Rund drei Wochen verzichtet Deutschland nun auf wesentliche Grund- und Freiheitsrechte. Vor allem die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Nur aus triftigem Grund dürfen die Menschen das Haus verlassen. Zu einer Demo zu gehen, gehört nicht dazu. Klopapier kaufen, das darf man. Das wollen der freie Journalist und Autor Anselm Lenz und seine Mitstreiter nicht akzeptieren und organisieren nun jeden Samstag eine sogenannte Hygienedemo, bei der der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten werden soll. Das Coronavirus hält er für nicht so schlimm wie berichtet würde. Die Behörden und vor allem die Polizei sehen das anders und halten bereits Stunden vor der Demonstration den Platz regelrecht besetzt. Aber auch unter renommierten Staats- und Verfassungsrechtlern, die das Virus durchaus ernst nehmen, macht sich Skepsis und Kritik breit Sind wirklich alle harten Maßnahmen berechtigt? Wie kann es sein, dass Baumärkte geöffnet, aber die freie Meinungsäußerung durch Demonstrationen verboten bleibt. Und sie fragen sich, werden die Menschen nach dieser Krisenerfahrung staatgläubiger und bereit dazu sein, auf Freiheitsrechte auch in anderen Situationen zu verzichten. Wir waren am Samstag bei der Demonstration in Berlin und haben u.a. mit dem Zeithistoriker René Schlott und dem Kirchen- und Staatsrechtler Hans Michael Heinig gesprochen. Unser Film läuft am Montag, den 6. April auf 3SAT in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr.
