sind sie in Brandenburg offen. Dafür sind dort die Blumenläden zu und im Nachbarland nicht. Mecklenburger dürfen nach Brandenburg, Brandenburger aber nicht nach Mecklenburg. In manchen Gemeinden will man deshalb nun Bewohner nicht mehr in die nächstgelegene große Stadt lassen, weil die in einem anderen Bundesland liegt. Und die bekannte Schriftstellerin Monika Maron hat gar einen Ausweisungsbeschluss amtlich zugestellt bekommen, auf dass sie das (Bundes)land umgehend verlasse. Ansonsten fallen 2000,- Euro und weitere Strafen an. Sie wohnt seit beinahe vierzig Jahren über mehrere Monate an ihrem Zweitwohnort. Hier entstanden auch einige ihrer erfolgreichsten Romane. Nun fordert sie dazu auf, Widerstand zu leisten gegen willkürliche und unsinnige Einschränkungen von Freiheits- und Grundrechten. Und der Bürgermeister einer der betroffenen Gemeinden hofft auf bundesweit einheitliche Regelungen. Neben all dem werden wir von diesem Dreh vor allem die menschenleere Autobahn nicht mehr vergessen, auf der wir viele Kilometer das einzige Auto waren. Unser Film läuft am 14. April 2020 in der Kulturzeit von 3SAT.

09.04.2020

Abschied vom Grundgesetz – online

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Unser Film über den “Abschied vom Grundgesetz” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Er hat unter den Zuschauern der Kulturzeit für reichlich Debatte und für Post gesorgt. Das Thema, inwieweit in Coronazeiten wesentliche Grundrechte auf diese Art und Weise eingeschränkt oder gänzlich außer Kraft gesetzt werden dürfen, beschäftigt nun auch andere Medien.

06.04.2020

Abschied vom Grundgesetz

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Rund drei Wochen verzichtet Deutschland nun auf wesentliche Grund- und Freiheitsrechte. Vor allem die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Nur aus triftigem Grund dürfen die Menschen das Haus verlassen. Zu einer Demo zu gehen, gehört nicht dazu. Klopapier kaufen, das darf man. Das wollen der freie Journalist und Autor Anselm Lenz und seine Mitstreiter nicht akzeptieren und organisieren nun jeden Samstag eine sogenannte Hygienedemo, bei der der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten werden soll. Das Coronavirus hält er für nicht so schlimm wie berichtet würde. Die Behörden und vor allem die Polizei sehen das anders und halten bereits Stunden vor der Demonstration den Platz regelrecht besetzt. Aber auch unter renommierten Staats- und Verfassungsrechtlern, die das Virus durchaus ernst nehmen, macht sich Skepsis und Kritik breit Sind wirklich alle harten Maßnahmen berechtigt? Wie kann es sein, dass Baumärkte geöffnet, aber die freie Meinungsäußerung durch Demonstrationen verboten bleibt. Und sie fragen sich, werden die Menschen nach dieser Krisenerfahrung staatgläubiger und bereit dazu sein, auf Freiheitsrechte auch in anderen Situationen zu verzichten. Wir waren am Samstag bei der Demonstration in Berlin und haben u.a. mit dem Zeithistoriker René Schlott und dem Kirchen- und Staatsrechtler Hans Michael Heinig gesprochen. Unser Film läuft am Montag, den 6. April auf 3SAT in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr.

01.04.2020

Kunst und Verbrechen – online

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Unser Film über das neue Buch “Kunst und Verbrechen” der Journalisten Tonias Timm und Stefan Koldehoff ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der für 3SAT Kulturzeit gedrehte Film musste wegen der aktuellen Corona-Krise von der Redaktion mehrere Wochen geschoben werden. Er stammt noch aus einer Zeit, in der wir uns alle frei bewegen konnten, es Kunstmessen gab und Interviews, die man nicht via Facetime, sondern von Angesicht zu Angesicht führte. Das scheint mittlerweile so weit entfernt.

31.03.2020

Kunst und Verbrechen – Sendung

KunstundVerbrechen

Einbrüche in Museen, gestohlene Kunst aus dem öffentlichen Raum, gefälschte Millionengemälde und undurchsichtige Bargeldgeschäfte und Geldwäsche. Wer glaubt, die Kunstwelt hätte mit Verbrechen nichts zu tun, der hat nicht das neue Buch von Tobias Timm und Stefan Koldehoff gelesen. Die beiden Journalisten erzählen vom Goldmünzenraub im Bodemuseum, von einer scheinbar sensationellen Riesensammlung expressionistischer Kunst, von einer gestohlenen goldenen Toilette, von vielen kleinen und großen Verbrechen. Wir haben uns mit Tobias Timm in der Berliner Nacht auf die Spuren der Museumsräuber begeben und Stefan Koldehoff auf einer der luxuriösesten Kunstmessen der Welt in Maastricht getroffen. Zudem haben wir den Berliner Polizisten René Allonge besucht, dessen Büro im Berliner Landeskriminalamt einer Galerie gleicht. Nur dass die Gemälde bei ihm an der Wand allesamt gefälscht und aus dem Verkehr gezogen sind. Auch Bilder des bekannten -Ex-Fälschers Wolfgang Beltracchi hängen hier.Die Berliner Kunstfahnder waren maßgeblich an seiner Ergreifung beteiligt. Unser Film zum Buch “Kunst und Verbrechen” sollte bereits vor zwei Wochen laufen und wurde dann aufgrund von Corona aus dem Programm genommen. Nun läuft er am Dienstag, den 31. März um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT von 3SAT.

31.03.2020

Coronareportage – auf Phoenix

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Unsere Reportage über den Alltag der Berlin in Zeiten von Corona läuft am Dienstag, den 31. März 2020 um 21.45 auf Phoenix. Alle, die noch keine Gelegenheit hatten, unseren Film im Fernsehen zu sehen, die können jetzt noch einmal einschalten. Oder in unserer Rubrik “Filme” jederzeit schauen.

29.03.2020

Coronareportage – online

RBBReporterCoronaMASTER

Unserer Reportage “Wie Corona unser Leben verändert” für das Format “RBB-Reporter” lief am Samstag, den 28. März, mit einer sehr guten Quote von 14,3 % im Fernsehen des RBB. Nun ist der Film auch in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Wir danken den Protagonisten, dass sie in dieser schweren Zeit Vertrauen zu uns hatten und wir sie mit unserer Kamera begleiten durften. Wir werden auch in diesen schweren Zeiten weiterhin Geschichten suchen und erzählen.

27.03.2020

Wie Corona unser Leben verändert

RBBReporterCoronaMASTER

Wir waren die letzten zwei Wochen in keinem Homeoffice, sondern unterwegs in Berlin und danach im Schneideraum. Entstanden ist daraus die 30minütige sehr persönliche Reportage “Rbb-Reporter: Wie Corona unser Leben verändert”. Wir dokumentieren im Film auch unser eigenes Leben in diesen Krisenzeiten. Was, wenn plötzlich die Schulen geschlossen sind und die Kinder ihr Lernen selbst organisieren müssen?! Das fragt sich auch Familie Kuran. Der Unternehmer für Fassadengestaltung, der normalerweise zwischen Istanbul und Berlin pendelt, muss nun seinen Betrieb vom häuslichen Wohnzimmer leiten. Doch in dem arbeitet auch noch seine Frau und die drei Kinder sind auch da. Das “Metzer Eck” ist eine der Berliner Traditionskneipen. Bis vor zwei Wochen musste sich Besitzerin Sylvia Falkner keine Sorgen machen. Einen Platz bekam man oft nur, wenn man rechtzeitig reservierte. Doch dann blieben die Tische leer und schließlich wurde verfügt, dass Restaurants und Kneipen generell schließen müssen. So etwas gab es noch nie. Seit 1913 hat das “Metzer Eck” geöffnet, zwei Weltkriege überstanden und die DDR-Planwirtschaft. Wie geht es jetzt weiter? Wirtschaftliche Sorgen plagen auch den Friseursalon “Rouge und Blond”. In normalen Zeiten wartete man wochenlang auf einen freien Termin, nun müssen sich die zwei Besitzerinnen mit Kurzarbeitergeld und Anträgen für Staatshilfen beschäftigen. Und wie geht es den Menschen, deren Leben schon vor der Krise nicht einfach war. Das weiß Bernd Siggelkow von der “Arche” in Berlin-Hellersdorf. Seit fünfundzwanzig Jahren versorgen er und sein christliches Hilfsprojekt Kinder aus benachteiligten Familien. Und auch er muss jetzt temporär schließen. Doch die Eltern sind auf das kostenlose Mittagsessen für ihre Kinder oft angewiesen und für die Kinder ist die “Arche” ein zweites Zuhause. Wir waren bei der letzten großen Kinderparty dabei und sind mit den Helfern unterwegs, wenn Sie nun zu den Familien nach Hause fahren und Hilfsgüter verteilen. Nicht leicht für sie und auch nicht für die Kinder – denn die Haustürschwelle dürfen sie nun nicht mehr überschreiten. Zu groß wäre die Ansteckungsgefahr.Unsere Beobachtungen aus einer Woche, in der sich unser Leben und das Leben aller Berliner völlig verändert hat – am Samstag, den 27. März, im Fernsehen des RBB um 19.00 Uhr.

11.03.2020

Kunst und Verbrechen – Sendung

KunstundVerbrechen

Einbrüche in Museen, gestohlene Kunst aus dem öffentlichen Raum, gefälschte Millionengemälde und undurchsichtige Bargeldgeschäfte und Geldwäsche. Wer glaubt, die Kunstwelt hätte mit Verbrechen nichts zu tun, der hat nicht das neue Buch von Tobias Timm und Stefan Koldehoff gelesen. Die beiden Journalisten erzählen vom Goldmünzenraub im Bodemuseum, von einer scheinbar sensationellen Riesensammlung expressionistischer Kunst, von einer gestohlenen goldenen Toilette, von vielen kleinen und großen Verbrechen. Wir haben uns mit Tobias Timm in der Berliner Nacht auf die Spuren der Museumsräuber begeben und Stefan Koldehoff auf einer der luxuriösesten Kunstmessen der Welt in Maastricht getroffen. Zudem haben wir den Berliner Polizisten René Allonge besucht, dessen Büro im Berliner Landeskriminalamt einer Galerie gleicht. Nur dass die Gemälde bei ihm an der Wand allesamt gefälscht und aus dem Verkehr gezogen sind. Auch Bilder des bekannten -Ex-Fälschers Wolfgang Beltracchi hängen hier.Die Berliner Kunstfahnder waren maßgeblich an seiner Ergreifung beteiligt. Unser Film zum Buch “Kunst und Verbrechen” am Donnerstag, den 12. März, um 19.20 Uhr in 3SAT KULTURZEIT. Aus aktuellem Anlass wurde der Film leider aus dem Programm genommen – Corona.

06.03.2020

Kentler Experiment – online

Kentlersynch

Unser Film über das menschenunwürdige “Kentler-Experiment”, den wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Zwei Missbrauchsopfer haben den Mut und die Stärke gefunden, mit uns über ihre Zeit bei einem Pädophilen zu sprechen. Ende der 1960er Jahre richtete der Sexualforscher Helmut Kentler zusammen mit dem Berliner Senat Pflegestellen bei pädophilen Männern ein. Sie seien besonders geeignet, sich um Kinder aus schwierigen Familien oder der Obdachlosigkeit zu kümmern. Jahrzehntelang kümmerte sich niemand um diese skandalöse Praxis. Nun klagen die Opfer an.

06.03.2020

Kentler-Experiment – Sendung

Kentlersynch

Es begann Ende der 1960er Jahre. Deutschlands damals bekanntester Sexualforscher Helmut Kentler beriet den Berliner Senat bei der Einrichtung von Pflegestellen für Minderjährige. Jungen, die obdachlos waren oder am Berliner Zoo in der Drogen- und Stricherszene verkehrten, sollten einen Weg zurück in die Normalität finden. Aber das ausgerechnet bei Männern, die pädophil waren. Sie seien, so Helmut Kentler, besonders geeignet, sich um die Jungen zu kümmern. Die Politologin Teresa Nentwig, die sein sogenannte Kentler-Experiment seit Jahren untersucht, spricht von einem “Tauschgeschäft”. Die Männer, zumeist einfache Hausmeister, bekamen Sex mit Minderjährigen, die Minderjährigen ein Dach über dem Kopf und regelmäßiges Essen. Was bisher unbekannt war. Das Experiment dauerte bis in die 2000er Jahre. Wir haben mit zwei Opfern gesprochen. Ein ehemaliges rumänisches Straßenkind, das an der Gedächtniskirche aufgegriffen wurde und ein Kind aus einer schwierigen Familie. Beide wurden sie an Fritz H. gegeben und erlebten bei diesem ein Martyrium. Jahrelanger Missbrauch, Vergewaltigungen. Vom Jugendamt kümmerte sich niemand. Helmut Kentler aber, der selbst auch Pflegesöhne hatte, hielt wöchentlich Kontakt, schrieb gefällige Gutachten. Nun klagen die beiden an, wollen wissen, wer verantwortlich war. Verantwortlich auch für den Tod ihres Pflegebruders. Den schwer mehrfach behinderten Jungen hatte Fritz H. aus dem Krankenhaus geholt. Er starb völlig unterernährt mit 21 Jahren. Unser Film, in der KULTURZEIT am 05. März 2020 um 19.20 Uhr!

29.02.2020

Klimaangst – online

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Unser Beitrag über die Klimaangst, der in der KULTURZEIT von 3SAT lief, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online verfügbar. Der Film hat nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch innerhalb der Klimabewegung für einige Diskussionen gesorgt. Wir werden beobachten, wie es nicht nur mit dem Klima, den Protesten, sondern auch der Angst in den nächsten Monaten weiter gehen wird.

29.02.2020

Klimaangst – Sendung

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Im angloamerikanischen Raum ist schon seit geraumer Zeit von der “Climate Anxiety”, der Klimaangst, die Rede. Nun gibt es seit kurzer Zeit auch in Deutschland mit den “Psychologists for future” eine Gruppe von Psychotherapeuten, die sich um das Thema kümmert. Auf Ihrer Seiten empfehlen sie Menschen, die der Klimawandel und seine Auswirkungen derart beängstigt, dass sie Probleme haben, ihr normales Leben zu führen, bsp. “regelmäßige Mahlzeiten” und einen geregelten Tagesablauf einzuhalten. Auch sei es sinnvoll, sich durchaus auch einmal mit guten Nachrichten und nicht ausschließlich Katastrophenmeldungen zu beschäftigen. Dass Protestbewegungen teilweise auch bewusst mit Ängsten spielen, dass weiß Protestforscher Dieter Rucht. So sei auch in den 1980ern Jahren die Angst groß gewesen, der deutsche Wald könne komplett sterben oder der Atomtod sei nicht mehr abwendbar. Aus Angst erwachse aber auch Energie, so sagt er. Die Fridays for future Bewegung” hat Filme drehen lassen, in denen die Apokalypse schon einmal inszeniert wird. Ertrunkene Menschen, durch das heisse Klima entstellte Menschen. Bei sogenannten “Die-Ins” nimmt man den eigenen “Klimatod” schonmal vorweg, dazu heult die Sirene. Auch das hat Wirkung bei den eigenen Mitgliedern. Seit wenigen Tagen online ist die Seite www.klimaangst.de, die mit einem Onlinetest den Nutzer erst einmal heraus finden lassen will, ob er denn an Klimaangst leidet. Dann gibt man Tipps, wie man mit dieser Angst umgehen sollte. Unser Film läuft am Dienstag, den 25.02.2020 um 192.0 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

07.01.2020

Der General muss weg – online

Buback

Unser Film über das neue Buch von Michael Buback und seiner Frau Elisabeth, den wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Für uns war das Treffen mit den Beiden mit viel gemeinsamen Erinnerungen verbunden. In den Jahren 2010-2012 haben wir die Bubacks dokumentarisch mit der Kamera begleitet. Mutig haben Sie all die Monate vor Gericht um Aufklärung gekämpft und sich gegen viele Widerstände zur Wehr gesetzt. Wie sie diese Zeit erlebten und welche Schlüsse sie aus dem Prozess ziehen, all das findet sich in seinem lesenswerten Buch.

06.01.2020

Der General muss weg – Sendung

Buback

Über zwei Jahre haben wir Michael Buback bei seinem Kampf um die Wahrheit begleitet. Als ihm der Ex-Terrorist Peter-Jürgen Boock 2007 erzählte, dass der wahre Mörder seines Vaters Generalbundesanwalt Siegfried Buback, nie für die Tat bestraft wurde, begann er Fragen zu stellen und auf eigene Faust zu ermitteln. Er traf sich mit Zeugen des Attentats von 1977, befragte ehemalige Ermittler und auch Ex-Terroristen. Seine Recherchen führten ihn schließlich zu der EX-Terroristin Verena Becker. Die ehemalige RAF-Terroristin arbeitete spätestens seit 1981 mit dem Verfassungsschutz zusammen. Könnte es sein, dass gegen sie nie wegen des Attentats ermittelt wurde, weil es eine schützende Hand für sie gab? Alle Indizien, die Michael Buback fand, deuten auf eine Frau auf dem Sozius des Tatmotorrads, die die tödlichen Schüsse abgab. Doch auch bei dem Prozess gegen Verena Becker lautete der Urteilsspruch schließlich nur auf Beihilfe zur Tat. Ungewöhnlich scharf wurde Michael Buback von Bundesanwaltschaft und Gericht im Prozess angegriffen. Aus unserer dokumentarische Begleitung entstand in den Jahren 2010 bis 2012 das 14teilige STAMMHEIM-TAGEBUCH in der KULTURZEIT und später der Dokumentarfilm BUBACK (3SAT/zdf.info). Nun haben Michael Buback und seine Frau über diese Zeit und das Leben und Arbeiten des ermordeten Generalbundesanwalts ein neues Buch (“Der General muss weg. Siegfried Buback, die RAF und der Staat”) geschrieben. Im Januar dieses Jahres wäre Siegfried Buback 100 Jahre alt geworden. Er wurde nur 57. Wer ihn erschoss bleibt vor Gericht bis heute ungeklärt. Unser Besuch bei Michael Buback und seiner Frau Elisabeth, in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr am Montag, den 06. Januar 2020.

09.12.2019

Meinungs(un)freiheit – online

Meinungs(un)freiheit.MASTER.MIX

Unsere Reportage über die Diskussionen um die Meinungsfreiheit ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Für die KULTURZEIT waren wir an der Hamburger Universität, an der es Ärger um die Professur des AFD-Gründers Bernd Lucke gibt. Zudem haben wir geschaut, wie der zweite Besuch des ehemaligen Innenministers Thomas de Maiziere beim Göttinger Literaturherbst verläuft. Den ersten Auftritt konnte er nicht wahrnehmen, weil ihm Demonstranten den Eingang verwehrten. Auch haben wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Eric Wallis gesprochen, der erlebte, was passiert, wenn Mitglieder der “Identitären Bewegung” den Hörsaal stürmen und man ihnen einfach anbietet, zu diskutieren. Das alles ordnet der Publizist Bernd Stegemann ein und Romy Jaster vom “Forum für Streitkultur” fordert an deutschen Universitäten. mehr Raum für kontroverse Diskussionen

03.12.2019

Meinungs(un)freiheit – Sendung

Meinungs(un)freiheit.MASTER.MIX

In Hamburg stürmen Studierende eine Vorlesung. Der Professor wird niedergeschrien und geschubst. “Nazischwein”, “es gibt kein Recht auf Nazipropaganda” hallt durch den Hörsaal. Dass Bernd Lucke, Gründer der AFD, an seine alte Arbeitsstelle als Professor für Volkswirtschaft zurückgekehrt ist, wollen sie nicht hinnehmen. Zwei Vorlesungen gehen im Chaos unter. Nun sichert eine Hundertschaft die Veranstaltung, Studenten müssen durch eine Personenkontrolle, bevor sie lernen können. Ein großes Polizeiaufgebot auch in Göttingen. Hier versuchte vor ein paar Wochen der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere innerhalb des “Göttinger Literaturherbstes” aus seinen politischen Erinnerungen vorzulesen. Doch dem stellten sich Demonstranten entgegen, darunter auch “Fridays for Future”. Sie warfen de Maiziere vor, für den Flüchtlingsdeal mit der Türkei verantwortlich zu sein, den sie ablehnen. Sie ließen weder den Autor, noch die Zuschauer in den Saal. Die Polizei kapitulierte, die Veranstaltung musste abgesagt werden. Beide Fälle trugen maßgeblich dazu bei, dass eine Diskussion um die Meinungsfreiheit entbrannte. Bestimmen zunehmend einzelne Gruppen den Diskurs? Wird versucht, anderen den Mund zu verbieten. Die Diskussion wird jedoch auch instrumentalisiert. Vor allem von ganz rechts ist zu hören, dass Meinungskorridore enger würden und manches nicht mehr gesagt werden dürfe. Doch nicht jeder, der derart die Meinungs-un-freiheit kritisiert, ist auch wirklich für Meinungsfreiheit. Unser Film dazu in der KULTURZEIT am Dienstag, den 03. Dezember 2019 um 19.20 Uhr auf 3SAT.

25.10.2019

Partei ohne Volk – Sendung

PARTEIOHNEVOLKNASTER.MIX

An diesem Wochenende kommt es zu den letzten Landtagswahlen des Jahres und für die Volksparteien sieht es wieder einmal gar nicht gut aus. Vor allem für die SPD. Für die wird es wohl wieder einmal ein historisch schlechtestes Ergebnis geben. Auch die Kandidatenkür zum SPD-Bundesvorsitz, die nun endet, lief nicht wie man es sich vorgestellt hatte. Die Beteiligung der Parteimitglieder ist schlecht.
Wir fragen, was wird aus den einst so großen Volksparteien und was bedeutet ihr (Ver)Schwinden für unsere Gesellschaft und die politischen Verhandlungsprozesse. Der Chef von FORSA sieht bereits das Ende der SPD kommen und wirft den Politikern Realitätsverlust vor. Wolfgang Tiefensee, einst Bundesminister einer erfolgreichen SPD unter Kanzler Schröder und nun thüringischer Spitzenkandidat, hofft auf ein Wunder, wohingegen einer der SPD-Wahlkämpfer der letzten Jahre meint, dass jede Partei in Deutschland Spitzenergebnisse erzielen könnte, wenn sie denn nur einen Charismatiker an der Spitze hätte. So einen wie Sebastian Kurz, der die ÖVP regelrecht gekapert hat, wie uns der Politologe Herfried Münkler erzählt. Der hat jetzt ein außerordentliches Buch geschrieben, in dem er nach Wegen aus der Krise der Demokratie sucht und neue Formen politischer Teilhabe empfiehlt. So zum Beispiel ein Losverfahren, das jeden Bürger zwingend zur Mitarbeit an Entscheidungen verpflichtet.
All das und mehr – in der KULTURTZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr am Freitag, den 25. Oktober.

10.10.2019

In den Naturgewalten – online

KlimakuenstlerMaster.MIX

Unsere Reportage über den Künstler Julius von Bismarck und seine Arbeit in Waldbränden, Orkanen und in Gewittern ist jetzt in unserer Rubrik Filme online.

10.10.2019

Die Klimakämpfer – online

XRMASTER.Final.Mix

Unsere Reportage über die radikale Umweltbewegung “Extinction Rebellion”, die wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist jetzt in unserer Rubrik Filme online.

09.10.2019

Die Klimakämpfer – Sendung

XRMASTER.Final.Mix

Die Gruppe “Extinction Rebellion” besetzt seit Montag morgen immer wieder zentrale Straßen und Plätze in Berlin. Noch dazu unterhält sie ein Camp direkt neben dem Bundeskanzleramt. Und das ganz offiziell mit behördlicher Genehmigung. Erklärtes Ziel ist es, das öffentliche Leben in Berlin zu stören. Und zwar aus Liebe für die Erde, die es vor der Klimakatastrophe zu retten gilt. Erst Ende des letzten Jahres in England gegründet, ist die Bewegung dort rapide gewachsen. In Deutschland gab es bisher nur kleinere Einzelaktion. Wir waren dabei, als die Klimakämpfer jetzt den Platz um die Siegessäule und den Potsdamer Platz besetzten. Und vor vier Wochen einen Leitfaden für den “Kampf” auf der Straße vorstellten und dabei gleich einmal praktisch zeigten, wie ihr Protest aussehen könnte. Zum Ärger vieler Autofahrer. Der Protestforscher Dieter Rucht hält die Gruppe in Deutschland für viel zu klein, um sie überhaupt Bewegung nennen zu können. Vieles an Extinction Rebellion sei Hype, ausgelöst durch die Medien und clever gemachte Internetfilme. Unser Film zur “Rebellion” am heutigen Mittwoch um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

04.10.2019

In den Naturgewalten – Sendung

KlimakuenstlerMaster.MIX

Der Berliner Künstler Julius von Bismarck sucht die Naturgewalten. Während Florida wegen des Hurrikans “Irma” evakuiert wurde, war er vor Ort. Inmitten menschenleerer Häuser, Straßen voller umgestürzter Bäume baute von Bismarck seine Kamera auf und machte fasdzinierende Bilder. Mit über zweihundert Stundenkilometer sauste der Sturm über ihn hinweg. Aber auf seinen Bildern biegen sich die Bäume elegisch und ruhig, da der Künstler eine spezielle Kamera benutzt. Zwei Sekunden Realität werden bei ihm zu fünf Minuten Film. So könne man sich dem Sturm ohne Angst und Sensationslust nähern. In Venezuela schoss Julius von Bismarck Raketen in Gewitterwolken, um den Blitz zu lenken. Und für sein letztes Projekt war er wochenlang mit Feuerwehrleuten in den Waldbränden Brandenburgs, Schwedens und Kaliforniens unterwegs. Warum macht der das? Was fasziniert ihn an der Gewalt der Natur? Antworten darauf und unglaubliche Bilder. Am Freitag, den 04. Oktober 2019 in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

26.09.2019

Zukunft der Landshut – online

Landshut

Unser Film über die Zukunft der “Landshut”, jener Lufthansa-Maschine, mit der 1977 die RAF-Terroristen in Stuttgart-Stammheim freigepresst werden sollten, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir werden weiter beobachten, was aus den Museumsplänen und all den Millionen Euro wird, die schon in das Projekt gesteckt wurden.

25.09.2019

Zukunft der Landshut – Sendung

Landshut

Die Bilder des Flugzeugs haben sich eingebrannt in die kollektive Erinnerung der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind verbunden mit der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, dem Tod der RAF-Führungsriege im 7. Stock von Stammheim und der tagelangen Odyssee von Mallorca-Urlaubern, die zu Geiseln wurden. Das Flugzeug wurde Vielen zum Symbol einer wehrhaften Demokratie, die sich gegen den Terror stellt. Und zur Geburtsstunde der GSG-9, jener Antiterrorgruppe, die das Flugzeug stürmte ohne dass Geiseln zu Tode kamen. Lange war der Verbleib der Maschine unklar. Viele Jahre stand sie auf einem brasilianischen Flughafen und verfiel. Dann entdeckte ein Historiker die “Landshut” und entwickelte den Plan, sie nach Deutschland zurück zu holen und zu einem Erinnerungsort und Museum zu machen. 2017 machte der damalige Außenminister das Ganze überraschend zur Chefsache. Millionen wurden auf Geheiß des Ministers ausgegeben, das Flugzeug unter großer medialer Beachtung an den Bodensee transportiert. Dann aber wurde es still um die Maschine. Was wurde aus ihr und all den Plänen? Warum gibt es bisher kein Museum? Warum wird plötzlich diskutiert, nur noch Teile zu verwenden? Was steckt dahinter? Unser Film dazu am Mittwoch, den 25. September in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr

23.08.2019

2Könige – online

2KoenigeJohann.FinalMix

Unsere kleine Reportage über die erstmalige Zusammenarbeit zwischen dem bekannten Galeristen Johann König und seinem Vater, dem Ausstellungsmacher Kasper König, ist nun in unserer Rubrik Filme online. Entstanden ist aus der nicht ganz konfliktfreien Kooperation der Beiden eine sehenswerte Ausstellung in der Berliner Galerie König.

22.08.2019

2Könige – Sendung

2KoenigeJohann.FinalMix

Sie sind Vater und Sohn. 37 Jahre Leben trennen Kasper und Johann König voneinander. Der eine ist Deutschlands bekanntester Ausstellungsmacher, der andere einer der erfolgreichsten Galeristen des Landes. Nun arbeiten sie zum ersten Mal zusammen. Kasper König kuratiert in der Galerie seines Sohnes die Ausstellung “What beauty is, i know not.” Wir haben die Beiden bei den Ausstellungsvorbereitungen mit unserer Kamera begleitet. Wie sehen sie Kunst, wie unterscheiden sie sich in ihrer Arbeit? Und wie sind sie überhaupt dazu gekommen, das zu tun, was sie tun. Johann König hat zudem erst kürzlich seine Autobiographie heraus gebracht. Sie erzählt vom Kindsein in einer Künstlerwelt, einem furchtbaren Unfall, der ihm beinahe das Augenlicht kostete und wie er beinahe blind seine erste Galerie eröffnete. Unser Film läuft am Donnerstag, den 22. August um 19.20 Uhr auf 3SAT in der Kulturzeit.

05.07.2019

Alles Psycho – Sendung

couch

Mittlerweile gibt es in Deutschland so viel Psychotherapeuten wie es Hausärzte gibt. Und dennoch klagen die Patienten über hohe Wartezeiten. Bis zu fünf Monate dauern die. Gerade für schwerst psychisch Kranke, so sagt der bekannte Psychiater Manfred Lütz, sei das eine Katastrophe. Als er jüngst im Spiegel kritisierte, dass die Psychotherapeutenpraxen vor allem jene füllen, die da evtl. gar nicht hingehörten, brauste über ihn ein Sturm der Entrüstung. Auch die Pläne des Gesundheitsministers, etwas genauer zu schauen, wer Psychotherapie braucht und wer nicht, waren bisher weniger erfolgreich und eine Petition dagegen mit über 200.000 Unterzeichnenden ein eindrucksvolles Statement. Längst ist der „Psychomarkt“ zum Milliardengeschäft geworden. In Berlin hat ein Start-Up nun eine Kooperation mit Versicherungen, die ihre 15 Millionen Mitglieder kostenfrei einen dreimonatigen Therapiekurs klicken lassen – gegen Stress, Angst und allerlei anderes. Wer das Premiumpaket bucht, kann „sogar” mit einem Psychotherapeuten telefonieren – eine halbe Stunde, einmal die Woche. Und eine App, die die Stimmung aufzeichnet gibt es auch. Auf der anderen Seite sagen Forscher, dass ernsthafte psychische Erkrankungen gar nicht zugenommen hätten. Werden allgemeingesellschaftliche Probleme und ihre Auswirkungen zu schnell pathologisiert? Wie war das in den 70er Jahren, als es statt Einzel- vor allem die Gruppentherapie gab und man die angeblich krankmachende Gesellschaft gleich mittherapieren wollte? Wir waren bei dem Berliner Start-Up, bei einem Historiker und dem Psychiater Manfred Lütz. Alles amDienstag, den 03.07.2019 in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

18.06.2019

Im Pfandleihhaus – online

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Unsere Zdf-Reportage “Letzter Ausweg Pfandleihhaus” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben sehr spannende Drehtage gehabt und in Recklinghausen, Bremen, Hamburg und Neumünster Pfandleiher und deren Kunden getroffen. Unser Film gibt seltene Einblicke in eine eher verschlossene Branche, über die es viele Vorurteile gibt. Dass die nicht stimmen, zeigt unser Film.

01.06.2019

Im Pfandleihhaus – Sendung

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Unsere ZDF-Reportage “Letzter Ausweg Pfandleihhaus” wird am Sonntag, den 02. Juni 2019 um 18.00 Uhr im ZDF gesendet. Wir haben in drei Pfandleihhäusern in Recklinghausen, Neumünster und Hamburg spannende Begegnungen gehabt. Sehr offen haben Pfandleiher, aber auch deren Kunden über ihr Leben mit uns gesprochen. Wer hätte gedacht, dass eine Nirwana-CD-Sammlung als Pfand taugt, es Telefunken-Radios gibt, die seit über 24 Jahren im Pfandkeller lagern und Selbständige und Unternehmer ins Pfandleihhaus müssen, weil ihre Kunden nicht pünktlich zahlen. Auch waren wir dabei, als eine wertvolle Rolex und eine Harley bei einer Auktion den Besitzer wechselten, weil Kredit und Zinsen nicht rechtzeitig bezahlt wurden. Viele der Kunden kommen seit vielen Jahren – statt zur Bank, gehen sie ins Pfandleihhaus. Bereits jetzt ist die Reportage in der Mediathek des ZDF vorab zu sehen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-reportage/letzter-ausweg-pfandleihhaus-100.html

16.04.2019

Tausche Bildung – online

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Unsere Reportage über das bemerkenswerte Projekt “Tausche Bildung für Wohnen” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Studentinnen und Studenten ziehen für eine Zeit nach Duisburg und Gelsenkirchen, bekommen umsonst Wohnraum und helfen dafür benachteiligten Kindern. Sie werden sogenannte Bildungspaten. Wir haben das Projekt für 3SAT Kulturzeit besucht.

11.04.2019

Alexander Korte im Interview

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Für die Kulturzeit von 3Sat haben wir den Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte interviewt. Er leitet an der Münchner Uniklinik eine Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Unsicherheiten in der sexuellen und geschlechtlichen Entwicklung. Er sagt, dass transgender auch Zeitgeist sei und bezweifelt, dass die hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich derzeit als trans definieren, tatsächlich alle transsexuell seien. Wie bei der Magersucht könne auch der Wunsch zum Geschlechtswechsel Ausdruck von Pubertätskrisen oder anderen psychischen Problemen sein. Deshalb lehnt er auch die frühe Vergabe von Hormonen ab. Das hat ihn für viele in der Transgender-Community zur Zielscheibe gemacht. Sie halten Alexander Korte für reaktionär, seine Argumente für rechtspopulistisch. Ein längerer Auszug aus unserem Interview steht nun in unserer Rubrik Filme bereit.

11.04.2019

Ist transgender Mode – online

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Unser Film “Ist transgender Mode”, den wir für 3SAT Kulturzeit gedreht haben, ist nun in unserer Rubrik Filme online. Darin erzählt uns der fünfzehnjährige Ben von seiner Reise – wie er es nennt – ins richtige Geschlecht. Ben wurde als biologisches Mädchen geboren und wurde sich mit 13 Jahren bewusst, dass er eigentlich ein Junge ist. Seit seinem vierzehnten Lebensjahr bekommt Ben sogenannte Pubertätsblocker, die die weibliche Entwicklung gestoppt haben. Pubertätsblocker lehnt der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte ab. Kinder, so sagt er, sollen ihre Pubertät erst einmal durchleben, um sich wirklich sicher zu sein, eine Geschlechtsangleichung vorzunehmen. Er berichtet davon, dass die Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die sich als “transgender” empfinden, in den letzten Jahren rasant gestiegen sind. Und es sind im Gegensatz zu früher vor allem biologische Mädchen. An seiner Formulierung, dass Transgender auch Zeitgeist sei, stört sich die Transgender-Community und liefert sich mit dem Münchner Arzt eine harte Auseinandersetzung.

10.04.2019

Im Pfandleihhaus – Dreh

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Die Dreharbeiten zu unseren neuen ZDF-Reportage “Im Pfandleihhaus” sind nun beinahe abgeschlossen. Wir haben in Hamburg, Neumünster und in Recklinghausen spannende Pfandleiher und Pfandleiherinnen getroffen, geschaut, was die Kunden an Pfändern vorbei bringen und welche Geschichten dahinter stecken. Vom teuren Porsche-Cabrio über Rolex-Uhren, teuren Goldschmuck bis zum abgenutzten Navigationssystem oder ein paar DVDs, für die es gerade mal fünf Euro gibt, ist alles dabei. 95 Prozent der Kunden holen ihre Pfänder aber entgegen landläufiger Meinung wieder ab. Sie schätzen die schnelle und unbürokratische Geldvergabe, um einen kurzfristigen Engpass zu überwinden. Wer es allerdings nicht schafft, sein Pfand auszulösen oder die Zinsen zu zahlen, dessen Pfand wird auf regelmäßigen Auktionen versteigert. Auch dort haben wir jede Menge spannender Menschen kennen gelernt, die sich für die zu versteigernden Pfänder interessierten.Und wir waren dabei, wie ein 10-Kilo-Goldbarren gegossen wurde. Wer wissen will, woher das Gold stammt und warum es eingeschmolzen wird, der muss demnächst unseren Film in der Reihe “ZDF-Reportage” sehen.

10.04.2019

Ist transgender Mode?

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Warum steigen in den letzten Jahren die Zahlen von Kinder und Jugendlichen, die sich als transgender empfinden? Und warum sind es im Gegensatz zu früher vor allem Mädchen, die sagen, dass sie im falschen Körper geboren sind und deshalb Jungen werden wollen? Das fragt sich der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte, Leiter der Münchner Spezialambulanz für Kinder und Jugendliche. Er spricht von einem Zeitgeistphänomen und sieht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche in Transgender nur eine scheinbare Lösung für andere Probleme oder Identitätskrisen sehen könnten wie beispielsweise Pubertätskrisen oder ein eventuelles homosexuelles Coming-Out. Als er jüngst dem Spiegel ein Interview gab, war der Aufschrei in der Transgender-Community groß. Manche unterstellten ihm gar rechtspopulistische Ansichten. In Deutschland gibt es mehrere derartige Spezialambulanzen. Wenn die Psychiater dort bei Kindern und Jugendlichen Transsexualität feststellen, verschreiben sie oft bereits zu Beginn der Pubertät sogenannte Pubertätsblocker. Die setzen die körperliche Entwicklung aus, verschaffen, wie die Ärzte sagen, Zeit. In meist allen Fällen folgt dann allerdings die Vergabe gegengeschlechtlicher Hormone, d.h. dass bei biologischen Mädchen durch Testosteron Bartwachstum und Stimmbruch einsetzen, bei biologischen Jungen sorgen Östrogene dafür, dass Brüste wachsen und die Stimme nicht tiefer wird. Alexander Korte aber lehnt solche Pubertätsblocker ab. Er sagt, dass Kinder die Pubertät durchlaufen sollen, um sich wirklich sicher zu sein, den Weg in das andere Geschlecht zu gehen. Das aber halten viele Betroffene für eine Qual und befürchten eine steigende Suizidrate, wenn man Kinder und Jugendliche so an das biologische Geschlecht ketten würde. Wir haben Alexander Korte in seiner Klinik in München besucht, aber auch seinen Kollegen in Bernd Meyenburg in Frankfurt am Main. Er verschreibt bereits Zehnjährigen Hormone. Zudem haben wir Ben kennen gelernt. Der 15jährige nimmt seit einigen Monaten Pubertätsblocker und wird schon bald eine Testosteronbehandlung beginnen. Mit Zustimmung seiner Eltern und der Ärzte. Zudem haben wir Petra Weitzel von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. gefragt, was sie von der Debatte hält. Unser Film läuft am Mittwoch, den 10. April um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

18.03.2019

Tausche Bildung

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Das Projekt “Tausche Bildung für Wohnen” hilft Kindern in Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf. Beides sind Viertel, die die letzten Jahre immer wieder von sich Reden machten. In den Medien hieß es, die Stadtteile seien sogenannte “No-Go Areas”. Arbeitslosigkeit, Leerstand, Spekulanten, die Häuser verfallen ließen oder sie an Armutsflüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien vermieteten. Nicht unbedingt Orte, an die man freiwillig zieht. Stattdessen ging der, der konnte, weg von hier. Und doch gibt es junge Menschen, die genau hier Wohnungen beziehen. Für Studenten ist Wohnraum oft nicht mehr zu bezahlen. Da hilft das Projekt “Tausche Bildung für Wohnen. Es stellt ihnen Wohnungen umsonst zur Verfügung. Im Gegenzug helfen die jungen Menschen neben ihrem Studium Kindern in der Nachbarschaft, geben Nachhilfe, verbringen die Freizeit mit ihnen, werden zu wichtigen (Bildungs)Paten. Wir haben für 3SAT-Kulturzeit zwei Tage im Projekt verbracht und beeindruckende Menschen kennen gelernt. Unser Film in der KULTURZEIT am Dienstag, den 19. März um 19.20 Uhr auf 3SAT.

25.02.2019

Missbrauch auf katholisch – online

Missbrauch

Unser Film zur Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Leider haben sich die Hoffnungen vieler Missbrauchsopfer nicht erfüllt. Weder hat sie der Papst persönlich getroffen, noch gibt es konkrete Vorschläge, wie künftiger Missbrauch durch Mitglieder der Kirche verhindert werden könnte, so kritisieren sie. In unserem Film ging Francesco Zanardi, der mit elf Jahren zum Opfer seines Pfarrers wurde, noch davon aus, dass er im Vatikan gehört werde. Er leitet die einzige Opferorganisation Italiens, die mittlerweile achthundert Mitglieder hat.

20.02.2019

Missbrauch auf katholisch

Missbrauch

Große Hoffnung hat Francesco Zanardi nicht, dass die Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan etwas bringen wird. Im Alter von elf Jahren missbrauchte ihn der Pfarrer seiner Kirche im italienischen Savona. Über Jahre ging das. Als er sich dem Bischof offenbarte, sorgte der dafür, dass der Pfarrer versetzt wurde – aber weiter machen konnte. Über Jahrzehnte. Francesco Zanardi wurde heroinabhängig, wäre beinahe wie so viele andere Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche daran zugrunde gegangen. Dann schaffte er es doch noch, “aufzustehen” – wie er sagt – und zu kämpfen. Er selbst nennt sich einen “Überlebenden”. Franvcesco Zanardi hat die einzige Opferorganisation Italiens gegründet, demonstriert, sammelt weitere Fälle, organisiert die Opfer und wird nun den Papst treffen. “Entschuldigungen” oder die “Bitten um Vergebung” reichen ihm nicht, er will von ihm wissen, wie der Missbrauch in der Kirche endlich gestoppt werden kann. Wir haben Francesco Zanardi in Savona getroffen, von dem römischen Journalisten Federico Tulli erfahren, wie die Kirche pädophile Pfarrer bis heute schützt. In eigenen Einrichtungen wie vor den Toren Roms, wo die Pfarrer nach ein paar Jahren “Buße” wieder in Gemeinden zurück kehren können. Aber es passiert auch etwas innerhalb der Kirche. In der päpstlichen Universität bildet ein Studiengang Präventionsberater aus und es wird offen diskutiert, was Gründe dafür sein könnten, dass Priester auch Nonnen missbrauchen. Alkohol und Drogen, so ein Zettel an der Wand, könne einer der Gründe dafür sein. Der Jesuitenpater Hans Zollner leitet hier das “Centre for Child Protection” und sagt, dass der Missbrauch wie Krebs in der Kirche niste. Man habe ihn festgestellt, aber noch keineswegs besiegt. Das brauche Zeit. Zeit, die Alessandro Battaglia der Kirche nicht mehr geben will. Der Grafik-Designer aus Mailand, auch ein Opfer seines Pfarrers, hat mit Kirche und Glauben abgeschlossen. Er will, dass die Justiz endlich hart durchgreift. Doch das ist vor allem in Italien bisher nicht der Fall. Unser Film zur Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan in der KULTURZEIT auf 3SAT am Mittwoch, den 20. Februar um 19.20 Uhr.

04.02.2019

Immer wieder freitags – online

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Unsere Reportage über die für das Klima streikenden Schülerinnen und Schüler ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF und die KULTURZEIT, das Kulturmagazin von 3SAT den jungen Aktivisten Linus Steinmetz zur Demo vor der Kohlekommission begleitet, waren an seiner Schule, die er freitags bestreikt und haben den Protestforscher Dieter Rucht und den Jugendforscher Klaus Hurrelmann gefragt, was sie von der “Fridays-for-future” – “Bewegung” halten.

01.02.2019

Immer wieder freitags

fridays

Immer mehr Kinder und Jugendliche folgen weltweit der schwedischen Greta Thunberg und bestreiken ihre Schule. Vor gut einem halben Jahr begann die 16jährige für den Klimaschutz zu demonstrieren und der Schule fern zu bleiben. Auch deutsche Schülerinnen und Schüler gehen nun statt in die Schule auf die Straße. Immer freitags – wie zuletzt in Berlin, wo Tausende durch das Regierungsviertel zogen. Wir haben junge Aktivisten zur Demo und in die Schule begleitet und mit dem Protestforscher Dieter Rucht und dem Jugendforscher Klaus Hurrelmann gesprochen. Kann man bei den Jugendlichen schon von einer Bewegung sprechen? Ist die Generation politischer als vorhergehende Generationen? Und wie sollen die Schulen reagieren, wenn gegen die Schulpflicht verstoßen wird. Beobachtet haben wir auch, wie Politiker der unterschiedlichen Parteien, versuchen, mit den Demonstranten ins Gespräch zu kommen oder einfach nur Fotos mit ihnen schießen. Versuchen sie die Kinder und Jugendlichen zu instrumentalisieren Unser Film dazu am Freitag Abend um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT und in ASPEKTE vom ZDF um 23.00 Uhr.

24.01.2019

Die Stasi und die Nazis – online

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Unser Film “Die Stasi und die Nazis” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Warum empfing das MfS teils führende Neonazis in der DDR? Warum half sie Rechtsterroristen bei der Flucht? Die DDR-Geheimagenten hatten innerhalb der westdeutschen Neonazis eine Reihe von Spitzeln, zahlten Geld und sind – so sagt es Samuel Salzbborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung – mitverantwortlich für die Entwicklung der Neonaziszene in der Bundesrepublik. Ein bisher noch nicht restlos aufgeklärtes Stück deutsch-deutscher Geschichte. Auch was die Verwicklung westdeutscher Geheimdienste in die Szene angeht, können die Stasi-Akten Auskunft geben.

22.01.2019

Die Stasi und die Nazis

strenggeheim

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der untergegangenen DDR. Das Ministerium für Staatssicherheit arbeitete über viele Jahre mit westdeutschen Neonazis zusammen. Sie ermögliche Rechtsterroristen sogar die Flucht in die DDR und den Nahen Osten, bezahlte Geld für Informationen und hatte Spitzel in beinahe allen wichtigen Organisationen. Der Berliner Journalist und Autor Andreas Förster beschreibt in seinem nun erschienenen Buch „Zielobjekt: Rechts“ wie die DDR einen Neonazi nach dem anderen durch ihren angeblichen „antifaschistischen Schutzwall“ ließ. Samuel Salzborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung überrascht das nicht. Er spricht sogar von einer ideologischen Nähe, die bestanden habe, wenn es beispielsweise gegen Israel ging. Wir fahren mit Andreas Förster in das ehemalige „Objekt 75“. Rund fünfzig Kilometer südlich von Berlin, idyllisch an einem See gelegen, stehen noch immer jene Häuser, in denen die Staatssicherheit die Neonazis bewirtete, mit ihnen grillte und – so sagt es die Inventarliste – Bowle servierte. Warum ließ man sich mit Neonazis ein? Was wollte man damit erreichen? Können die alten Stasiakten Antworten geben? Und was steht in ihnen über die Zusammenarbeit westdeutscher Geheimdienste mit den Rechten? Die Antwort – am Dienstag, den 22. Januar in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

23.12.2018

Günther Jacob im Interview

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Für unseren Film über die Rassismusvorwürfe gegen den Kurator Kasper König haben wir in Hamburg den Publizisten Günther Jacob besucht. Bei unserem Gespräch ging es auch darum, wie der Antirassismuskampf heute im Vergleich zu früher geführt wird. Günther Jacob kritisiert, dass dieser von einem Kulturrelativismus gelenkt werde, der dadurch, dass er sich gegen den Universalismus richte, eher zu einer weiteren Trennung der Gesellschaft führe. Und das hat auch Auswirkungen auf den Kunstbetrieb. In der Rubrik “Filme” gibt es jetzt einen Auszug aus unserem Gespräch.

23.12.2018

König – online

Koenig

Alle großen Zeitungen schrieben darüber, Unterschriftenlisten wurden verfertigt und Aufrufe. Deutschlands bekanntester Kurator, Kasper König soll ein Rassist sein. So hieß es. Doch wer sich die zweieinhalbstündige Aufnahme seiner Diskussion bei den Münchner Kammerspielen anschaut und sich dann durchliest, was durch den Shitstorm im Internet tobte, der muss schnell feststellen, dass das Eine mit dem anderen nur wenig zu tun hat. Die Künstlerin, mit der er diskutierte, will im Verhalten Königs “toxische Männlichkeit” und eine gewaltsame Haltung ihr gegenüber wahrgenommen haben. Auch befürwortete sie, eine spätere Veranstaltung des Kurators zu stören und riet dem Theater künftige Veranstaltungen mit Kasper König doch gleich ganz zu verbieten. Sympathie gab es im Feuilleton. In einer Zeitung verstieg sich die Autorin gar dazu, die Sitzhaltung von Kasper König auf der Bühne als diskriminierend zu bewerten. Wir haben mit dem Kurator in Berlin gesprochen und mit einer Expertin für antirassistisches Kuratieren, der Berliner Organisation Diversity Arts Culture und dem Hamburger Publizisten Günther Jacob. Der Fall König ist gar kein Fall und symptomatisch, wie derzeit Debatten geführt werden. Unser Film, der am Freitag vor Weihnachten in der KULTURZEIT auf 3SAT lief, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

21.12.2018

König und Rassismus?

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Kasper König ist der bekannteste Ausstellungsmacher des Landes. Der langjährige Direktor des berühmten (Kunst)Museums Ludwig muss sich derzeit Rassismusvorwürfen erwehren. Nachdem er bei seinem Talk “König&” auf der Bühne der Münchner Kammerspiele unter anderem mit der Künstlerin Cana Bilir-Meier über deren Kunst diskutiert hatte, tauchten im Internet Vorwürfe auf. Die Künstlerin bezichtigte ihn “toxischer Männlichkeit” und sprach vom “Rassismus der Obrschicht”. Im Laufe des Abends hatte Kasper König von “Typen” gesprochen, die mit ihren “matt lackierten Autos” durch Kreuzberg führen und “Arschlöcher” seien. Manche wollen “Türken” statt “Typen” verstanden haben und sprechen nun von einer Beleidigung der türkischen Community. Auf Facebook tobt ein wilder Shitstorm gegen Kasper König, der “nichts von Kunst verstehe”, “rassistischer Abschaum” sei und “schlimmer als die AFD” rede. Es wurde dazu aufgerufen, eine seiner Veranstaltungen zu stürmen und die Künstlerin riet den Münchner Kammerspielen künftige Veranstaltungen des bekannten Kurators gleich ganz zu verbieten. Ein weiterer Aufruf spricht davon, dass Rassismus und Diskriminierung an der Tagesordnung seien. Wir haben mit Kasper König gesprochen. Künstlerin Cana Bilir-Meier wollte uns kein Interview geben. Zudem waren wir bei einer “antirassistischen” Kuratorin, einer Senatsstelle, die für Diversität in der Kunst- und Kulturwelt sorgen will und einem Hamburger Publizisten, der seit Jahren Antirassismus und politische Kunst unter die Lupe nimmt. Der Film über Kasper König und den Rassismus kommt am Freitag Abend um 19.20 Uhr auf 3SAT in der Kulturzeit.

11.12.2018

In der Moralfalle – die Interviews

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Für unseren Film “In der Moralfalle” haben wir den Berliner Dramaturgen Bernd Stegemann besucht. Der Mitbegründer der linken Sammelbewegung #Aufstehen will die linke Politik befreien und dem rechten Populismus das Wasser abgraben. Kann das gelingen? Vielleicht sogar durch einen Populismus von links? Bernd Stegemann sagt Ja. Der Politologe und Publizist Albrecht von Lucke hält dagegen. Auszüge aus unseren Interviews mit Beiden sind nun in der Rubrik “Filme” online.

11.12.2018

In der Moralfalle – online

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Unser Film über “Die Moralfalle – für eine Befreiung linker Politik”, das neue Buch von Bernd Stegemann, ist in unserer Rubrik “Filme” nun online. Wir haben mit dem Berliner Dramaturgen über die Bedeutung von Moral und Moralismus in der Politik und unter Linken gesprochen, waren dabei als er im Café Einstein Sahra Wagenknecht, die Fraktionschefin der Linken, traf und bei einer Theaterpremiere andere Theatermacher den Raum verließen, als er hinzu kam. Bernd Stegemann ist Mitbegründer von #aufstehen, einer Bewegung, die die Linke sammeln will. Dass er die Politik der offenen Grenzen kritisiert und u.a. eine sachliche Debatte über die Migrationspolitik verlangt hat, nehmen ihm Teile der Linken übel.

10.12.2018

In der Moralfalle – Sendung!

MASTERMoralfalle.Mix

Der Saal der Bundespressekonferenz war gut gefüllt, als vor einigen Wochen Sahra Wagenknecht vor die Journalisten trat. An der Seite der Fraktionschefin der Linken unter anderem der Dramaturg Bernd Stegemann. Beide sind Gründungsmitglieder von #Aufstehen – eine Bewegung, die parteiübergreifend die Linke sammeln will. Das hat der linken Fraktionschefin nicht nur Freunde gemacht. Große Teile der Linken sehen in der Bewegung Konkurrenz für ihre Partei und kritisieren zudem, dass Sahra Wagenknecht keine Befürworterin offener Grenzen sei. Auch Bernd Stegemann musste erfahren, wie er im Interview erzählt, was es heißt, sich gegen die “Hypermoral” der Moralisten zu stellen. Eine vernünftige Debatte über Migrationspolitik, so sagt er, sei schlichtweg nicht mehr möglich. Zu schnell stecke man in einer “Moralfalle”, so auch der Titel seines neuen Buches. Bernd Stegemann erlebte, wie sich langjährige Kollegen plötzlich von ihm abwenden. Sie verweigern Gespräche und Diskussionen, weil er die Identitätspolitik der Linken kritisiert und den Antidiskriminerungkampf für eine Finte des Neoliberalismus hält. So werde die Linke vom Kampf zwischen Unten und Oben, abgelenkt. “Armut ist immer noch die stärkste Diskriminierung”, so Stegemann. Wir haben Bernd Stegemann (und auch Sahra Wagenknecht) in Berlin getroffen. Unser Film, Montag, der 10. Dezember, in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

05.12.2018

Kunstfreiheit – online

Kunstfreiheit

Unsere Reportage über das Vorgehen der Türkei gegen Künstler in Deutschland ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Sie lief am 04. Dezember in der KULTURZEIT auf 3SAT. Trotz mehrmaliger Versuche war es nicht möglich, von offiziellen türkischen Stellen Antworten auf unsere Fragen zu bekommen. Stattdessen versuchen die Generalkonsulate diplomatisch Einfluss auszuüben. Sie kontaktieren Ministerien, schreiben oder rufen Ausstellungsmacher und Politiker an und sprechen immer wieder von Diskriminierung. Doch die Kunst ist frei in Deutschland. Dennoch scheuen Politiker die Auseinandersetzung und zensieren Kunst. Eine gefährliche Entwicklung.

04.12.2018

Kunstfreiheit auf türkisch

Kunstfreiheit

Tagelang hatten wir versucht, ein Interview mit der türkischen Generalkonsulin in Mainz zu vereinbaren. Sie hatte gegen die Ausstellung des kurdisch-türkischen Künstlers Ali Zülfikar protestiert und dem Bürgermeister von Linz am Rhein einen erbosten Brief geschrieben. Er sollte dafür sorgen, dass Zülfikars Bild nicht ausgestellt wird. Das zeigt ein Porträt von Erdogan, in dessen Sonnenbrille sich der Krieg in Syrien spiegelt. Auch hält der Staatspräsident einen Koran in der Hand, auf dem seine Finger blutige Abdrücke hinterlassen haben. Der Bürgermeister kam zunächst der Bitte nach und ließ das Bild umdrehen. Darüber äußern will er sich nicht. Weil uns auch kein Interview mit der türkischen Generalkonsulin gelang – sämtliche Fragen wurden ignoriert -  wollten wir zumindest das Gebäude in Mainz filmen, in dem sie residiert. Dabei wurden wir Zeugen einer seltsamen Charade. Die Generalkonsulin, die zwecks eines Termins aus dem Haus wollte, scheute unsere Kamera. Türkische und deutsche Sicherheitskräfte telefonierten aufgeregt. Statt ihrer wurde schließlich eine Konsulatsmitarbeiterin in die Dienstlimousine gesetzt, die als Double davon fuhr, während das “Original” durch einen anderen Ausgang das Weite suchte. Warum? Schlechtes Gewissen wegen des türkischen Kampfes gegen die in Deutschland existierende Kunstfreiheit. Hinter den politischen Kulissen wird kräftig versucht, diese außer Kraft zu setzen, aber dazu äußern will man sich nicht. Die Ausstellung in Linz ist nicht die einzige, bei der der türkische Staat in den letzten Wochen massiv versucht hat, Aussteller und Künstler in ihrer Arbeit zu behindern. Neben Linz am Rhein war dies in Wiesbaden bei der Biennale der Fall und zuletzt auch in Duisburg. Wir sprechen mit Ausstellungsmachern, Künstlern und einem Bürgermeister, der sich dafür entschied, Kunst abbauen zu lassen, um die “öffentliche Sicherheit” zu wahren. Alles dies, in der KULTURZEIT am 04. Dezember um 19.20 Uhr

09.11.2018

Das verrohte Land – Empfehlung

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Karola Wille, die Filmintendantin des ARD-Sendeverbunds, hat unseren Film “Das verrohte Land – wenn das Mitgefühl schwindet”, den wir in diesem Jahr für “die story” gedreht haben in einem Interview gelobt und zum Schauen empfohlen. Vom Fachmagazin Blickpunkt:Film wird sie gefragt, welche Produktionen man sich bei der ARD oder in der Mediathek unbedingt anschauen muss. Sie antwortet: “In der ARD-Mediathek empfehle ich ihnen “Das verrohte Land – wenn das Mitgefühl schwindet” aus der Reihe “die story im Ersten”. Hier geht es um den Anstieg von Respektlosigkeit und Gewalt in unserer Gesellschaft und wie wir damit umgehen.” Das Lob freut uns sehr und ist Ansporn für künftige Produktionen.

09.11.2018

Kampf ums Kopftuch – online

Kopftuch

Unser Film zur Debatte um ein Verbot des Kinderkopftuchs ist nun in unserer Rubrik”Filme” online abrufbar. Die Auseinandersetzung wird nach wie vor sehr emotional geführt. Wir haben in unserem Film die unterschiedlichen Seiten und Meinungen zum Thema zusammen geführt.

09.11.2018

Kampf ums Kopftuch – Sendung

Kopftuch

Selbst Grundschullehrer berichten davon, dass Schülerinnen mittlerweile mit dem Kopftuch in die Schule kommen. Das wird “normalerweise” von vielen Musliminnen erst ab der Pubertät getragen. Auch soll es immer öfter zu religiösen Auseinandersetzungen unter den Schülern kommen und Mädchen dazu aufgefordert werden, sich zu verhüllen. Dem tritt nun die Frauenrechtsorganisation “Terre des Femmes” entgegen und hat eine Petition aufgelegt. Darin fordert sie ein generelles Kopftuchverbot für Minderjährige in der Schule. In Frankreich gilt das schon seit ein paar Jahren und wird akzeptiert. Doch in Deutschland gibt es heftige Auseinandersetzungen. Nicht nur radikal-islamistische Verbände machen mobil, sondern auch von zumeist gesellschaftlich linker Seite wird den Frauenrechtlerinnen vorgeworfen, rechts und rassistisch zu sein. Die Bloggerin und Publizistin Khola Hübsch lehnt ein Kopftuchverbot ab. Sie selbst trägt ab dem 14ten Lebensjahr ein Kopftuch und vermutet, dass es generell um eine Kritik am Islam geht und die Gesellschaft spaltet. Besser als Verbote sei Bildung. Die bekannte Islamforscherin Susanne Schröter hingegen sieht das Kinderkopftuch als ersten Schritt, Mädchen zu indoktrinieren und ein freies Aufwachsen zu verhindern. Für 3SAT Kulturzeit berichten wir über den Kampf ums Kinderkopftuch. Unser Film in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr am 22.10.2018.

24.09.2018

Der mobile Mob – online

Drachenlord

Unser Film über den Fall “Drachenlord” und das Mobbing im Netz, der in der KULTURZEIT von 3SAT lief, ist jetzt in unserer Rubrik Filme online. Auf den Film gab es im Internet teils heftige Kommentare. Bei denen, die den Cyberterror ausüben, gibt es nach wie vor keinerlei Einsicht. Sie halten ihr Verhalten für legitim, schließlich, sei der Mann, den sie “haten” ein “fauler Arbeitsloser”, “solle mal lieber arbeiten gehen” “und sei selbst Schuld an allem”. Aber egal, was der “Drachenlord” gemacht hat, nichts legitimiert es, die Scheiben seines Hauses einzuwerfen, auf sein Grundstück vorzudringen, Fotos von ihm in Ballerspiele einzubauen und ihm Polenböller aufs Grundstück zu werfen. Doch die Kommentatoren halten “Selbstjustiz” für völlig in Ordnung. Für den nächsten Monat haben sie bereits einen weiteren Sturm auf das Haus des “Drachenlords” angekündigt. Nicht nur der, sondern auch die anderen Protagonisten und wir wurden nach der Ausstrahlung beschimpft. Wer sich dem hass entgegenstellt, erntet selbst Hass. Für uns ist das allerdings Ansporn, weitere derartige Filme zu drehen.

24.09.2018

Der mobile Mob – Sendung

Drachenlord

Seit Monaten stehen sie vor seiner Tür. Sie werfen Fenster ein, lassen Sprengsätze auf dem Hof detonieren und kürzlich erst skandierten achthundert Menschen in dem kleinen fränkischen Dorf: „Die Schanze muss brennen.“ Die „Schanze“, so nennt die Internetgemeinde das Wohnhaus von Rainer Winkler, der im Internet als „Drachenlord“ firmiert und einen YouTube-Kanal betreibt und auf verschiedenen Chat-Platformen präsent ist. Der einstige Sonderschüler entdeckte 2011 das Internet für sich und begann im heimischen Zimmer mit dem Kopf zu headbangen und das Ganze dann ins Netz zu stellen. Heavy Metal, das ist, so sagt er, das Wichtigste in seinem Leben. Geschaut haben die Videos damals nur ein paar Freunde, Familie und ehemalige Arbeitskollegen. Doch dann entdeckte irgend jemand Rainer Winkler und seine Videos und machte ihn zur Witzfigur. Wie kann so einer, sich so zeigen, fragten sich viele und begannen, ihn auszulachen. Und weil Rainer Winkler auf das Lachen nicht reagierte, sich nicht verkroch, sondern nun erst recht weiter machte, beschlossen sie ihn fertig zu machen. Sie beschimpften den „Drachenlord” als „Drecksau“, als „faulen Arbeitslosen“, machten sich über seine Leibesfülle lustig. Als Rainer Winkler im Internet seine Privatadresse bekannt gab, war er vor den Hassern auch zu Hause nicht mehr sicher. Fortan bekommt er „Hausbesuche“ und das beinahe täglich – Tag und Nacht. Computerspiele wurden programmiert, in denen man ihn erschießen und mit gewetztem Messer sein Haus stürmen kann.  Wie kommt es zu dieser modernen Hexenjagd? Wir haben den „Drachenlord“ besucht, mit der Cyberpsychologin Catarina Katzer gesprochen und bei Wien eine Mutter besucht, deren dreizehnjähriger Sohn den Freitod suchte, weil Mitschüler ihn im Internet mobbten. Unser Film am 21.09.2018 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

12.09.2018

Die rechte Wende – Sendung

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Unsere viel besprochene Dokumentation “Die rechte Wende – Beobachtungen jenseits der Mitte” läuft sie heute am 12. September noch einmal auf 3SAT um 21.00 Uhr. Auch wenn sie bereits im letzten Jahr gedreht und ausgestrahlt wurde, ist sie doch immer noch aktuell. Die Protagonisten der rechten Wende arbeiten heute unter anderem im Bundestag in den Büros der Parlamentarier der AFD, sie waren präsent in Chemnitz und in Köthen.

06.09.2018

Nominiert!

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Unsere Dokumentation “Die rechte Wende – Beobachtungen jenseits der Mitte” ist für den renommierten Fernsehpreis “Prix Europa 2018″ nominiert und wird in der Kategorie “Current Affairs” gegen siebzehn weitere investigative Produktionen aus Europa antreten. Die Dokumentation lief Ende letzten Jahres unter großer medialer Aufmerksamkeit auf 3SAT und zdf.info. Aktuell wird der Film noch einmal auf 3SAT gezeigt. Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung der Nominierungskommission  und die Unterstützung unserer Arbeit.

24.07.2018

Verrohtes Land – online!

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Unsere Dokumentation “Das verrohte Land”, die wir im Auftrag des RBB für das Erste Deutsche Fernsehen produziert haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der Film wird nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im Ersten noch auf weiteren Kanälen wie bsp. Tagesschau24 laufen. Wir hoffen, dass diese Dokumentation zu einer breiten Diskussion beiträgt, die sich mit den verbalen und auch körperlichen Angriffen auf Bürgermeister, Feuerwehrleute, Beamte in Ämtern und Polizisten auseinandersetzt.

24.07.2018

Verrohtes Land – Reaktionen

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Zu unserer neuen Dokumentation “Das verrohte Land”, die am Montag, den 23.07.2018 um 22.45 Uhr in der ARD lief gab und gibt es immer noch viele Reaktionen. In den sozialen Medien wird der Film breit diskutiert und gehört derzeit auf der ARD-Facebookseite zu den meist geklickten Beiträgen. Focus Online schreibt in einer TV-Kritik: “Die Dokumentation Das verrohte Land von Katja und Clemens Riha ist faktenreich und schlicht berichtet. Keine Hysterie im Unterton. Genau dafür zahlt man gerne GEZ. Einzige Kritik in Richtung ARD: Warum kann so ein Beitrag nicht um 20.15 Uhr gesendet werden?!”. Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt: “Die Autoren liefern in ihrer ruhig gehaltenen Reportage eine sachliche Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Verrohung. (…) Kein schöner, aber ein wichtiger Beitrag zum Thema.” Auch Andreas Förster wies in der Berliner Zeitung auf unseren Film hin, sowie die Junge Welt aus Berlin. Unsachliche Kritik findet sich vor allem in einschlägigen Internetportalen wie PI-News, wo man meint, die verbalen und körperlichen Angriffe bestimmten Bevölkerungsgruppen zuschreiben zu können. Uns wird dort Staatspropaganda vorgeworfen. Doch nicht nur von der extremen Rechten sind solche Töne zu hören, sondern seltsamer Weise auch von linker Seite. So spricht die Taz davon, dass unser Film mit Suggestion und Angstmache arbeite. Suggesstion? Angstmache? Die Schilderungen unserer Protagonisten sind real und sie sind – das zeigen unsere Recherchen – leider keine Einzelfälle. Wofür und in wessen Auftrag wir Propaganda betreiben sollen, darüber schweigt sich der TAZ-Fernsehkritiker “leider” aus. Und sollte man sich nicht genauso, wie man sich über Polizeigewalt empört, auch über Gewalt gegen Polizisten empören? Darüber muss gesellschaftlich diskutiert werden. Wir hoffen, dass unser Film zu dieser Diskussion beiträgt. Ebenso wie die zahlreichen Interviews, die wir RadioEins, WDR2, WDR1, WDR5, dem rbb-Kulturradio, Radio 88,8, dem rbb-Inforadio, dem Inforadio des Hessischen Rundfunks, HR1, SWR1 und SWR2, Bremen2 gegeben haben und auch die Berichte bei BRISANT, in 12.00 Uhr-Ausgabe der tagesschau,  bei Tagesschau24 und im Fernsehen des rbb.

20.07.2018

Verrohtes Land – Sendung

rabehome

Unsere Dokumentation “Das verrohte Land” sorgt schon jetzt für großes Interesse. Am Montag werden wir Radiostationen des BR, des HR, des SWR, des SR, des Deutschlandfunks, Radio Bremen, des RBB und des WDR Interviews geben. Zudem gibt es Vorberichte zum Film in diversen Radiosendern und auch tagesschau24 und Brisant berichten vorab. Der Film läuft um 22.45 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen im Format “die Story”.

20.07.2018

Verrohtes Land – Schnitt

rabehome

Die Dreharbeiten zu unserer Dokumentation “Das verrohte Land”, die im Format “die Story” im Ersten Deutschen Fernsehen laufen wird, sind nun abgeschlossen. Wir waren in einer Stadt, in der aus einem Musikfest Chaos wurde, auf einem Marktplatz in der Provinz, der von der Polizei zum “Gefährlichen Ort” erklärt wurde, wir haben Krankenschwestern und Pfleger getroffen, die von ihren Patienten und auch angepöbelt werden. Wir waren dabei, als der Bürgermeister von Altena, der im letzten Jahr von einem Bürger mit dem Messer angegriffen wurde, vor Gericht diesem Menschen das erste Mal seit der Tat wieder gegen über steht. Eine Nacht lang haben wir zwei Polizisten der Hamburger Davidwache durch die Nacht begleitet. Gewalt gehört hier zum “Alltag”. Aber eben nicht nur hier, sondern in ganz Deutschland. Der bekannte Gewaltforscher Andreas Zick analysiert für uns die Lage und fordert: “Eine Zivilgesellschaft braucht Ziviltugenden. Und die gehören vermittelt und Gewalt unterdrückt.”

20.07.2018

Verrohtes Land – Drehbeginn

rabehome

Für das Erste Deutsche Fernsehen drehen wir im Auftrag des RBB eine Dokumentation über die zunehmende Verrohung der Gesellschaft. Der Film wird am 23. Juli 2018 im Format dieStory in der ARD laufen. Kaum ein Tag ist in den letzten Monaten vergangen, an dem es keine Berichte darüber gab, dass Feuerwehrleute, Polizisten und auch Krankenschwestern angegriffen wurden. Sei es verbal, aber auch körperlich. Was steckt dahinter? Wer greift wen warum und wie an? Wir werden in allen Teilen Deutschlands drehen, mit Bürgermeistern, Polizisten, Feuerwehrleuten, Krankenschwestern und Beamten sprechen, sie dokumentarisch mit unserer Kamera begleiten und einzelne Fälle nachzeichnen.

03.06.2018

Der König und der Tatort

Fitzek

Im neuen Tatort vom Bayrischen Rundfunk ermitteln die beiden Kommissare Batic und Leitmayr im Reichsbürgermilieu. Das hätten sie wohl nicht ohne uns und unsere Recherchen. Inspiriert wurde nämlich der Drehbuchautor von unserer Dokumentation über den selbst ernannten “König von Deutschland” Peter Fitzek. So schreibt die BILD: “Den Anstoß für den Fall gab der selbst ernannte “König von Deutschland”, Peter Fitzek (52). 2014 blieb Drehbuchautor Holger Joos (45) bei einer Dokumentation über den Reichsbürger hängen.” Seit 2012 haben wir Peter Fitzek und den Aufstieg und Fall seines Königreichs beobachtet. Wir drehten als einzige Journalisten mehrere Wochen auf einem alten Krankenhausgelände in der Lutherstadt Wittenberg, das Peter Fitzek, ein ehemaliger Videothekar und Kampfsportler, zum exterritorialen Gebiet erklärt hatte. Mehrere Dokumentationen für den MDR und das Erste Deutsche Fernsehen entstanden daraus. Nun ist Peter Fitzek mit seiner Fiktion eines eigenen Königreichs in der Fiktion angekommen.

09.04.2018

Zukunft der Stasi – online

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Unser Film über die Zukunft des Geländes der ehemaligen Stasi-Zentrale rund um die Berliner Normannenstraße ist nun in unserer Ruibrik “Filme” online abrufbar. Den Film haben wir für die KULTURZEIT, das tägliche Kulturmagazin des Senders 3SAT gedreht.

09.04.2018

Zukunft der Stasi – Sendung

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1990 wurde die Zentrale der Staatssicherheit der DDR gestürmt und das Ende des Geheimdienstes war besiegelt. Jahrzehntelang war das riesige Gelände um die Berliner Normannenstraße eine verbotene Stadt. Angrenzende Straßen wurden überwacht und gesperrt und in den benachbarten Wohnblocks wohnten Tausende von Spitzeln und Agenten. Dann war alles vorbei. Der Geheimdienst wurde aufgelöst, zurück blieben 111 Kilometer Akten und jede Menge Gebäude. Das Haus, in dem Minister Erich Mielke residierte, besetzten seinerzeit Bürgerrechtler und geben es bis heute nicht mehr her. Wohl nur Dank ihnen wurde so die Ministeretage im Original erhalten. Im Stasimuseum kann man nun besichtigen, aus welch spießbürgerlichen Atmosphäre der Chef der Stasi die Überwachung von Millionen DDR-Bürgern steuerte. In einen anderen Teil des Geländes zog der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatsicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Bisher lagerten hier nur die Akten, dich der Chef der Behörde Roland Jahn würde gerne aus dem gesamten Gelände einen Campus für Demokratie machen, auf dem nicht nur an die Überwachung erinnert, sondern auch darüber diskutiert wird, wie Demokratie zu schützen ist. Doch stattdessen verfällt das Gelände, wohl auch, weil über die Hälfte Privatinvestoren gehört. Hier steht Profitinteresse gegen Geschichtsaufklärung. In einem seltsamen Grundstücksdeal wurden 2011 große Teile der ehemaligen Stasizentrale für – so Gerüchte – einen Euro an eine nur scher zu durchschauende Firma veräußert. Die ließ uns nicht in die Gebäude und beantwortete auch keine Fragen. Wir fragen, wie sieht die Zukunft in der Berliner Normannenstraße aus?. Die Antwort in der KULTURZEIT auf 3SAT am 03. April 2018 um 19.20 Uhr.

21.03.2018

Interview Stefan Meister – online

StefanMeister

Für unseren Film über den vermutlich geheimdienstlichen Mordanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal, den wir für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF, gedreht haben, haben wir den Russlandexperten Stefan Meister zu den Hintergründen befragt. Stefan Meister arbeitet bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V., die Bundesinstitutionen und Bundespolitiker berät. In unserer Rubrik “Filme” ist nun ein längerer Ausschnitt unseres Interviews abrufbar.

20.03.2018

Geheime Morde – online

Policemen

Unser Film über die Morde der Geheimdienste lief mittlerweile in ASPEKTE, dem Kulturmagazin des ZDF, und in der KULTURZEIT, dem Kulturmagazin von 3SAT. Die Lage in England ist währenddessen immer noch unübersichtlich. England und Russland weisen gegenseitig Diplomaten aus, Sanktionen sind im Gespräch. Schaut man in die Geschichte der Geheimdienste, so wird nach einer Eiszeit auch wieder Tauwetter kommen. Die einzigen, für die die Lage nicht besser wird, das sind die Opfer und ihre Angehörigen. Der Film findet sich online in unserer Rubrik “Filme”.

20.03.2018

Geheime Morde – Sendung

Policemen

Für ASPEKTE, die Kultursendung des Zweiten Deutschen Fernsehens, haben wir uns mit dem Mordversuch an dem britisch-russischen Ex-Doppelagenten Sergey Skripal und seiner Tochter beschäftigt. Schnell war für die englische Regierung klar, dass hinter dem Einsatz von Nervengift nur der russische Staat stecken könne. Biowaffenexperten mahnen hingegen zur Zurückhaltung und dass man das Ergebnis der polizeilichen Untersuchungen abwarten solle. Der Mordversuch steht in einer langen Kette von geheimdienstlichen Morden, die es sowohl im Kalten Krieg als auch danach gegeben hat und immer noch gibt. Das weiß Marina Litwinenko aus eigener schmerzhafter Erfahrung. Ihr Mann, der mit seiner Familie in London lebte, wurde 2006 mit einer radioaktiven Substanz vergiftet. Ein englischer Richter identifizierte Jahre später die zwei mutmaßlichen Mörder und benannte den russischen Staatschef Putin als Auftraggeber. Konsequenzen für die Drei hatte das jedoch nicht. Wir sprechen mit dem investigativen Berliner Journalisten Andreas Förster, der sich seit Jahren mit geheimdienstlichem Tun auseinander setzt. Zudem haben wir Marina Litwinenko in London befragt und mit Jan van Aken geredet. Der Politiker der Linken war als Biowaffeninspekteur u.a. in Syrien. Unser Film läuft in der Sendung ASPEKTE am Freitag, den 16.03.2018 im Zweiten Deutschen Fernsehen.

21.02.2018

Kultur vs Krise – online

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Unsere Reportage über die Kultur, die in struktruschwachen Gebieten im Osten Deutschlands der Krise trotzt, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Es war spannend, Menschen zu treffen, die voller Energie genau dort neu beginnen, wo viele daran nicht mehr glauben wollen oder können. Wir werden weiter beobachten, ob es den Künstlern, Fotografen und Designern gelingt, die alten Fabrikbrachen zu beleben. Wie meinte einer der Protagonisten: Wenn die Künstler erst einmal da sind, dann kommen auch die anderen. Das wünschen wir ihm.

 

 

21.02.2018

Kultur vs Krise – Sendung

Landkultur.2.synch

Für die Kulturzeit von 3Sat waren wir in Görlitz, Zeitz und Tangerhütte. Hier hat sich das Leben der Menschen in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Große Betriebe schlossen, viele packten ihre Koffer und zogen davon. Leere Häuser, verfallene Geschäfte, Fabrikruinen und die AFD, die nun vielen als Lösung erscheint, das alles anders werden könne. Und doch gibt es Menschen, die genau in diese Städte und Orte ziehen, um hier etwas zu bewegen. Für sie ist der Leerstand nicht Ende sondern Neubeginn. Kreative und Künstler können hier schnell ohne große Kosten Raum für ihre Ideen bekommen. Wir haben Sie getroffen. Unser Film läuft in der Kulturzeit am Dienstag, den 20. Februar um 19.20 Uhr.

26.01.2018

Kampf auf dem Campus – Aspekte

KampfaufdemCampus

Wer unsere Reportage über den kampf um die Meinungsfreiheit an deutschen Universitäten noch nicht gesehen hat, der hat nun eine zweite Chance. ZDF Aspekte, die Kultursendung des Zweiten Deutschen Fernsehens, sendet den Film in einer leicht gekürzten Fassung am Freitag, den 26. Januar um 23.00 Uhr.

26.01.2018

Kampf auf dem Campus – online

KampfaufdemCampus

Unsere Reportage zum Kampf auf dem Campus, die vieldiskutiert in der Kulturzeit von 3SAT lief, it nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wie tolerant sind deutsche Universitäten, was unterschiedliche Meinungen und Ansichten angeht? Sind Forschung und Wissenschaft in Gefahr, weil kleine Interessengruppen bestimmte Sprachregelungen und den Ausschluss konträrer politischer Meinungen fordern?

26.01.2018

Kampf auf dem Campus – Sendung

KampfaufdemCampus

Über einen Monat wurde der bekannte Politikwissenschaftler Herfried Münkler von Unbekannten in seinen Vorlesungen beobachtet. Sie kritisierten, dass diese aus einer männlich-weißen heterosexuellen Perspektive gehalten würden und zudem zu wenig Frauen darin vorkämen. An der Frankfurter Goethe-Universität war es ein Vortrag des Chefs der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt, der einige Akademiker und Studenten auf den Plan rief, eine Absetzung der Veranstaltung zu fordern, zu der es dann auch kam. Aus Angst vor Tumulten wurde der Polizist kurzer Hand wieder ausgeladen. Und an der Alice Salomon Hochschule in Berlin übermalt man nun ein Gedicht von Eugen Gomringer, weil dies von einigen Studentinnen als diskriminierend empfunden wird. Aber es regt sich auch Widerstand. Eine junge Journalistin verteilt Flugblätter gegen Zensur und für Meinungsfreiheit. Gehen nun auch deutsche Universitäten den Weg, den britische und amerikanische schon längst eingeschlagen haben, an denen im Sinn einer political correctness Sprachpolizisten unterwegs sind?! Unser Film läuft am 23.01.2018 in der KULTURZEIT von 3SAT um 19.20 Uhr.

17.11.2017

Die rechte Wende – online

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Unsere 60minütige Dokumentation “Die rechte Wende – Beobachtungen jenseits der Mitte” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

17.11.2017

Die Rechte Wende – Sendung

wedding

Über sechs Jahre beobachten wir nun Vertreter der Neuen Rechten. Als wir 2011 zum ersten Mal den rechtsintellektuellen Verleger Götz Kubitschek auf seinem ehemaligen Rittergut Schnellroda besuchten, wollte den das Feuilleton noch nicht wahrnehmen. Es gab keine AFD und auch keine Flüchtlingskrise. Er und seine Bücher waren nur einer kleinen Szene bekannt. Das hat sich geändert. Mittlerweile hat sein Antaios-Verlag mehrere Bestseller gelandet. Der Unternehmer ist gut vernetzt, berät AFD-Politiker und ist auch für den Protest auf der Straße eine zentrale Person. Wer sind er und die anderen Protagonisten der Neuen Rechten? Was wollen sie? Welches sind Ihre politischen Ziele? Unsere 60minütige Dokumentation “Die rechte Wende – Beobachtungen jenseits der Mitte” läuft am 22. November um 21.00 Uhr auf 3SAT uns ist danach auch bei uns in der Rubrik “Filme” online.

17.11.2017

Streit um Gebetsräume – online!

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Unsere Reportage über den Umganz deutscher Universitäten mit Glaube und Religion ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir waren dabei, als die Hamburger Universität verkündete, was künftig in ihrem Haus erlaubt ist. Erlaubt ist, so es denn Lehre und Forschung zulassen künftig Vollverschleierung, aber das offene Gebet in Uniräumen wie bsp. der Bibliothek, rituelle Fußwaschungen in den Bädern, die Trennung von Mann und Frau im sogenannten “Raum der Stille” sind fortan verboten. Wie werden sich Studentinnen und Studenten und die Univerwaltungen einigen, was die Stellung der Religion im Unialltag angeht?

17.11.2017

Streit um Gebetsräume

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Es ist für Universitäten ein neues Phänomen. Verstärkt kommen junge Menschen zum Studieren, die gläubig sind. Doch wie darauf reagieren, wenn diese auch während des Tages beten wollen und dafür Räume verlangen. Seit Jahrzehnten sind an Unis katholische und evangelische Studentengemeinden aktiv, die aber zumeist eigene Räumlichkeiten außerhalb des Campus haben. Sichtbare Religion, die gab es all die Jahre so gut wie gar nicht. Im letzten Jahr machte es Schlagzeilen, dass zum Teil radikalislamistische Prediger Uniräume genutzt hatten ohne dass die Verwaltung dies bemerkt hatte oder eingeschritten war. Das Freitagsgebet an der Technischen Universität versammelte zunehmend auch unifremde Personen, der Verfassungsschutz warnte. In Bochum predigte ein ehemaliger Leibwächter Osama Bin Ladins. Schließungen waren die Folge und lautstarke Proteste von Muslimen, die vor den Unis in der Öffentlichkeit beteten. Denn betroffen waren nun nicht nur Islamisten, sondern auch ganz normale Gläubige. Unis reagieren nun ganz unterschiedlich. Wir sind säkulare Einrichtungen, die keinen Platz für Glauben und Religion haben, so sagen die einen – wir müssen als Orte des Lebens auch Gläubigen Räume bieten, sagen die anderen. Sollen sich Unis Glauben und Religion verschließen? Kann es ein Miteinander geben? Und wenn – wie? Unser Film für 3SAT-Kulturzeit sucht nach Antworten. Er äuft am Montag, den 30. Oktober um 19.20 Uhrin der Kulturzeit auf 3SAT und dann in unserer Rubirk “Filme”.

 

13.06.2017

Interview mit Ströbele – online!

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Hans-Christian Ströbele von den Grünen ist langjähriges Mitglied des hochgeheimen parlamentarischen Kontrollgremiums. In dem ging es nun schon mehrfach um den Fall des Attentäters vom Breitscheidplatz. Was wussten die Behörden über Anis Amri? Warum handelten sie trotz der Verbrechen, die Amri schon vor dem Terroranschlag beginn, nicht? Welche Rolle spielen die Geheimdienste? Für unsere Kulturzeitreportage zum Fall Anis Amri sprachen wir mit Hans-Christian Ströbele. Ein Auszug unseres spannenden Interviews steht nun in unserer Rubrik “Filme” abrufbereit.

13.06.2017

Der Fall Amri – Sendung!

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Für die Kulturzeit von 3SAT beschäftigen wir uns mit dem Fall Amri. Der Terroranschlag vom Breitscheidplatz wird immer mehr zum Skandal der Sicherheitsbehörden. Vieles erinnert Hans-Christian Ströbele an die Rolle der Geheimdienste im NSU. Ein mutmaßlicher Terrorist, der unbehelligt (aber engmaschig durch Behörden beobachtet) durch die Republik ziehen kann, ein halbes Dutzend Aliasnamen trägt, in radikal-islamistischen Zirkeln verkehrt. Und Straftaten begeht. Warum wurde Anis Amri nicht verhaftet? Welche Rolle spielte ein Bombenangriff der Amerikaner auf Libyen am 19. Januar 2017 – exakt einen Monat nach dem Attentat auf den Breitscheidplatz, so fragt Ströbele. Anis Amri hatte Verbindungen zu IS-Kadern in Libyen. Wurde er abgeschöpft? Ließen ihn Geheimdienste und Polizei frei herum laufen, weil sie sich Erkenntnisse von ihm erhofften. Andreas Schulz, bekannter Opferanwalt, fordert jetzt 100 Millionen Euro Entschädigung für Verletzte und Angehörige. Es müsse untersucht werden, ob sich der deutsche Staat haftbar gemacht habe. Wir sprechen mit dem Politologen Hajo Funke, dem Politiker Hans-Christian Ströbele, dem Opferanwalt Andreas Schulz und den beiden investigativen Journalisten Jo Goll und Susanne Opalka, die von Anfang die Hintergründe recherchieren. Unser Film am Mittwoch, den 13. Juni 2017 um 19.20 Uhr in der Kulturzeit auf 3SAT und dann in unserer Rubrik “Filme”.

17.05.2017

Tod einer Polizistin – Termine

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Unsere Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” wird nach den erfolgreichen Ausstrahlungen im Ersten Deutschen Fernsehen und auf tagesschau24 nun auch im Programm des SWR und des rbb ausgestrahlt. Sendetermine sind: SWR, 17.05.2017, 23:30 Uhr und rbb, 23.05.2017, 22:45 Uhr. Mit der Debatte um unseren Film beschäftigt sich nun auch telepolis. Darin schreibt Autor Thomas Moser: “Die TV-Dokumentation der Rihas hat in bestimmten Kreisen zu heftigen, ja, panischen Reaktionen geführt – vor allem bei Bundesanwaltschaft, aber auch einigen Medien und Politikern wie Drexler. Der Tabubruch des Filmes besteht darin, die Tat als “ungeklärt” zu bezeichnen und der Bundesanwaltschaft die Deutungshoheit abzusprechen. Die oberste Ermittlungsbehörde der Bundesrepublik behauptet wider alle begründete Einwände, die Tat sei von den beiden NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos allein verübt worden.” Der Artikel schreibt weiter, dass Wolfgang Drexler (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses, versucht habe, eine weitere Ausstrahlung des Films zu verhindern, was aber gescheitert sei: “Wie es aussieht, war Zensor Drexler mit seiner Initiative doch nicht erfolgreich. Dennoch ist der gesamte Vorgang höchst bedenklich. Er stellt auch ein Misstrauensvotum gegenüber Redaktionen dar, denen die Fähigkeit abgesprochen wird, kritischen Journalismus zu verantworten.”

16.05.2017

Tod einer Polizistin – Debatte

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Auch gut drei Wochen nach der Erstausstrahlung unserer Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” dauert die Debatte um den Film an. Im Gegensatz zu der überwiegend positiven Kritik, einer großen medialen Aufmerksamkeit und der sehr guten Einschaltquote im Ersten Deutschen Fernsehen äußerte der Vorsitzende des baden-württembergischen NSU-Untersuchungsausschusses Wolfgang Drexler (SPD) harsche Kritik. Unser Film sei “grob falsch” und “anstößig” so verbreitete er über den Presseverteiler des baden-württembergischen Landtags und forderte die ARD zur Stellungnahme auf. Wir reagierten anwaltlich und verlangten von ihm die Unterlassung seiner unwahren Behauptungen. Einer gerichtlichen Auseinandersetzung geht Wolfgang Drexler allerdings aus dem Weg. In einem Schreiben teilte er mit, als Abgeordneter des baden-württembergischen Landtags unterliege er der sogenannten “Indemnität”, weshalb jedes zivil- und auch strafrechtliche Vorgehen gegen ihn ins Leere laufen müsse. Nun berichtet auch der renommierte EPD-Mediendienst über das Vorgehen des Politikers und unseren Film. Im aktuellen Heft heißt es: “Die Vielzahl von Argumenten, Fakten und Vermutungen, machen die Dokumentation zu einer kriminologischen Spurensuche, die auf Originalfotos vom Tatort und Polizei zurückgreift, um das Puzzle inklusive der weißen Flächen, zusammenzusetzen. (…) Die Dokumentation vermittelt ein verstörendes Bild. Was Clemens und Katja Riha zusammen getragen haben, verlagert sich in die Sphäre des Polit-Thrillers. Am Ende lassen sie den Anwalt Yavuz Narin, einen Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess, zu Wort kommen, der über die ominösen Mitwisser und Hintermänner sagt: Die Menschen, die soweit angesprochen werden, wissen sehr gut, wer sie sind!” Wir denken, dass die Fragen, die unser Film aufwirft beantwortet werden müssen. Versuchen politischer Einflussnahme auf unsere Arbeit treten wir weiterhin entschieden entgegen.

24.04.2017

Tod einer Polizistin – Presse!

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Unser Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” wird bereits vor Ausstrahlung von allen großen überregionalen Medien besprochen. Die BILDzeitung berichtet über unseren Film und die Entdeckung eines NSU-Schriftzugs am Tatort auf Archivmaterial auf beinahe einer ganzen Seite in ihrer überregionale Ausgabe. Nikolaus Harbusch schreibt: “NSU-Schriftzug am Tatort entdeckt (…) Jahrelang haben sich Hunderte Experten von Polizei, Geheimdiensten, Staatsanwaltschaften und Untersuchungsausschüssen mit dem Fall beschäftigt. Doch erst jetzt hat Filmemacher Clemens Riha (…) beim Sichten von Archivmaterial den Schriftzug entdeckt”. In der “Zeit” schreibt Tom Sundermann: “Durch Interviews mit Freunden, Journalisten, Politikern und Kriminalexperten entsteht in der Dokumentation eine schaurige Nummernrevue aller Widersprüche des Polizistenmords.” Und zitiert zum Schluss den von uns interviewten Kriminologen Thomas Feltes: “Wenn Heilbronn kippt, kippt das ganze NSU-Verfahren. Denn: Wie könnte die Anklage im NSU-Prozess noch glaubhaft vertreten, dass die anderen neun Morde sicher auf das Konto der Terrorzelle gehen? Mit dem Wissen um Fehler in der Anklage könnten die Richter nicht einfach zum Urteil übergehen – alles, was bislang bestätigt schien, müsste dann erneut geprüft werden. Der Prozess hätte versagt.” Andreas Förster in der Berliner Zeitung: “Der Berliner Filmemacher Clemens Riha hat mit seiner Frau Katja eine beklemmende Dokumentation gedreht. Sie beschreiben in ihrem spannenden Film die meisten Unklarheiten in dem bis heute verwirrenden Fall.” Die Frankfurter Rundschau urteilt: “Sie schildern Indizien, die mehr als geeignet sind, die alleinige Täterschaft der beiden NSU-Verbrecher zu bezweifeln. (…) Der Fall erinnert an andere Affären in der deutschen Geschichte, etwa das “Celler Loch”, das der Verfassungsschutz am 25. Juli 1978 in die Mauer des Gefängnisses in Celle gesprengt hatte, um einen Anschlag der RAF vorzutäuschen. (…) So ist es ein Verdienst des Films, dass er erneut die Frage nach den Verflechtungen zwischen rechtsextremen Milieu und Verfassungsschutz aufwirft.” Viele lobende Worte. Einzig allein Annette Ramelsberger in der Süddeutschen sieht in unserem Film “eine krude Story, die mitten hinein in den Verschwörungsdschungel führt”. Sie spricht von “zwielichtigen Zeugen” und dass wir “auf Teufel komm raus das Bild einer Verschwörung zeichnen” würden. Dafür aber gebe es keine Belege. Doch die gibt es. Deshalb nicht Süddeutsche lesen, sondern das Erste Deutsche Fernsehen einschalten!

 

24.04.2017

Pau zu Kiesewetter

Pau

Wir haben für unsere Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” auch mit Petra Pau, der Obfrau der Linken im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags, gesprochen. In der Rubrik “Filme” gibt es einen längeren Auszug aus unserem spannenden Gespräch.

24.04.2017

Binninger zu Kiesewetter

Binninger

Wir haben für unsere ARD-Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” auch mit Clemens Binninger, dem Vorsitzenden im NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag, gesprochen. In der Rubrik “Filme” gibt es Auszüge aus unserem spannenden Gespräch.

24.04.2017

Tod einer Polizistin – online!

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Unsere viel besprochene Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” ist jetzt auch bei uns in der Rubrik “Filme” online. Wir hoffen, dass der Film dazu beiträgt, dass die Untersuchungen zum Mord in Heilbronn neu aufgenommen werden. Zu viele Fragen sind ungeklärt, sie müssen beantwortet werden.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Sendung!

Gedenkort

Unsere investigative Reportage “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” ist nun fertig und wird am Montag, den 24.04.2017 im Programm des Ersten Deutschen Fernsehens um 22.45 Uhr ausgestrahlt. Vor zehn Jahren wurde der 22jährigen Polizistin auf der Heilbronner Theresienwiese in den Kopf geschossen. Wer hat sie umgebracht? Das steht für die Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess längst fest. Doch nicht nur die Mitglieder der NSU-Ausschüsse und Journalisten, die sich seit Jahren mit dem Fall beschäftigen, haben Fragen zu den Hintergründen und dem Ablauf des Mordes. So gibt es Hinweise auf Geheimdienste, die seinerzeit vor Ort waren und V-Leute, die in ihren Diensten standen. Merkwürdig ist auch, dass der Onkel von Michèle Kiesewetter bereits eine Woche nach deren Tod gegenüber den Mordermittlern die Vermutung äußerte, die Schüsse auf seine Nichte könnten etwas mit den “bundesweiten Türkenmorden” zu tun haben. Wie kam er darauf, denn der NSU flog doch erst vier Jahre später auf? Auch der Onkel ist Polizist und ermittelte im NSU-Umfeld. Bis heute konnte er keine schlüssige Erklärung dafür geben. Auch gibt es Hinweise, dass Michèle Kiesewetter bedroht und sogar beschattet wurde. Unser Film stellt unangenehme Fragen und sucht nach Antworten. Er ist der Anfang in einer notwendigen Neubetrachtung und Aufklärung des Falls. “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” läuft am Montag, den 24.04.2017 im Programm der ARD um 22.45 Uhr. Und in den folgenden Tagen auf Phoenix, Tagesschau24, dem RBB und verschiedenen anderen Programmen. Wir hoffen, dass unser Film auch jene Menschen, die mehr wissen, dazu motiviert, endlich darüber zu erzählen. Ihr Schweigen muss beendet werden. Denn “Michèle Kiesewetter hat es verdient, dass die Umstände ihres Todes aufgeklärt werden”, so sagt es ein Anwalt der Nebenklage zum Schluss unseres Films.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Schnitt!

Gedenkort

Der Schnitt zu unserer Dokumentation “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” hat nun begonnen. Wir waren auf den Spuren der mit 22 Jahren ermordeten Polizistin. In ihrem Heimatort Oberweißbach in Thüringen, in ihrer ehemaligen Schule, der Biberacher Polizeischule, der Böblinger Kaserne, in der sie lebte und arbeitete, auf dem Heilbronner Polizeirevier, wo Sie morgens am 25.04.2007 zum Dienst antrat und an jenem Ort, an dem ihr wenige Minuten später in den Kopf geschossen wurde. Nach einer langen Reise standen wir zum Schluß des Drehs vor ihrem Grab. Vor dem Grab eines Menschen, den wir erst kennen lernten konnten als er nicht mehr lebte. Wir haben viele Fragen gehabt und nach Antworten gesucht. Wir sind dabei auf eine Mauer des Schweigens getroffen, die noch bei keinem unserer anderen Filme so hoch und so dick war, wie diesmal. Keiner der Ermittler wollte mit uns reden. Oder durfte er nicht? Auch die Kolleginnen und Kollegen von Michèle Kiesewetter wollen nach zehn Jahren nichts sagen. Was ist der Grund für dieses Schweigen? Für die Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess ist der Fall klar. Doch ist er das wirklich? Es scheint, als gebe es ein Geheimnis, von dem mehr Menschen wissen, als man es bisher annimmt. Einige wollen vielleicht sogar, dass der Fall Kiesewetter endlich gelöst wird, aber sie haben Angst.

21.04.2017

Tod einer Polizistin – Dreh!

Gedenkort

Nach “Vmannland” und “Reichsbürger gegen den Staat” produziert candoberlin nun mit “Tod einer Polizistin – das kurze Leben der Michèle Kiesewetter” eine weitere investigative Reportage für das Erste Deutsche Fernsehen. Vor zehn Jahren starb die Polizistin Michèle Kiesewetter. Wenn man der Anklage im Münchner NSU-Prozess folgt, so war der Mord an der 22jährigen Polizistin der letzte in einer Serie, in der zuvor neun Migranten sterben mussten. Nach der Bundesanwaltschaft sind Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt von Zwickau aus aufgebrochen, um sich neue Pistolen zu beschaffen. Die hätten sie sich wenig später besorgt, als sie hunderte Kilometer entfernt auf der Heilbronner Theresienwiese auf Michèle Kiesewetter und deren Kollegen trafen. Doch macht das Sinn? Kann das alles so gewesen sein? Zeugen beobachteten seinerzeit mehrere blutverschmierte Männer, die flüchtend in Autos sprangen und angesichts der angefertigten Phantombilder nicht Mundlos und Böhnhardt gewesen sein können. Auch kann die Tat nicht ohne ortskundige Unterstützer und Vorbereitung erfolgt sein. Für Mitglieder der Untersuchungsausschüsse und Journalisten ist der Fall Kiesewetter der Schlüsselfall der NSU-Aufklärung. Und das, weil er so gar nicht in die Serie passen will. Wir sprechen mit Tatortzeugen, Familienmitgliedern verstorbener Zeugen, Polizisten, Mitgliedern der NSU-Untersuchungsausschüsse, Journalisten und Informanten. Und wollen vor allem auch wissen, wer Michèle Kieseletter überhaupt war. Warum wurde sie Polizistin? Warum ging sie nach Baden-Württemberg und nicht nach Thüringen? In was für einer Einheit arbeitete sie und in was für Einsätzen? Einige, der Fragen, auf die wir Antworten suchen werden. Der Dreh hat Anfang März 2017 begonnen.

01.02.2017

Obdachlos – online!

obdachlos

Unsere Reportage “Stadt der Obdachlosen” für 3SAt Kulturzeit ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Mit geschätzten 20.000 Menschen, die keine Wohnung oder Haus haben und von denen 3000 dauerhaft auf der Straße leben, ist Berlin Deutschlands Hauptstadt der Obdachlosen. Wir haben Debora Ruppert, eine junge Fotografin, begleitet. Sei sieben Jahren besucht sie Obdachlose in Berlin, spricht mit ihnen und fotografiert sie. Und wir waren in Köln. Sven Lüdecke ist auch Fotograf. Als er mitbekam, wie eine obdachlose Frau aus dem Kölner Hauptbahnhof vertrieben wurde, beschloss er, zu helfen und ihr eine Hütte zu bauen. Mittlerweile bauen er und seine Organisation “Little Home” Hütten für Obdachlose in ganz Deutschland. Und die sind froh, endlich einen Raum zu haben und wenn er noch so klein ist, in dem sie ihre Sachen einschließen können und nachts sicher sind.

31.01.2017

Stadt der Obdachlosen

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Geschätzte 20.000 Obdachlose leben in Berlin. Davon dauerhaft 3000 auf der Straße. Sie schlafen unter Brücken, in U-Bahnhöfen, auf dem Gehweg. Die Hauptstadt ist nicht nur für die Erfolgreichen und Kreativen Anziehungspunkt, sondern auch für die Armen. Sie kommen nicht nur aus Deutschland, sondern verstärkt auch aus Osteuropa. In Sichtweite von Reichstag und Bundeskanzleramt haben Obdachlose ihre Zelte aufgebaut. Die Politiker bräuchten nur ein paar Minuten, um etwas über die Situation der Menschen zu erfahren. Die Berliner Fotografin Debora Ruppert besucht für ihr Projekt “Street Life Berlin” seit sieben Jahre Obdachlose und porträtiert sie. Wir haben sie begleitet und in Köln einen anderen Fotografen besucht, der seit dem Herbst letzten Jahres Holzhütten für Obdachlose baut. Dienstag Abend in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr und danach online in unserer Rubrik “Filme”.

14.12.2016

ZDF reportage – online!

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Unser Film über außergewöhnliche Menschen und ihr Ehrenamt, die wir für die ZDFReportage besucht haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben eine Bankerin am Bahnhof , einen HartzIV-Bezieher in seinem Bürgermeisteramt, eine Kindertafel in Köln und Häftlinge der JVA Hannover besucht. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sie engagieren sich für andere Menschen und wollen dafür kein Geld. Sie wollen helfen.

02.12.2016

Reichsbürger – online!

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Unsere Dokumentation “Reichsbürger gegen den Staat”, die wir zusammen mit Kollegen des MDR und des RBB für das Erste Deutsche Fernsehen gedreht haben, lief auf dem Sendeplatz mit überragendem Erfolg. Die Einschaltquote von 12,4 % schlug alle Erwartungen. Und zeigt, dass die “Reichsbürger” keine krude kleine Gruppe sind, sondern gesellschaftlich ernst genommen werden müssen. So sagt Jan-Gerrit Keil, der Kriminalpsychologe des LKA Brandenburg: “Jeder von diesen selbst ernannten Kanzlern, Königen und Kaisern will willkürlich handeln. Und das muss eine Demokratie als Gefahr sehen. Der Film steht nun in unserer Rubrik “Filme”. Weitere Sendetermine in den 3. Programmen stehen an.

30.11.2016

Reichsbürger – Sendung!

reich

Der potentielle Polizistenmörder Wolfgang P. kannte Adrian Ursache. Der ehemalige Mister Germany hatte ebenfalls einen eigenen Staat gegründet. Bei der Erstürmung seines Grundstücks war es zu einer Schießerei gekommen. Als wir das Drehmaterial eines Lokalreporters sichteten, trauten wir unseren Augen nicht, als wir unter den einhundert Unterstützern von Adrian Ursache Wolfgang P. entdeckten. Hart sind seine Gesichtszüge geworden im Vergleich zu den vor ca. 1 1/2 Jahren gedrehten Videos, in denen er Männer vom Zoll und einen Gerichtsvollzieher beschimpft. Wie vernetzt ist die Reichsbürgerszene? Was bringt Menschen dazu, den Staat nicht nur abzulehnen, sondern für nicht legitim zu halten. Wir versuchen, Antworten zu geben und  erzählen unter anderem die Fälle Usache und Wolfgang P., forschen dem Schicksal einer Spediteursfamilie nach, die vor Jahren den Ausstieg aus der BRD erklärte. Zum ersten Mal vor der Kamera spricht nach seinem Prozess mit uns ein ehemaliger Reichsbürger und schildert, wie er in diese Szene rutschte. Und neben vielem anderen fragen wir Gregor Gysi, wie es passieren konnte, dass er zum Idol mancher Reichsbürger wurde. Das Medieninteresse am Film ist groß. So gaben wir bisher Interviews für HR1 und HRinfo, das rbb-inforadio, Radio1, kulturradio und radio fritz. Wir danken den Kolleginnen und Kollegen für das Interesse am Film. Der kommt am Mittwoch, den 30. November 2016 um 23.15 Uhr.

20.11.2016

Reichsbürger – Dreh!

Grenzschild

Für das Erste Deutsche Fernsehen nehmen wir die Spuren der sogenannten “Reichsbürger” auf. Bereits seit 2012 recherchieren wir in diesem Bereich. Was ist aus jenen Menschen geworden, die wir 2014 für unsere viel beachtete Dokumentation “Der Staat bin ich” besuchten? Gemeinsam mit MDR und RBB unternehmen wir eine Spurensuche in einem Mileu, für das der bundesdeutsche Staat nicht existiert. Was sagt Gregor Gysi dazu, dass Reichsbürger ihn für einen der ihren halten, weil er in einer Rede die Geschichte der Souveränität thematisierte? Was wurde aus jenem Mann, von dem es damals hieß, er sei der “Chefchemiker der Reichsbürger” und der zum ersten Mal vor einer Kamera darüber sprechen wird, wie er in diese Welt geriet? Was machen die Besitzer einer Spedition, die ihr Grundstück zum exterritorialen Gebiet erklärten und Steuer- und Mautzahlungen einstellten? Auch Peter Fitzek, den selbst ernannten König von Wittenberg, beobachten wir seit Jahren mit unserer Kamera. Seit Monaten sitzt er in Untersuchungshaft und muss sich vor einem Gericht in Halle verantworten. In einem Interview erzählte er uns einmal, niemand könne ihm etwas anhaben. Das sieht derzeit anders aus. Der Film wird Ende des Monats im Ersten Deutschen Fernsehen und danach in verschiedenen dritten Fernsehprogrammen laufen.