24.10.2021

Flut im Museum – online

MASTERFlutmuseum

Unser Film über die Artefakte aus der Flut, die nun im Bonner Haus der Geschichte restauriert und archiviert werden, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir wünschen den Menschen, die wir während unserer Dreharbeiten im Flutgebiet kennen gelernt haben, alles Gute für die Zukunft und dass sich ihr Leben möglichst bald wieder normalisieren wird.

19.10.2021

Flut im Museum – Sendung

MASTERFlutmuseum

Über eine Million Objekte hat das Haus der Geschichte in Bonn gesammelt. Es ist so etwas wie das materialisierte Gedächtnis der Republik. Ob Wirtschaftswunder, Mauerbau oder Flüchtlingskrise, zu jedem großen geschichtlichen Ereignis der Bundesrepublik haben die Museumsmacher in ihrer Ausstellung und noch viel mehr in ihren Magazinen Nun kommen ein paar neue Objekte hinzu. Die Flut vor drei Monaten gilt, so der Sammlungsdirektor, als die erste, die direkt mit der Klimakrise in Verbindung steht. Und so sitzen die Restauratoren nun über Dingen, die die Flug weggeschwemmt und beschädigt haben. Sie alle haben eine Geschichte – die Malerin und ihre erdverschmierten Bilder, der Pfarrer und das, was das Wasser von seiner Kirche übrig ließ und die Dorfbewohnerin, die in den ersten Tagen hunderte von Fotos machte. Wir haben Sie besucht und waren im Haus der Geschichte, um zu schauen, wie dort mit den geschichtlichen “Beweisstücken” umgegangen wird. Unser Film läuft am Mittwoch, den 22. Oktober um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

19.10.2021

Anschlag von Halle – online

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Unser Film über das neue Buch von Esther Dischereit ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Zum zweiten Jahr hat sich der Anschlag von Halle gejährt. In ihrem Buch “Hab keine Angst, erzähl alles” lässt Esther Dischereit die Überlebenden des Anschlags und ihre Anwälte sprechen. Sie druckt Dokumente des Prozesses ab und erinnert an die zwei Mordopfer von Halle. Unser Film lief in der KULTURZEIT von 3SAT.

11.10.2021

Anschlag von Halle – Sendung

HallegedenkenFoto

Vor zwei Jahren versuchte ein Attentäter in Halle eine Synagoge zu stürmen und einundfünfzig Menschen darin umzubringen. Als das nicht gelang erschoss er eine vierzigjährige Frau, die zufällig vorbei kam und in einem Imbiss einen zwanzigjährigen jungen Mann. Zum zweiten Mal jährt sich der Anschlag. Die Schriftstellerin Esther Dischereit hat für ihr neues Buch nun die Stimmen der Überlebenden gesammelt. Dazu fügt sie Interviews, Gerichtsprotokolle und die Plädoyers der Anwälte der Nebenklage. Es entsteht das Bild eines ganz besonderen Prozesses, in dem es nicht allein um die monströse Tat und die Verurteilung des Mörders ging, sondern auch in ganz besonderem Maß um die Überlebenden und ihre Geschichte. Viele von ihnen sind Kinder von Shoa-Überlebenden und überlebten nun ihrerseits einen Mordversuch in Deutschland. Wir waren mit Esther Dischereit in Halle und haben einige der Menschen getroffen. Unser Film am Montag, den 11. Oktober um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

18.08.2021

Lernen im Ausnahmezustand

AUSSPIELMASTERLernenimAusnahmezustand

Unserer rbb-Webdoku “Lernen im Ausnahmezustand” ist jetzt in unserer Rubrik “Filme”online abrufbar. Sie begleitet vier Berliner Schülerinnen während des dritten Lockdowns und besucht auch einen ihrer Lehr

18.08.2021

Berlin.Macht.Schule.

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Unsere Dokumentation “Berlin.Macht.Schule”, die nicht nur in der rbb-Sondersendung zum Thema Bildung für viele Diskussionen gesorgt hat, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar.

10.08.2021

Lernen im Ausnahmezustand

AUSSPIELMASTERLernenimAusnahmezustand

Ein halbes Jahr lang haben wir Berliner Schülerinnen durch den monatelangen Corna-Lockdown begleitet. Wie haben Sie die schwere Zeit zu Hause erlebt. Melina und Leyla leben in Hellersdorf bei ihrem 81 Jahre alten Opa. Der muss ihnenn nun das Rechnen und das Schreiben beibringen, da es für die beiden keinen digitalen Unterricht gibt. Auch die Arche, in der die Beiden sonst täglich zu Mittag essen und danach Hausaufgaben machen, ist weitgehend geschlossen. Roda ist in der siebten Klasse des Gymnasiums und wohnt in Prenzlauer Berg. Sie hat einen Computer und Digtalunterricht – theoretisch. Denn wochenlang bricht das System immer wieder zusammen und sie verzweifelt vor dem Computer. Sie will nur noch eins – dass endlich wieder Schule ist. Auch für ihren Lehrer ist die Situation nicht einfach. Oft sitzt er bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm und versucht seinem Anspruch gerecht zu werden, nämlich Kinder zu bilden. Nicht einfach in diesen Zeiten. Die 18jährige Maja ist froh, wenn das mit der Schule endlich vorbei ist: Sie macht Abitur in Pandemiezeiten und erlebt Lehrer, die sich regelrecht verabschiedet haben. Und fragt sich, was wird aus einer Gesellschaft, wenn die Jugend nur unzureichend Bildung bekommt. Ein Film, der zeigt, wie das letzte halbe Jahr war und hoffentlich nicht wieder wird. Der Film läuft in der ARD/rbb-Mediathek und auf candoberlin.de

10.08.2021

Berlin.Macht.Schule – Sendung

BerlinmachtSChule

In unserer 45minütigen Dokumentation Berlin:Macht.Schule beschäftigen wir uns mit dem Berliner Schulsystem. Wie ist die Situation der Schülerinnen und Schüler, wie der Lehrerinnen und Lehrer? Wir schauen hinter die Kulissen der Berliner Schulbauoffensive, die Milliarden kosten wird und Berlin nicht nur neue Gebäude, sondern auch eine neue Pädagogik bringen soll. Statt der “Flurschule” soll es jetzt sogenannte Compartmentschulen geben. Wie sieht es mit der digitalen Ausstattung aus? Auch berichten wir über ein längst vergessenes Kapitel der Berliner Schulpolitik – die Schulschließungen, die es um die Jahrtausendwende dutzendfach gegeben hat. Was ist aus den ehemaligen Schulen geworden. Unser Film läuft nach einer Sondersendung zu der Situation der Schulen, an der Katja Riha teilnehmen wird, am 17.08.2021 um 21.00 Uhr im Abendprogramm des rbb.

10.08.2021

30 Jahre – Sendung

Landeszentrale1

Unser Rückblicksfilm auf 30 Jahre Sächsische Landeszentrale für politische Bildung wurde am 05. Juli 2021 in einer Live-Internetsendung anlässlich des Jubiläums gezeigt. Der Film “30 Jahre” lieferte dabei nicht nur persönliche Erinnerungen von menschen, die sich für politische Bildung engagiert haben, sondern er zeigt auch, wie sich die Ausrichtung politischer Bildung in Sachsen über die Jahrzehnte verändert hat. Unser Film ist auf der Seite der Landeszentrale für politische Bildung (www.slpb.de) zu sehen.

10.08.2021

30 Jahre – Drehbeginn

Landeszentrale1

Im Juli 2021 wird die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung 30 Jahre alt. CandoBerlin produziert anlässlich des Jubiläums einen Film, in dem sich ehemalige und altgediente Mitarbeiter an die vergangenen Jahrzehnte erinnern. Zudem liefert der amtierende Direktor der Landeszentrale einen Blick auf zukünftige Aufgaben und Herausforderungen. Die Dreharbeiten haben Mitte Mai begonnen. Unser Film wird im Rahmen einer virtuellen Jubiläumsfeier im Internet zu sehen sein.

10.08.2021

Berlin.Macht.Schule – Dreh

BerlinmachtSChule

Die Pandemie hat die Berliner Schulen schwer getroffen. Monatelang konnte kein Unterricht stattfinden, Schüler und Lehrer mussten virtuell lernen und lehren. Für eine 45minütige Reportage für den RBB haben beschäftigen wir uns aber nicht nur mit der Coronazeit in den Schulen, sondern wir wollen herausfinden, wie Schule in Berlin funktioniert. Die Schulbauoffensive ist das größte Investitionsprojekt der aktuellen Rot-rot-grünen Landesregierung. Wir sind auf Baustellen, sprechen mit Architekten und Schulplanern. Wie steht es um die Digitalisierung, welche Schultypen haben eine Zukunft, welche haben sich vielleicht überholt? Was sagt die Politik, welche Vorschläge haben Pädagogen, wie sehen Lehrer und Schüler die Situation. Monatelang haben wir sie begleitet. Unser Film wird am 08. August 2021 im Fernsehen des RBB zu sehen sein.

10.08.2021

HQMedienpreis – Sendung

MASTERMEDIENPREIS21.MIX2

Am 22. Juni wurden die Preisträger des Herbert Quandt-Medienpreises geehrt. Bereits im dritten Jahr produziert CandoBerlin Filme über die Preisträger. Wir begleiten die Journalistinnen und Journalisten noch einmal zu den Protagonisten ihrer Geschichten, zeigen, wie sie recherchieren, schreiben und erzählen. und wollen darüber hinaus wissen, was sie für Menschen sind. Diesmal waren wir in der Schweiz, München, Nürnberg, Berlin, Schwerin, in einem kleinen Mecklenburger Dorf und auf einer Schafweide auf Rügen unterwegs. Entstanden sind diesmal aber nicht “nur” diese Filme, sondern eine über einstündige virtuelle Preisverleihung. Zusätzlich von uns wurden die Laudationes aufgenommen, in denen der Geschäftsführer der NZZ Deutschland, der Chefredakteur von Capital, die Programmchefin von Phoenix und eine bekannte Medienmanagerin sprechen. Zudem spricht Stefan Quandt über die aktuelle Situation und die Preisträger. Unser Film ist auf der Seite des Herbert Quandt Medienpreises (https://www.johanna-quandt-stiftung.de/medien-preis/2021) zu sehen.

10.08.2021

HQMedienpreis – Drehbeginn

MASTERMEDIENPREIS21.MIX2

Anfang Mai haben die Dreharbeiten für die diesjährige Verleihung des Herbert Quandt-Medienpreises beginnen. CandoBerlin produziert die gesamte virtuelle Preisverleihung inklusive der Laudationes von bekannten Journalisten und der Ansprache von Stefan Quandt. Coronabedingt kann der bekannteste deutsche Medienpreis dieses Jahr nur virtuell und nicht wie sonst in einer eigenen Festveranstaltung verliehen werden.

26.04.2021

Neustadt aus Ruinen – online

BismarckNeustadtgesamt

Unsere Reportage über das Projekt “Neustadt” des Künstlers Julius von Bismarck und der Künstlerin und Architektin Marta Dyachenko. Die beiden haben nach im Original abgerissenen Wohnhäusern, Schulen, Kirchen, Schwimmbädern und vielen anderen Gebäuden Skulpturen im Original von 1:25 geschaffen und sind mit ihrer “Neustadt” auf einem Binnenschiff nach Duisburg gereist. Wir haben die Künstler begleitet. Unser Film lief in der KULTURZEIT von 3SAT und ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

22.04.2021

Neustadt aus Ruinen – Sendung

BismarckNeustadtgesamt.2

In Duisburg entsteht eine Stadt aus Häusern, die längst abgerissen wurden. Schulen, Schwimmbäder, Kirchen, Kraftwerke, Hochhäuser – sie alle wurden nicht mehr gebraucht – ästhetisch, funktional und manchmal standen sie einfach “nur” Neuem im Weg. Der Künstler Julius von Bismarck und die Architektin Marta Dyachenko haben Modelle von diesen Bauwerken gefertigt – aus Beton gegossen, aus Metall geschweisst. Nun ensteht am Emscherkunstweg daraus eine Stadt. Wir haben das Projekt begleitet, waren dabei als die letzten Arbeiten an den Gebäuden erledigt wurden, sie dann auf ein Binnenschiff verladen und schließlich in Duisburg aufgebaut wurden. Zudem waren wir zusammen mit dem Stadt- und Raumplaner Tim Rieniets in Marl, wo Anfang der 60er Jahre ein einmaliges modernes Bauensemble entstand. Auch ein spektakuläres Schwimmbad – das abgerissen wurde. Nun steht es im Maßstab 1:25 an einem Autobahnkreuz im Ruhrgebiet. Unser Film zur Kunstaktion – in der KULTURZEIT am 22. April um 19.20 Uhr auf 3SAT.

15.04.2021

Coronatrauer – online

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Unser Film über die geplante Gedenkveranstaltung für die Coronatoten und den generellen Umgang unserer Gesellschaft mit den Opfern der Pandemie ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir begleiten darin zwei Künstler in Stuttgart, treffen einen Berliner Autor,d er schon lange an öffentlichen Orten mit Kerzen auf die Opfer von Corona aufmerksam gemacht. Zudem erklärt uns die Medizinhistorikerin Karen Nolte, warum man sich in Deutschland mit offiziellem gedenken so schwer tut. In Schloss Bellevue treffen wir Elke Büdenbender, die betont, warum sie ihren Mann Frank-Walter Steinmeier bei der geplanten Gedenkfeier im berliner Konzerthaus unterstützt.

13.04.2021

Coronatrauer

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Bisher gab es in Deutschland keinen offiziellen Gedenkakt für die Opfer der Coronapandemie. In anderen Ländern hingegen schon. Nun wird es am 18. April auf Initiative des Bundespräsidenten solch eine staatliche Gedenkfeier geben. Warum die wichtig ist, erklärt uns Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten. Wir waren dabei als Künstler in Stuttgart in einer Performance eine Nacht lang Nägel in eine Stahlschale haben fallen lassen – so viele Nägel wie bisher Menschen in Deutschland an Corona gestorben sind. Die Medizinhistorikerin Karen Nolte erklärt, warum sich Deutschland bisher so schwer getan hat, offiziell der Opfer zu gedenken und dies anderen Ländern leichter fällt. Der Autor Christian Schmidt macht mit seiner Initiative “Corona-Tote sichtbar machen” bereits seit dem letzten Jahr im öffentlichen Raum auf die Coronaopfer aufmerksam. Von einer staatlichen Gedenkfeier hält er wenig, es sei denn die verantwortlichen Politiker würden sich vor der gemeinsamen Trauer bei Opferangehörigen dafür entschuldigen, verhängnisvolle Fehler gemacht zu haben. Unser Film zur Coronatrauer läuft in der KULTURZEIT auf 3SAT am Mittwoch, den 14. April um 19.20 Uhr.

15.03.2021

Susanne Schröter im Interview

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Wir haben für unseren 3SAT-Kulturzeit-Film über Cancel Culture und Political Correctness die Frankfurter Enthnologin Susanne Schröter interviewt. Einen Zusammenschnitt des Interviews ist nun in unserer Rubrik “Filme” verfügbar, wo sich auch der KULTURZEITfilm findet. Susanne Schröter kämpft mit dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit darum, dass an der Universität weiterhin frei geforscht werden kann.

11.03.2021

Öffentlichkeitsfeinde – online

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Unser Film über das neue Buch von Bernd Stegemann “Die Öffentlichkeit und ihre Feinde” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der Film zeigt, dass die Auseinandersetzung über Identitätspolitik, political correctness und cancel culture besser außerhalb von Twitter und anderen sozialen Netzwerken erfolgen sollte. Andere Menschen im Dienste des vermeintlich Guten nieder zu machen, macht es nicht besser und bringt den Kampf gegen Antirassismus und Diskriminierung kein Stück vorwärts. Auch wäre es besser statt reiner Betroffenheit wieder Argumente sprechen zu lassen. Auch die Reaktionen auf unseren Kulturzeitfilm zeigen, wie verhärtet die derzeitigen Fronten der immer mehr ideologisch geprägten Auseinandersetzung sind.

10.03.2021

Öffentlichkeitsfeinde – Sendung

FeindederLffentlichkeiMASTERtMix2

Die Berliner Journalistin Fatina Keilani schrieb vor Kurzem in ihrer Kolumne über Empörungsnachschub und antirassistische Geschäftsmodelle. Kurz danach stand sie mitten in einem Twitter-Shitstorm. Ihr Text sei “rassistische Scheisse” und selbst mit dem” N-Wort” wurde sie bedacht. So schrieb jemand, Keilani sei ein Hausn**** des Tagesspiegel. Statt sich sachlich mit den Argumenten der Journalistin auseinander zu setzen, reagierten viele Aktivisten mit Empörung, forderten gar ihre Entlassung. Doch solche Empörung, so sagt Bernd Stegemann, sei ein schlechter Berater, was ein Blick in die Geschichte schnell zeige. Der Dramaturg und Essayist hat gerade eben sein Buch “Die Öffentlichkeit und ihre Feinde” veröffentlicht. Darin untersucht er eine Gesellschaft, deren Meinungskorridore immer enger werden und die Gefahr läuft, ihre Freiheit zu verlieren. Das befürchtet auch die Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter, die unter ihren Studenten beobachtet, dass immer häufiger eigene Betroffenheit Argumente ersetze. Schröter hat deshalb das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit mitbegründet. Auch das löste sogleich Beißreflexe aus – hier würden Wissenschaftler rechts abbiegen. Die bekannte Politologin Emilia Roig hingegen verteidigt Identitätspolitik als notwendig, um marginalisierten Gruppen Gehör zu verschaffen. Doch helfen Quotierungen und verordnete Sprachveränderungen wirklich? Was die Auseinandersetzung im Netz angeht, scheint jedenfalls jedes Maß verloren zu gehen. Aktivisten wie Zuher Jazmati sehen das mittlerweile ähnlich. Toxische Cancelculture und Twitterstürme scheinen kein Weg, Rassismus abzuschaffen – miteinander streiten und diskutieren jedoch schon. Unser Film zu Buch und Debatte läuft in der KULTURZEIT am Mittwoch den 10. März um 19.20 Uhr auf 3SAT.

05.03.2021

Stammheim 77/12 – online

Stammheim.MASTER.short.MIX2

Für unseren Dokumentarfilm “Stammheim 77/12″ haben wir bereits vor neun Jahren mit vielen Zeitzeugen gesprochen. Noch nie zuvor und auch danach nie wieder hat Renate Frede erzählt, wie sie Justizbeamtin in Deutschlands bekanntestem Gefängnis wurde. Die gelernte Kinderkrankenschwester hatte sowohl in der Nacht, als Ulrike Marie Meinhof tot aufgefunden wurde, als auch als Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe den Tod fanden, Dienst in der Haftanstalt. Es sprechen einer der Richter aus dem Verfahren gegen die RAF-Terroristen, der seinerzeitige Direktor der Haftanstalt, ehemalige Anwälte der Terroristen und viele weitere. Und ein Buchautor versucht zu beweisen, dass die Selbstmorde von Stammheim keine Selbstmorde waren. Anlässlich unserer Kulturzeit-Reportage “44 Tage” stellen wir den Film noch einmal in unserer Rubrik “Filme” online.

05.03.2021

Interviews zu “44 Tage”

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Für unseren Film über den Politthriller “44 Tage” haben wir den ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum und den Politologen Gerhart Baum in Köln und Hamburg besucht. In unserer Rubrik “Filme” finden sich ausführliche Auszüge aus beiden Interviews.

05.03.2021

“44 Tage” – online

Stammheim.MASTER.short.MIX2

Unsere Reportage über den Politthriller “44 Tage” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Für 3Sat Kulturzeit begleiteten wir den Romanautor Stephan R. Meier nach Stuttgart-Stammheim. Dort, so schreibt er, wurden im Oktober 1977 die RAF-Terroristen abgehört während sie sich umbrachten. Agenten, die einen Suizid geschehen lassen, eine Kirche, die viele Jahre eine geheime CIA-Station war mitten in Bonn, ein Interview mit dem ehemaligen Innenminister Gerhart Baum und eine Einschätzung des Politologen Wolfgang Kraushaar – unser Film ist jetzt in der Rubrik “Filme” online.

05.03.2021

44 Tage – Sendung

Stammheim.MASTER.short.MIX2

Stephan R. Meier ist mit Geheimnissen groß geworden. In seinem Elternhaus gingen Geheimdienstchefs aus aller Welt ein und aus. Der spätere amerikanische Präsident und damalige CIA-Direktor George Bush war darunter, auch der Chef des italienischen Geheimdienstes. Sein Vater Richard Meier führte als Leiter der Abteilung Beschaffung beim BND Spione in aller Welt und wurde 1975 Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz. Mitten im “Deutschen Herbst” war er einer der ranghöchsten Agenten. Nun hat sein Sohn einen packenden Thriller geschrieben, der auf Gesprächen mit seinem Vater beruht. “44 Tage” schildert die Zeit zwischen der Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, der Entführung und Befreiung der Lufthansamaschine “Landshut” und dem Tod der RAF-Terroristen in Stammheim. Der Roman erzählt davon, dass die Terroristen während ihres Selbstmordes abgehört wurden, man es habe geschehen lassen. Doch gibt es Beweise? Ausgeschlossen sagt der frühere Innenminister Gerhart Baum. Hingegen fordert der Politologe Wolfgang Kraushaar eine politische Untersuchung der Vorfälle von vor 44 Jahren. Noch immer gebe es in jener Zeit zu viele blinde Flecken. Unser Film über das Buch, den Besuch einer Bonner Kirche, die eigentlich ein CIA-Posten war, ein Interview mit Gerhart Baum und die Einschätzung des bekannten Politologen Wolfgang Kraushaar läuft am 05.03.2021 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

11.02.2021

Das Schulversagen – online

FolgenfuerdieSchuleMASTER.MIX_

Unser Film über die Situation der Kinder in der Pandemiezeit und die Folgen der Schulschließungen hat für viel Diskussionen gesorgt. Er lief in der KULTURZEIT und wurde zuvor bereits auf der YoutubeSeite der heute-Nachrichten hochgeladen, wo er zigtausendfach geclickt wurde. Und wieder werden die Schulen nicht geöffnet, stattdessen die Friseursalons. Wir haben in unserem Film bereits gefragt, ob das die richtigen Prioritäten sind. Die Frage bleibt. Wir bleiben an dem Thema dran, denn “Kinder sind die Zukunft und verantwortlich dafür, wie sich diese Welt entwickeln wird”, wie es die Abiturientin Maya in unserem Film sagt. 2Das große Schulversagen” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

10.02.2021

Das Schulversagen – Sendung

FolgenfuerdieSchuleMASTER.MIX

Beinahe zwei Monate sind die Schulen nun schon wieder geschlossen. Da diskutiert man in der Politik, ob nicht als erstes nun wieder Friseure öffnen dürfen sollten. Sind das die richtigen Prioritäten? Das fragen sich Bildungsforscher, Eltern und Menschen, die sich für Kinder engagieren. Ein Bildungsnotstand mit nicht absehbaren Folgen droht. Schon jetzt scheint vieles nicht aufzuholen. Für 3SAT-Kulturzeit haben wir den 80jährigen Gerd Kumbier besucht, der seinen zwei Einkelinnen versucht, Mathe und Deutsch beizubringen. Wir waren in der Berliner Arche, die von Tag 1 der Pandemie die Kinder weiter versorgt, Nachhilfe und funktionierendes Homeschooling angeboten hat. Wie geht es Abiturientinnen wie der 19jährigen Maya in Berlin und warum füllen sich derzeit die Kinder- und Jugendpsychiatrien? Unser Film am Mittwoch, den 10. Februar, in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr oder schon jetzt auf dem Youtubekanal der heute-Nachrichten: https://www.youtube.com/watch?v=tZJC2t3_p6k

01.02.2021

BDS-Debatte – online

BDSM

Unser Film über die Debatte um die sogenannte BDS-Resolution des Bundestags ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wie die Resolution wurde auch unser Film lebendig diskutiert. Wir stellen die Argumente beider Seiten nebeneinander und fragen nach einem Ausweg aus der verfahrenen Situation.

29.01.2021

BDS-Debatte – Sendung

BDSM

Nachdem wir uns bereits Ende 2020 mit der Debatte um die BDS-Resolution des Bundestags und ihre Folgen für die KULTURZEIT von 3SAT auseinander gesetzt haben, erzählen wir nun in ASPEKTE vom ZDF, wie es weiter ging. Mittlerweile gibt es die sogenannte Initiative “GG 5.3. Weltoffenheit”, in der sich wichtige Vertreter von Kulturinstitutionen zusammengeschlossen haben. Sie beklagen, dass die Resolution ihre Arbeit einschränkt und manchmal sogar unmöglich macht. Wir haben mit Ihnen, aber auch einem an der Resolution beteiligten Bundestagsabgeordneten und dem Antisemitismusbeauftragten der deutschen Bundesregierung gesprochen. Unser Film läuft am Freitag, den 29. Januar 2020 um 23:30 Uhr in ASPEKTE im ZDF.

29.01.2021

Gegen Antisemitismus – online

ProjektegegenAntisemitismusMASTER.MIX_

Unser Film über unterschiedliche Projekte gegen Antisemitismus, der anlässlich des Holocaustgedenktages in der KULTURZEIT von 3SAT ausgestrahlt wurde, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Er wurde auch von dem Youtubekanal von ZDF heute übernommen, wo er sehr erfolgreich läuft.

27.01.2021

Gegen Antisemitismus – Sendung

ProjektegegenAntisemitismusMASTER.MIX

Für die KULTURZEIT haben wir die ehemaligen Konzentrationslager in Buchenwald und Flossenbürg besucht. Und wir waren bei Philip Schlaffer, einem ehemaligen Neonazi, der jetzt als Sozialarbeiter gegen Extremismus kämpft. Nach Buchenwald kommen jährlich um die 500.000 Besucher. Sie werden durch das ehemalige Lager geführt, können sich in auch mehrtägigen Projekten mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Entstehung von Antisemitismus auseinander setzen. Normalerweise – die Pandemie macht das unmöglich. Stattdessen kommen die Rodler und fahren derzeit mit ihren Schlitten sogar über Massengräber. Fehlendes Geschichtsbewusstsein, mangelnde Empathie sind ein großes Problem, so sagt Jens-Christian Wagner, der Leiter der Gedenkstätte. Auch bemerke er in den letzten Jahren, dass scheinbar normale Besucher an den Fakten der Geschichte zweifelten oder sie mit anderen Geschichtsverbrechen gleichsetzten. In der Gedenkstätte Flossenbürg hat Corona ein neues Projekt vorerst gestoppt. Dort setzen sich – viele zum ersten Mal – junge Flüchtlinge mit der Geschichte des Holocaust auseinander, sprechen über Judenhass, den sie oft von Kind an in der Heimat kennen gelernt haben. Später sollen sie zu Botschaftern gegen Antisemitismus werden. Philip Schlaffer weiß, was Hass ist. Zwanzig Jahre war er einer der führenden Neonazi, später im Gefängnis. Nun geht er in Schulen und betreibt einen Youtubekanal, auf den er Extremisten als Zuschauer ziehen will. Um ihnen zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt. Unser Film am Mittwoch um 19.20 Uhr auf 3SAT in der Kulturzeit.

18.01.2021

Fluchtgeschichte(n) – online

FluchtMenschheitsgeschichteMastersynch

Unser Film über das Buch “Flucht – eine Menschheitsgeschichte” von Andreas Kossert ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der Berliner Historiker erzählt bewegende Geschichten von Flucht und Vertreibung, die bis heute andauern. Was bedeutet es, seine Heimat zu verlieren, sein Haus ein letztes Mal abzuschließen und sich auf eine ungewisse Reise machen zu müssen. Wir haben den Film für 3SAT-Kulturzeit gedreht.

18.01.2021

Fluchtgeschichte(n) – Sendung

FluchtMenschheitsgeschichteMastersynch

Der Berliner Historiker Andreas Kossert hat ein bewegendes Buch über die Flucht als Menschheitsgeschichte geschrieben. Er wählt dabei die Perspektive jener Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten – Hugenotten, Vertriebene, Boatpeople, Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien und jetzt aus Syrien. Er lässt Schriftsteller sprechen, wie sie den Abschied erlebten, die gefährliche Reise in ein unbekanntes Land. Für 3SAT Kulturzeit waren wir mit Andreas Kossert in der Gedenkstätte Notaufnahmelager Marienfelde, das über eine Million Menschen als Flüchtlinge “durchliefen”. Wir treffen eine syrisch-kurdische Schriftstellerin, die in ihren Gedichten ihre Fluchtgeschichte schildern. Unser Film läuft am 13.01.2021 um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

17.12.2020

Coronadepression – online

CoronadepressionMASTER.MIX

Unser Film über die seelischen Folgen der Pandemie und der Maßnahmen dagegen ist nun in unserer Rubrik Filme online. Wir werden auch weiterhin untersuchen, was nicht nur die Pandemie, sondern auch die Maßnahmen dagegen für Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

16.12.2020

Coronadepression – Sendung

CoronadepressionMASTER.MIX

Er war noch nicht vierzig, Vater zweier Kinder und hat versucht, sich umzubringen. Die Berliner Feuerwehr rettete den Mann. Mit Corona war sein Geschäft zusammen gebrochen und auch die Nothilfen reichten nicht. Hypothekenzinsen, Schulden, all das türmte sich immer mehr auf. Von solchen Einsätzen erzählt der Feuerwehrmann Micha Quäker und sagt, dass Suizide und versuchte Suizide dieses Jahr deutlich zugenommen haben. Die Politik habe die seelischen Probleme der Menschen in Coronazeiten bisher nur unzureichend wahrgenommen. Wie geht es in diesen Zeiten Menschen, die bereits an Depressionen leiden, psychische Probleme haben?! Der Bochumer Psychologe Jürgen Margraf hat heraus gefunden, dass solche Erkrankungen vor allem bei Menschen vorkommen, die wirtschaftliche Sorgen haben, keine Arbeit, auf Unterstützung angewiesen sind. Und die werden in den nächsten Monaten mehr werden. Doch es gibt nicht genügend Therapieplätze, Psychopharmaka jedoch jede Menge. Schon jetzt sind mehr Menschen medikamentenabhängig als Alkoholiker.
Wir haben Betroffene gefragt, mit Psychologen, der Feuerwehr, Selbsthilfegruppen und den Menschen von der Telefonseelsorge gesprochen. Wie erleben Sie die Coronazeit? Für die KULTURZEIT, am Mittwoch, den 16. Dezember um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

27.11.2020

Coronaschule – online

SchuleDigitalMaster

Für die KULTURZEIT, das Kulturmagazin von 3SAT, haben wir untersucht, wie sich die Coronapandemie auf die Schulen und den Unterricht auswirkt. Beim ersten Lockdown wurden Kinder, Eltern und Lehrer von der Ausnahmesituation überrascht und Unterricht fand so gut wie gar nicht mehr statt. Während des behördlich verordneten “Homeschoolings” waren es vor allem Kinder aus bildungsfernen Schichten und Eltern, die sich zeitlich nicht um die Schulaufgaben ihrer Kinder kümmern konnten, die im Lehrplan zurück fielen. Doch wurde nun der Sommer genutzt? Hat man endlich die Milliarden des Digitalpakts dafür eingesetzt, an den Schulen auch Digitalunterricht umzusetzen? Und ist dieser auch “lockdowntauglich”? An der Industrie soll das nicht liegen. Längst haben die großen Internet- und Techkonzerne eigene “Educationdepartments” und wenn es nach denen ginge, dann braucht es in Zukunft keine Lehrer mehr. Die werden zu Lernberatern, die den Kindern und ihren Maschinen zur Seite stehen. Wie sehen das Lehrer und Kinder, Bildungs- und Wirtschaftsexperten. Unser Film ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

25.11.2020

Coronaschule – Sendung

SchuleDigitalMaster

Der erste Lockdown im Frühjahr war für viele Schüler eine Katastrophe. Von einem Tag auf den anderen mussten sie zu Hause lernen. Doch ihre Lehrer waren auf diese Situation genauso wenig vorbereitet wie sie. Wochenlang fand so gut wie kein Unterricht statt. Denn digitale Lehrmöglich-
keiten gab es kaum. Und das, obwohl bereits anderthalb Jahre zuvor der sogenannte Digitalpakt verabschiedet worden war. 5,5 Milliarden Euro wollte der Staat in die Digitalausstattung der Schulen investieren. Ganz offensichtlich, so zeigte nun die Pandemie, hatte das bisher nicht geklappt. Leidtragende waren vor allem die Schüler aus bildungsfernen Schichten. Das will man bei einem eventuell nächsten Lockdown vermeiden und alles besser machen. Kultusminister, die Bundes-
forschungsministerin, die Kanzlerin, sie trafen sich auf Gipfeln, verabschiedeten noch mehr Gelder und versprachen Eile. Was ist seitdem passiert? Was steckt hinter den Plänen, digitale Lehre und auch Homeschooling nicht nur während der Krise, sondern auch danach zu nutzen? Und wer ist überhaupt Lehrer Schmidt? Alles Fragen, die wir beantworten. In unserem Film für die KULTURZEIT von 3SAT um 19.20 Uhr am Donnerstag, den 26. November 2020

13.11.2020

Streitfall Antisemitismus – online

StreitfallAntisemitismus

Unser Film, der sich mit dem Buch “Streitfall Antisemitismus” auseinander setzt, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Er lief in der KULTURZEIT von 3SAT und hat zu großen Diskussionen in den sozialen Medien geführt.

13.11.2020

Streitfall Antisemitismus – Sendung

StreitfallAntisemitismus

Unser Film zum Buch “Streitfall Antisemitismus”, das der bekannte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz herausgegeben hat, läuft nach einer Programmverschiebung in der KULTURZEIT von 3SAT um 19.20 Uhr am Donnerstag, den 12. November. Wir treffen eine jüdisch-islraelische Künstlerin, die von Volker Beck und der Amadeu-Antonio-Stiftung des Antisemitismus verdächtigt wird. Ein aktuelles Beispiel dafür, wie Kritik an der Politik Israels mit unberechtigten Vorwürfen überzogen wird und den zentralen Gegenstand des Buches illustriert.

05.11.2020

Beten gegen Corona – Sendung

ChristenimWiderstandAPEKTE.Final.Mix

In der Anticoronamaßnahmenbewegung Querdenken treten immer öfter evangelikale Prediger auf. Religion verschmilzt zunehmend mit Politik. Da ist vom “Teufel” die Rede, vom “großen Aufwachen” und davon, dass ein jeder “seine gerechte Strafe bekommen” werde. Dass die Zahl der Christen steigt, das bestätigt auch eine der Führungspersonen von Querdenken, der Anwalt Markus Haintz. Sie seien mit den Amtskirchen unzufrieden, weil diese keine “Schutzräume” böten wie beispielsweise damals in der DDR. Und die derzeitige Situation, was die Unterdrückung freier Meinungen angehe, sei durchaus zu vergleichen. In Berlin hat ein Pastor die “Christen im Widerstand” gegründet und sieht sich in einer Tradition mit dem Deutschen Widerstand während des Dritten Reichs. Die Lage heute mit der Nazizeit auf eine Stufe zu stellen, findet der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg brandgefährlich. Wir haben für das ZDF-Kulturmagazin ASPEKTE auf mehreren Demonstrationen gedreht und die Christen im Widerstand getroffen. Unser Film in ASPEKTE, am Freitag, den 06.11.2020 um 23.30 UHR im ZDF.

05.11.2020

Antisemitismusstreit – Sendung

StreitfallAntisemitismus

Eine jüdisch-israelische Künstlerin hat mit ihre Meisterschülerarbeit große Probleme. Bundesforschungsministerium und Auswärtiges Amt schalten sich ein, die Kunsthochschule Weissensee wird kontaktiert. Die Amadeo-Antonio-Stiftung führt die Kunst gar als antisemitischen Vorfall. Aber trifft dieser Vorwurf zu? Oder handelt es sich vielmehr um ein neues Kapitel im “Streitfall Antisemitismus”. So heißt der gleichnamige Sammelband, den der bekannte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz jetzt herausgegeben hat. Ihm und einer Reihe von Autoren geht es darum, festzustellen, wann es sich um tatsächlichen Antisemitismus handelt und in welchen Fällen der erhobene Vorwurf verfehlt ist. Warum wird die Debatte darüber seit einigen Jahren hitzig geführt, so fragen sie. Was passierte seinerzeit am Deutschen Jüdischen Museum, das zum Rücktritt des Direktors Peter Schäfer führte? Wie ist der Bundestagsbeschluss gegen die Israelboykottbewegung BDS zu werten? Um BDS geht es auch im Fall des “Antizionismusspakels”. So bezeichnete der Grünenpolitiker Volker Beck die Ausstellung an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee. Unser Film läuft am Donnerstag, den 06.11.2020, in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

26.10.2020

Beten für Deutschland – online

ChristenimWiderstand2

Unser Film über die “Christen im Widerstand”, die gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen mobil machen, hat für viele Diskussionen gesorgt. Er lief innerhalb der KULTURZEIT von 3SAT. Der Berliner Pfarrer Christian Stockmann betreut eigentlich eine kleine Berliner freie Gemeinde. Doch seit Corona hat er ein großes Publikum und sprach bei den großen Querdenkendemonstrationen vor Zigtausenden. Dort tauchen immer mehr Menschen auf, die aus ihrem christlichen Glauben, wie sie sagen, Widerstand leisten wollen.

22.10.2020

Beten für Deutschland – Sendung

ChristenimWiderstand2

Seit einigen Wochen gibt es das Netzwerk “Christen im Widerstand”. Gegründet von dem Berliner Pastor Christian Stockmann will es Menschen zusammen schließen, die die derzeitigen Anticoronamaßnahmen nicht mehr hinnehmen wollen. Das Masketragen, die Einschränkung von Gottesdiensten, das alles habe nichts mit dem Virus zu tun, der kaum gefährlicher als eine Grippe sei. Auf der großen Querdenkenbewegung im Sommer sang Christian Stockmann sein Lied “Beten für Deutschland” vor zigtausenden von Menschen. Die Zahl von Christen in der Bewegung wächst, das bestätigen auch die Organisatoren von Querdenken. Wir waren dabei, als bei einer Demo vor dem Brandenburger Tor für den Abtritt “dieses bösen Regimes” gebetet wurde. Religionswissenschaftler und Publizisten halten den christlichen Widerstand für gefährlich und symptomatisch für eine Krise, die nach Deutungen und Antworten verlange. Eine Minderheit radikalisiere sich derzeit und verabschiede sich in Opposition zu staatlichen Maßnahmen in eine Parallelwelt. Das sieht der Berliner Pastor anders. Er sieht sich in einer Tradition des christlichen Widerstands während des Dritten Reichs. Unsere Reportage läuft am Donnerstag, den 22. Oktober um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

15.09.2020

Wem gehört die Straße – online

OmaFstrasse11

Unsere Reportage “Wem gehört die Straße – Streit um die Berliner Verkehrswende” lief am 15.09. mit großem Erfolg im Programm des RBB und sorgt für Diskussionen. Einen ganzen Sommer waren wir zu Fuß, dem Fahrrad und dem Auto unterwegs und haben mit Menschen darüber gesprochen, wie sie sich zukünftig fortbewegen wollen. Eine Debatte, die immer emotionaler geführt wird. Attacken auf Fahrer großer Autos, Beschimpfungen, rücksichtslose Autofahrer gegen Fahrradfahrer, Fahrradfahrer gegen Fußgänger – die Straße scheint der Kampf zu dominieren. Doch wie sieht die Zukunft des Berliner Verkehrs aus. Die Verkehrssenatorin will keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr in der Stadt, die grüne Bezirksbürgermeisterin von Kreuzberg sieht gänzlich von Autos befreite Straßen als Straßen der Zukunft. Aber hat eine Politik gegen das Auto eine Zukunft? Liegt der Weg nicht wie so oft in der Mitte? Sollte man ideologisch geführte Debatten nicht hinter sich lassen und die Energie für kluge und neue Mobilitätskonzepte nutzen? Unsere Reportage ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

14.09.2020

Wem gehört die Straße – Sendung

OmaFstrasse1

Ausgrechnet einem Jaguar-SUV sind wir bei unseren Dreharbeiten ins Blech gefahren und über den Austausch unserer Versicherungskarten gleich ins Gespräch gekommen. Immer wieder ist der Fahrer Ziel von Attacken. Buttersäure wurde über sein Auto geschüttet, Scheibenwischer abgerissen und er angepöbelt, warum er denn solch ein Auto fahre. Die Debatte um das “richtige” Verkehrsmittel wird in Berlin immer emotionaler und manchmal eben auch handgreiflich. Verkehrsenatorin Regine Günther will einen neuen Verkehr. Autos mit Verbrennermotoren möchte sie im inneren S-Bahnring bis 2030 heraus haben, bis 2035 sollen in Berlin nur noch Elektroautos zugelassen werden. Erreicht werden soll das mit einer konsequenten Politik gegen das Auto und pro Rad und öffentlicher Nahverkehr. So sollen Parkplätze reduziert und teuer werden, eine Innenstadtmaut ist geplant, auch höhere Anwohnerparkgebühren. Was sagen die Menschen an der Autowaschanlage dazu? Sind sie offen für Alternativen zum Auto? Die “Flaniermeile” Friedrichstraße wird für sechs Monate autofrei sein. Für manche eine “Revolution”, für Ulf Poschardt, den Chefredakteur der WELT ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Der bekennende Sportwagenfahrer ist auch Fahrradfahrer – wie so viele. Und auch gegen eine Verkehrswende hat er nichts, aber gegen ideologisch geführte Debatten, wie er sagt. Wir waren auch bei Mahnwachen für getötete Fahrradfahrer, deren Teilnehmer berichten, wie schlimm es für sie im derzeitigen Verkehr ist. Auf der Hermannstraße sind wir dabei als Aktivisten um einen Fahrradweg kämpfen, der dort mehr als nötig ist. Aber auch der Bezirksbürgermeister hat Argumente, warum er nicht einfach einen Pop-Up-Radweg errichten kann. Zudem zeigen wir unter anderem einen Start-Upper, der ein Fahrrad baut, das aussieht, wie ein Auto, zählen mit jungen Menschen sonntags Parkplätze, sind zu Besuch in einer Edel-Autowerkstatt, blockieren mit Aktivisten mit Blumen Parkplätze und noch viel mehr. Unsere Reportage läuft am 15. September um 21.00 Uhr im Programm des rbb-Fernsehens.

14.09.2020

Wem gehört die Straße – Dreh

OmaFstrasse1

Anfang Juni haben die Dreharbeiten zu unserer neuen 45minütigen Dokumentation “Wem gehört die Straße – Berlins Streit um die Verkehrswende” begonnen. Einen ganzen Sommer lang werden wir in unserer Reportage zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto unterwegs sein. Wir sprechen mit Autogegnern und -befürwortern, schauen, was aus den Pop-Up-Radwegen geworden, wer die Menschen sind, die jede Woche aufs Neue Straßen zu Spielstraßen machen. Was will die Politik? Wie kam es zu den Pop-up-Startwegen und wie wird sich die Friedrichstraße verändern, wenn dort für ein halbes Jahr keine Autos mehr fahren dürfen. Hat das Auto noch eine Zukunft? Warum wird der Ton in der Debatte immer harscher, so dass man oft das Gefühl hat, dass alle nur noch gegeneinander sind als einen gemeinsamen neuen Verkehr zu denken. Unser Film wird am 15. September im Programm des rbb laufen.

04.07.2020

Weggesperrt – online

KnastalternativenMASTER.MIX

Unser Film setzt sich mit dem Sinn und/oder Unsinn von Haft und Haftanstalten in der heutigen Form auseinander. Thomas Galli war lange im Justizsystem, leitete Haftanstalten bis die Zweifel immer größer wurden, ob das denn überhaupt Sinn macht, was er tut. Schließlich kündigte er. In seinem neuen Buch “Weggesperrt” fordert Galli, dass Strafen individueller ausgerichtet werden und meint, dass die Mehrzahl der Inhaftierten ohne Mauern und Gittern ebenso bestraft, aber eben auch von der Kriminalität abgebracht werden könnten. Wir haben ihn besucht. Und Benni wieder getroffen. Ihn haben wir bereits vor vier Jahren mit unserer Kamera in der Justizvollzugsanstalt Hannover begleitet, wo er wegen Drogengeschäften einsaß. Jetzt lebt Benni wieder in der Freiheit und arbeitet für das Projekt “Gefangene helfen Jugendichen”. Dass er sein Leben verändert hat, das hat weniger mit dem Gefängnis zu tun, wie er sagt, sondern mit dem Projekt, das er bereits in der Haft kennen lernte und dass gefährdete Jugendliche mit Gefangenen zusammen bringt. In der Nähe von Leipzig waren wir zudem in einer Einrichtung der sächsischen Justiz, in der junge Männer ihre Haftzeit verbringen, aber jederzeit gehen könnten. Keine Mauer würde sie aufhalten, auch kein Sicherheitspersonal. ein Wagnis, aber auch eine große Chance. Unser Film entstand für die KULTURZEIT von 3SAT und ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

01.07.2020

Weggesperrt – Sendung

KnastalternativenMASTER.MIX

Die Gefängnisse, so wie sie heute sind, gehören allesamt abgeschafft. Das fordert ausgerechnet ein ehemaliger Gefängnisdirektor. Thomas Galli weiß, wovon er spricht. Er arbeite jahrelang hinter Gittern, machte im Justizsystem Karriere. Doch dann wuchsen die Zweifel und er kündigte. Heute arbeitet er als Rechtsanwalt und kämpft dafür, dass das Strafsystem in Deutschland grundlegend reformiert wird. Es brauche andere Art von Strafen, schreibt er in seinem neuen Buch “Weggesperrt”. Von den ca. 60.000 Inhaftierten im Land müsste nur eine Minderheit weggesperrt werden, weil sie nicht therapierbar und einsichtig seien. Bei allen anderen könnte man mit viel individuell gestalteten Strafen erreichen, dass sie nicht mehr straffällig werden. Derzeit wird jeder zweite Häftling wieder kriminell. Wir haben Thomas Galli vor seine ehemalige Justizvollzugsanstalt in Straubing begleitet, wo er uns erzählte, dass er sich für manches, was hinter den Mauern geschah, schuldig fühlt. Auch Benni haben wir wieder getroffen. 2016 hatten wir ihn in der JVA Hannover kennen gelernt, in der er bei dem Projekt “Gefangene helfen Jugendlichen” mit arbeitete. Mittlerweile ist er wieder frei und sagt, das Gefängnis macht die Menschen nicht besser. Dass er nach mehreren Haftstrafen nun einen anderen Weg eingeschlagen hat, kam durch das Projekt, in dem er für andere Menschen Verantwortung übernahm, sich intensiv mit seinem bisherigen Leben auseinander setzte. Heute arbeitet Benni für “Gefangene helfen Jugendlichen”. In der Nähe Leipzigs versucht man ebenfalls andere Wege zu finden, wie junge Männer Strafe erfahren können ohne dass sie danach wieder kriminell werden. Im Seehaus Leipzig gibt es keine Mauern und keine Gitter. Aber jede Menge Regeln. Wir haben mit zwei jungen Männern gesprochen, die diese Chance nutzen wollen. Unser Film läuft am Donnerstag, den 02. Juli um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

11.06.2020

Schule zu Hause – online

MASTERHomeschooling

Unsere Reportage über die Folgen des dreimonatigen Schulausfalls während der Coronazeit, die wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

10.06.2020

Schule zu Hause – Sendung

MASTERHomeschooling

Drei Monate konnten bundesweit Kinder nicht zur Schule gehen. Und immer ist noch nicht absehbar, wann es endlich wieder für sie einen normalen Schulalltag gibt. In Berlin gibt es Schüler, die derzeit gerade mal zwei Stunden Unterricht bekommen – pro Woche. Und manche gar nicht. Die Folgen, die das vor allem für Grundschülern hat, sind nicht absehbar, sagt der bekannte Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani und befürchtet eine regelrechte “Coronageneration”. Vor allem in jenen Orten, in denen eher bildungsferne Familien wohnen, sind die Eltern nach drei Monaten Unterricht zu Hause völlig überfordert. Doch die Schulsenatorin kündigt in einer frisch verteilten Hochglanzbroschüre bereits an, dass der Unterricht zu Hause auch künftig weiter stattfinden wird. Viele Lehrer haben seit vielen Wochen keine direkte Verbindung mehr zu ihren Schülern, überschütten sie regelrecht mit Arbeitszetteln und üben Druck aus. Viel wichtiger aber ist aber der regelmäßige Kontakt. Den hält Bernd Siggelkow von Tag 1. Der Pastor leitet das christliche Hilfswerk “Die Arche” und zeigt, dass beispielsweise Schulaufgabenhilfe auch in Coronazeiten geht und kein technisches Hexenwerk ist. Via Handy, Tablet, normalem Telefon, Skype und Whatsapp erreicht er die Hellersdorfer Kinder und begleitet sie durch die Coronazeit, damit sie in der Schule nicht den Anschluss verlieren. Für 3SAT Kulturzeit haben wir ihn, den Bildungsforscher El-Mafaalani und zwei Berliner Mütter und deren Familien besucht. Der Film läuft am Mittwoch, den 10. Juni um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

04.06.2020

Kampf um Kohl – online

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Unser Film berichtet über die Auseinandersetzung um den Nachlass von Helmut Kohl. Es geht um hunderte von Handakten, die immer noch in seinem Haus im Keller von Oggersheim liegen. Die Berliner Journalistin Gaby Weber kämpft vor Gericht gegen die Bundesrepublik Deutschland. Sie will, dass das Kanzleramt die Akten wieder beschafft und Journalisten und Historikern zur Verfügung stellt, da es sich originär um staatliche Akten handele. Und die gehörten qua Gesetz in das Kanzleramt zurück bzw. ins Bundesarchiv. Doch Helmut Kohl steht in einer langen Tradition von Bundeskanzlern, die Teile ihrer Akten mit nach Hause genommen haben und sie dort unter anderem für das Schreiben ihrer Memoiren genutzt haben. Wir haben den Streit vor Gericht beobachtet und mit Politikern und Historikern gesprochen. Der Film ist nun in unserer Rubrik “Filme” online.

03.06.2020

Kampf um Kohl

Archivjpg

Die Journalistin Gaby Weber hat die Bundesrepublik Deutschland verklagt. Sie will, dass das Bundeskanzleramt Akten besorgt. Die liegen im Keller des Hauses von Helmut Kohl in Oggersheim. Es geht um hunderte von Handakten aus dessen 16jährigen Amtszeit. Der ehemalige Bundeskanzler hatte sie einst aus dem Kanzleramt mitgenommen und der Konrad Adenauer Stiftung übergeben, später für die Arbeit an seinen Memoiren abholen lassen. Doch nun, drei Jahre nach seinem Tod, liegen die Akten immer noch da. Kohls Witwe Maike Kohl-Richter schrieb dem Bundeskanzleramt, es handele sich nicht um staatliche Akten. Folglich muss sie diese auch nicht herausgeben. Aber wie privat können Handakten eines Kanzlers überhaupt sein? Das Bundesarchiv in Koblenz hätte gerne überprüft, welche Aktenteile eventuell staatlicher Herkunft sind und in ihre Archivkeller müssen, um dort aufgearbeitet und Forschern, Journalisten und einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt zu werden. Dass Kanzler staatliche Akten mit nach Hause nehmen scheint in Deutschland gängige Praxis zu sein. Helmuth Schmidt unterhielt gar ein eigenes Archiv inklusive Geheimakten und auch Konrad Adenauer und Willy Brandt hielten manche Akten wohl für so wichtig, dass sie sie nicht im Kanzleramt liegen lassen wollten. In ihrem Fall kümmern sich bundeseigene Stiftungen um den Zugang der Akten. Bei Helmut Kohl gibt es bisher nichts ähnliches. Der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen und Rheinland-Pfalz Bernhard Vogel will vermitteln und hält eine Stiftung für längst überfällig. Auch die Witwe des Kanzlers solle in so einer Stiftung im Kuratorium sitzen. Wir haben den Prozess vor dem Berliner Verwaltungsgericht beobachtet und mit Archivaren und Politikern gesprochen. Unser Film dazu in der KULTURZEIT vom Mittwoch, den 03. Juni um 19.20 Uhr auf 3SAT.

18.05.2020

Pfandleihhaus – online

LetzteRettungPfandleihhaus

Unsere ZDF-Reportage “Letzte Rettung Pfandleihhaus” ist am Sonntag, den 17.05.2020 mit großem Erfolg im ZDF gelaufen. Wir haben noch einmal die Pfandleiher besucht, bei denen wir im letzten Jahr waren. Wie hat sich Corona auf ihren Job ausgewirkt, kommen nun andere Kunden? Brauchen sie die Dienste der Pfandleiher mehr als früher? Wie einfach oder schwer fällt das Auslösen der Pfänder. Unser Film aus Recklinghausen und Neumünster ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online.

14.05.2020

Pfandleihhaus – Sendung

LetzteRettungPfandleihhaus

Bereits vor einem Jahr haben wir Pfandleihhäuser in Recklinghausen und Neumünster für die ZDF-Reportage besucht. Nun, mitten in der Coronazeit, waren wir wieder dort. Im Pfandleihhaus Schumachers und im Autopfandleihhaus Goldjungs in Neumünster durften auch während des Shutdowns öffnen, da sie für viele Menschen wie eine Bank und überlebenswichtig sind, wenn das geld knapp wird. Wie wirkt sich die Coronakrise auf die Pfandleiher und ihre Kunden aus? Anders als gedacht. Derzeit lösen ungewöhnlich viele Kunden ihre Pfänder wieder aus, was sie sonst nicht schaffen. Warum das so ist? Am Sonntag, den 17. Mai um 18.00 Uhr im ZDF gibt es die Antwort in unserer Reportage “Letzte Rettung Pfandleihhaus”

14.05.2020

Nach Corona – online

wirtschaft

Unser Diskussionsbeitrag über die Wirtschaft nach Corona ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Ein Wirtschaftsforscher meint darin, dass nun, da der Staat mit einer ungeheuren Autorität Maßnahmen durchsetze, alles möglich sei, was den Umbau der Gesellschaft angehe. Kevin Kühnert warnt vor Gelbwestenbewegungen auch in Deutschland, wenn die Wirtschaft nach Corona die Spanne zwischen reich und arm immer weiter auseinander gehe. Und ein Soziologe, der auf dem Land in Brandenburg die Schafe füttert, würde gerne Superreiche mit einer 80 – 90prozentigen Steuer zum solidarischen Beitrag an den Coronafolgen verpflichten. Unser Film lief in der KULTURZEIT von 3SAT.

14.05.2020

Nach Corona – Sendung

wirtschaft

Wie soll die Wirtschaft nach Corona aussehen? Eine Petition, die im Internet hunderttausende bereit unterschrieben haben, fordert ein Grundeinkommen für die nächsten sechs Monate. So könne den Menschen die wirtschaftlichen Sorge genommen und die Wirtschaft wieder angeschoben werden. Kevin Kühnert, der im letzten Jahr die Vergesellschaftung großer Konzerne fordert, wundert sich, dass nun angesichts der Krise auf breiter Ebene über den staatlichen Einstieg in Wirtschaftsunternehmen diskutiert wird. Was dann aber nicht sein könne, dass diee Unternehmen dennoch Milliardenausschüttungen an ihre Aktionäre vornehmen. Wir haben mit Wirtschaftsforschern, Politikern und einer Schneiderin von Korsetts gesprochen. Unser Film läuft in der KULTURZEIT von 3SAT am 29.04.2020 um 19.20 Uhr

15.04.2020

Die neue Grenze – online

Grenze

Unsere Reportage von der neuen innerdeutschen “Grenze” zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, über die wir für die KULTURZEIT von 3SAT berichtet haben, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir werden weiter beobachten, wie das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit der Schriftstellerin Monika Maron umgeht, die “ausgewiesen” werden soll, weil sie hier in einem kleinen Häuschen als Zweitwohnsitz lebt.

14.04.2020

Interview mit Bijan Moini

Moini

Für unseren Film “Abschied vom Grundgesetz” haben wir mit dem Berliner Rechtsanwalt Bijan Moini von der Gesellschaft für Freiheitsrechte ein Interview geführt. Was wird der Verlust dieser Rechte für Folgen haben? Wie sollte jetzt die Regierung handeln? Und welche dauerhaften Gefahren gibt es für die Demokratie? Antworten in diesem Interviewauszug.

14.04.2020

Interview mit Monika Maron

Maron

Für unseren Film über die neuen Grenzen innerhalb Deutschlands haben wir die Schriftstellerin Monika Maron in Vorpommern besucht. Dort hat sie seit beinahe vierzig Jahren ihren Zweitwohnsitz. Doch nun stand mitten in der Nacht die Polizei an ihrer Haustür und forderte sie dazu auf, das (Bundes)Land zu verlassen. Ein sogenannter “Ausweisungsbeschluss” wurde formuliert. Wie sie über den den und so manche Maßnahme gegen Corona denkt, dazu sprach sie mit uns im Interview. Auszüge daraus sind nun in unserer Rubrik “Filme” online.

14.04.2020

Die neue Grenze – Sendung

Grenze

Für die KULTURZEIT von 3SAT waren wir zu Ostern an der neuen Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hier wird schnell klar, dass der Föderalismus nicht immer die richtigen Antworten auf die gegenwärtige (Corona)Krise hat. Polizisten winken ortsfremde Autos aus dem Verkehr. Passieren darf nur der, der hier Arbeit hat oder seine “Kernfamilie” besuchen will. Nur ist die Definition dieser “Kernfamilie” in jedem Bundesland anders. Hier aber gilt nur die von Mecklenburg-Vorpommern. Beinahe jedes Bundesland hat weitere eigene Regelungen. Während in Mecklenburg-Vorpommern die Baumärkte geschlossen sind, sind sie in Brandenburg offen. Dafür sind dort die Blumenläden zu und im Nachbarland nicht. Mecklenburger dürfen nach Brandenburg, Brandenburger aber nicht nach Mecklenburg. In manchen Gemeinden will man deshalb nun Bewohner nicht mehr in die nächstgelegene große Stadt lassen, weil die in einem anderen Bundesland liegt. Und die bekannte Schriftstellerin Monika Maron hat gar einen Ausweisungsbeschluss amtlich zugestellt bekommen, auf dass sie das (Bundes)land umgehend verlasse. Ansonsten fallen 2000,- Euro und weitere Strafen an. Sie wohnt seit beinahe vierzig Jahren über mehrere Monate an ihrem Zweitwohnort. Hier entstanden auch einige ihrer erfolgreichsten Romane. Nun fordert sie dazu auf, Widerstand zu leisten gegen willkürliche und unsinnige Einschränkungen von Freiheits- und Grundrechten. Und der Bürgermeister einer der betroffenen Gemeinden hofft auf bundesweit einheitliche Regelungen. Neben all dem werden wir von diesem Dreh vor allem die menschenleere Autobahn nicht mehr vergessen, auf der wir viele Kilometer das einzige Auto waren. Unser Film läuft am 14. April 2020 in der Kulturzeit von 3SAT.

09.04.2020

Abschied vom Grundgesetz – online

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Unser Film über den “Abschied vom Grundgesetz” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Er hat unter den Zuschauern der Kulturzeit für reichlich Debatte und für Post gesorgt. Das Thema, inwieweit in Coronazeiten wesentliche Grundrechte auf diese Art und Weise eingeschränkt oder gänzlich außer Kraft gesetzt werden dürfen, beschäftigt nun auch andere Medien.

06.04.2020

Abschied vom Grundgesetz

MasterAbschiedFreiheitMIX.2vs

Rund drei Wochen verzichtet Deutschland nun auf wesentliche Grund- und Freiheitsrechte. Vor allem die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Nur aus triftigem Grund dürfen die Menschen das Haus verlassen. Zu einer Demo zu gehen, gehört nicht dazu. Klopapier kaufen, das darf man. Das wollen der freie Journalist und Autor Anselm Lenz und seine Mitstreiter nicht akzeptieren und organisieren nun jeden Samstag eine sogenannte Hygienedemo, bei der der vorgeschriebene Sicherheitsabstand eingehalten werden soll. Das Coronavirus hält er für nicht so schlimm wie berichtet würde. Die Behörden und vor allem die Polizei sehen das anders und halten bereits Stunden vor der Demonstration den Platz regelrecht besetzt. Aber auch unter renommierten Staats- und Verfassungsrechtlern, die das Virus durchaus ernst nehmen, macht sich Skepsis und Kritik breit Sind wirklich alle harten Maßnahmen berechtigt? Wie kann es sein, dass Baumärkte geöffnet, aber die freie Meinungsäußerung durch Demonstrationen verboten bleibt. Und sie fragen sich, werden die Menschen nach dieser Krisenerfahrung staatgläubiger und bereit dazu sein, auf Freiheitsrechte auch in anderen Situationen zu verzichten. Wir waren am Samstag bei der Demonstration in Berlin und haben u.a. mit dem Zeithistoriker René Schlott und dem Kirchen- und Staatsrechtler Hans Michael Heinig gesprochen. Unser Film läuft am Montag, den 6. April auf 3SAT in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr.

01.04.2020

Kunst und Verbrechen – online

KunstundVerbrechen1

Unser Film über das neue Buch “Kunst und Verbrechen” der Journalisten Tonias Timm und Stefan Koldehoff ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Der für 3SAT Kulturzeit gedrehte Film musste wegen der aktuellen Corona-Krise von der Redaktion mehrere Wochen geschoben werden. Er stammt noch aus einer Zeit, in der wir uns alle frei bewegen konnten, es Kunstmessen gab und Interviews, die man nicht via Facetime, sondern von Angesicht zu Angesicht führte. Das scheint mittlerweile so weit entfernt.

31.03.2020

Kunst und Verbrechen – Sendung

KunstundVerbrechen

Einbrüche in Museen, gestohlene Kunst aus dem öffentlichen Raum, gefälschte Millionengemälde und undurchsichtige Bargeldgeschäfte und Geldwäsche. Wer glaubt, die Kunstwelt hätte mit Verbrechen nichts zu tun, der hat nicht das neue Buch von Tobias Timm und Stefan Koldehoff gelesen. Die beiden Journalisten erzählen vom Goldmünzenraub im Bodemuseum, von einer scheinbar sensationellen Riesensammlung expressionistischer Kunst, von einer gestohlenen goldenen Toilette, von vielen kleinen und großen Verbrechen. Wir haben uns mit Tobias Timm in der Berliner Nacht auf die Spuren der Museumsräuber begeben und Stefan Koldehoff auf einer der luxuriösesten Kunstmessen der Welt in Maastricht getroffen. Zudem haben wir den Berliner Polizisten René Allonge besucht, dessen Büro im Berliner Landeskriminalamt einer Galerie gleicht. Nur dass die Gemälde bei ihm an der Wand allesamt gefälscht und aus dem Verkehr gezogen sind. Auch Bilder des bekannten -Ex-Fälschers Wolfgang Beltracchi hängen hier.Die Berliner Kunstfahnder waren maßgeblich an seiner Ergreifung beteiligt. Unser Film zum Buch “Kunst und Verbrechen” sollte bereits vor zwei Wochen laufen und wurde dann aufgrund von Corona aus dem Programm genommen. Nun läuft er am Dienstag, den 31. März um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT von 3SAT.

31.03.2020

Coronareportage – auf Phoenix

RBBReporterCoronaMASTER

Unsere Reportage über den Alltag der Berlin in Zeiten von Corona läuft am Dienstag, den 31. März 2020 um 21.45 auf Phoenix. Alle, die noch keine Gelegenheit hatten, unseren Film im Fernsehen zu sehen, die können jetzt noch einmal einschalten. Oder in unserer Rubrik “Filme” jederzeit schauen.

29.03.2020

Coronareportage – online

RBBReporterCoronaMASTER

Unserer Reportage “Wie Corona unser Leben verändert” für das Format “RBB-Reporter” lief am Samstag, den 28. März, mit einer sehr guten Quote von 14,3 % im Fernsehen des RBB. Nun ist der Film auch in unserer Rubrik “Filme” online abrufbar. Wir danken den Protagonisten, dass sie in dieser schweren Zeit Vertrauen zu uns hatten und wir sie mit unserer Kamera begleiten durften. Wir werden auch in diesen schweren Zeiten weiterhin Geschichten suchen und erzählen.

27.03.2020

Wie Corona unser Leben verändert

RBBReporterCoronaMASTER

Wir waren die letzten zwei Wochen in keinem Homeoffice, sondern unterwegs in Berlin und danach im Schneideraum. Entstanden ist daraus die 30minütige sehr persönliche Reportage “Rbb-Reporter: Wie Corona unser Leben verändert”. Wir dokumentieren im Film auch unser eigenes Leben in diesen Krisenzeiten. Was, wenn plötzlich die Schulen geschlossen sind und die Kinder ihr Lernen selbst organisieren müssen?! Das fragt sich auch Familie Kuran. Der Unternehmer für Fassadengestaltung, der normalerweise zwischen Istanbul und Berlin pendelt, muss nun seinen Betrieb vom häuslichen Wohnzimmer leiten. Doch in dem arbeitet auch noch seine Frau und die drei Kinder sind auch da. Das “Metzer Eck” ist eine der Berliner Traditionskneipen. Bis vor zwei Wochen musste sich Besitzerin Sylvia Falkner keine Sorgen machen. Einen Platz bekam man oft nur, wenn man rechtzeitig reservierte. Doch dann blieben die Tische leer und schließlich wurde verfügt, dass Restaurants und Kneipen generell schließen müssen. So etwas gab es noch nie. Seit 1913 hat das “Metzer Eck” geöffnet, zwei Weltkriege überstanden und die DDR-Planwirtschaft. Wie geht es jetzt weiter? Wirtschaftliche Sorgen plagen auch den Friseursalon “Rouge und Blond”. In normalen Zeiten wartete man wochenlang auf einen freien Termin, nun müssen sich die zwei Besitzerinnen mit Kurzarbeitergeld und Anträgen für Staatshilfen beschäftigen. Und wie geht es den Menschen, deren Leben schon vor der Krise nicht einfach war. Das weiß Bernd Siggelkow von der “Arche” in Berlin-Hellersdorf. Seit fünfundzwanzig Jahren versorgen er und sein christliches Hilfsprojekt Kinder aus benachteiligten Familien. Und auch er muss jetzt temporär schließen. Doch die Eltern sind auf das kostenlose Mittagsessen für ihre Kinder oft angewiesen und für die Kinder ist die “Arche” ein zweites Zuhause. Wir waren bei der letzten großen Kinderparty dabei und sind mit den Helfern unterwegs, wenn Sie nun zu den Familien nach Hause fahren und Hilfsgüter verteilen. Nicht leicht für sie und auch nicht für die Kinder – denn die Haustürschwelle dürfen sie nun nicht mehr überschreiten. Zu groß wäre die Ansteckungsgefahr.Unsere Beobachtungen aus einer Woche, in der sich unser Leben und das Leben aller Berliner völlig verändert hat – am Samstag, den 27. März, im Fernsehen des RBB um 19.00 Uhr.

11.03.2020

Kunst und Verbrechen – Sendung

KunstundVerbrechen

Einbrüche in Museen, gestohlene Kunst aus dem öffentlichen Raum, gefälschte Millionengemälde und undurchsichtige Bargeldgeschäfte und Geldwäsche. Wer glaubt, die Kunstwelt hätte mit Verbrechen nichts zu tun, der hat nicht das neue Buch von Tobias Timm und Stefan Koldehoff gelesen. Die beiden Journalisten erzählen vom Goldmünzenraub im Bodemuseum, von einer scheinbar sensationellen Riesensammlung expressionistischer Kunst, von einer gestohlenen goldenen Toilette, von vielen kleinen und großen Verbrechen. Wir haben uns mit Tobias Timm in der Berliner Nacht auf die Spuren der Museumsräuber begeben und Stefan Koldehoff auf einer der luxuriösesten Kunstmessen der Welt in Maastricht getroffen. Zudem haben wir den Berliner Polizisten René Allonge besucht, dessen Büro im Berliner Landeskriminalamt einer Galerie gleicht. Nur dass die Gemälde bei ihm an der Wand allesamt gefälscht und aus dem Verkehr gezogen sind. Auch Bilder des bekannten -Ex-Fälschers Wolfgang Beltracchi hängen hier.Die Berliner Kunstfahnder waren maßgeblich an seiner Ergreifung beteiligt. Unser Film zum Buch “Kunst und Verbrechen” am Donnerstag, den 12. März, um 19.20 Uhr in 3SAT KULTURZEIT. Aus aktuellem Anlass wurde der Film leider aus dem Programm genommen – Corona.

06.03.2020

Kentler Experiment – online

Kentlersynch

Unser Film über das menschenunwürdige “Kentler-Experiment”, den wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Zwei Missbrauchsopfer haben den Mut und die Stärke gefunden, mit uns über ihre Zeit bei einem Pädophilen zu sprechen. Ende der 1960er Jahre richtete der Sexualforscher Helmut Kentler zusammen mit dem Berliner Senat Pflegestellen bei pädophilen Männern ein. Sie seien besonders geeignet, sich um Kinder aus schwierigen Familien oder der Obdachlosigkeit zu kümmern. Jahrzehntelang kümmerte sich niemand um diese skandalöse Praxis. Nun klagen die Opfer an.

06.03.2020

Kentler-Experiment – Sendung

Kentlersynch

Es begann Ende der 1960er Jahre. Deutschlands damals bekanntester Sexualforscher Helmut Kentler beriet den Berliner Senat bei der Einrichtung von Pflegestellen für Minderjährige. Jungen, die obdachlos waren oder am Berliner Zoo in der Drogen- und Stricherszene verkehrten, sollten einen Weg zurück in die Normalität finden. Aber das ausgerechnet bei Männern, die pädophil waren. Sie seien, so Helmut Kentler, besonders geeignet, sich um die Jungen zu kümmern. Die Politologin Teresa Nentwig, die sein sogenannte Kentler-Experiment seit Jahren untersucht, spricht von einem “Tauschgeschäft”. Die Männer, zumeist einfache Hausmeister, bekamen Sex mit Minderjährigen, die Minderjährigen ein Dach über dem Kopf und regelmäßiges Essen. Was bisher unbekannt war. Das Experiment dauerte bis in die 2000er Jahre. Wir haben mit zwei Opfern gesprochen. Ein ehemaliges rumänisches Straßenkind, das an der Gedächtniskirche aufgegriffen wurde und ein Kind aus einer schwierigen Familie. Beide wurden sie an Fritz H. gegeben und erlebten bei diesem ein Martyrium. Jahrelanger Missbrauch, Vergewaltigungen. Vom Jugendamt kümmerte sich niemand. Helmut Kentler aber, der selbst auch Pflegesöhne hatte, hielt wöchentlich Kontakt, schrieb gefällige Gutachten. Nun klagen die beiden an, wollen wissen, wer verantwortlich war. Verantwortlich auch für den Tod ihres Pflegebruders. Den schwer mehrfach behinderten Jungen hatte Fritz H. aus dem Krankenhaus geholt. Er starb völlig unterernährt mit 21 Jahren. Unser Film, in der KULTURZEIT am 05. März 2020 um 19.20 Uhr!

29.02.2020

Klimaangst – online

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Unser Beitrag über die Klimaangst, der in der KULTURZEIT von 3SAT lief, ist nun in unserer Rubrik “Filme” online verfügbar. Der Film hat nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch innerhalb der Klimabewegung für einige Diskussionen gesorgt. Wir werden beobachten, wie es nicht nur mit dem Klima, den Protesten, sondern auch der Angst in den nächsten Monaten weiter gehen wird.

29.02.2020

Klimaangst – Sendung

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Im angloamerikanischen Raum ist schon seit geraumer Zeit von der “Climate Anxiety”, der Klimaangst, die Rede. Nun gibt es seit kurzer Zeit auch in Deutschland mit den “Psychologists for future” eine Gruppe von Psychotherapeuten, die sich um das Thema kümmert. Auf Ihrer Seiten empfehlen sie Menschen, die der Klimawandel und seine Auswirkungen derart beängstigt, dass sie Probleme haben, ihr normales Leben zu führen, bsp. “regelmäßige Mahlzeiten” und einen geregelten Tagesablauf einzuhalten. Auch sei es sinnvoll, sich durchaus auch einmal mit guten Nachrichten und nicht ausschließlich Katastrophenmeldungen zu beschäftigen. Dass Protestbewegungen teilweise auch bewusst mit Ängsten spielen, dass weiß Protestforscher Dieter Rucht. So sei auch in den 1980ern Jahren die Angst groß gewesen, der deutsche Wald könne komplett sterben oder der Atomtod sei nicht mehr abwendbar. Aus Angst erwachse aber auch Energie, so sagt er. Die Fridays for future Bewegung” hat Filme drehen lassen, in denen die Apokalypse schon einmal inszeniert wird. Ertrunkene Menschen, durch das heisse Klima entstellte Menschen. Bei sogenannten “Die-Ins” nimmt man den eigenen “Klimatod” schonmal vorweg, dazu heult die Sirene. Auch das hat Wirkung bei den eigenen Mitgliedern. Seit wenigen Tagen online ist die Seite www.klimaangst.de, die mit einem Onlinetest den Nutzer erst einmal heraus finden lassen will, ob er denn an Klimaangst leidet. Dann gibt man Tipps, wie man mit dieser Angst umgehen sollte. Unser Film läuft am Dienstag, den 25.02.2020 um 192.0 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

07.01.2020

Der General muss weg – online

Buback

Unser Film über das neue Buch von Michael Buback und seiner Frau Elisabeth, den wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Für uns war das Treffen mit den Beiden mit viel gemeinsamen Erinnerungen verbunden. In den Jahren 2010-2012 haben wir die Bubacks dokumentarisch mit der Kamera begleitet. Mutig haben Sie all die Monate vor Gericht um Aufklärung gekämpft und sich gegen viele Widerstände zur Wehr gesetzt. Wie sie diese Zeit erlebten und welche Schlüsse sie aus dem Prozess ziehen, all das findet sich in seinem lesenswerten Buch.

06.01.2020

Der General muss weg – Sendung

Buback

Über zwei Jahre haben wir Michael Buback bei seinem Kampf um die Wahrheit begleitet. Als ihm der Ex-Terrorist Peter-Jürgen Boock 2007 erzählte, dass der wahre Mörder seines Vaters Generalbundesanwalt Siegfried Buback, nie für die Tat bestraft wurde, begann er Fragen zu stellen und auf eigene Faust zu ermitteln. Er traf sich mit Zeugen des Attentats von 1977, befragte ehemalige Ermittler und auch Ex-Terroristen. Seine Recherchen führten ihn schließlich zu der EX-Terroristin Verena Becker. Die ehemalige RAF-Terroristin arbeitete spätestens seit 1981 mit dem Verfassungsschutz zusammen. Könnte es sein, dass gegen sie nie wegen des Attentats ermittelt wurde, weil es eine schützende Hand für sie gab? Alle Indizien, die Michael Buback fand, deuten auf eine Frau auf dem Sozius des Tatmotorrads, die die tödlichen Schüsse abgab. Doch auch bei dem Prozess gegen Verena Becker lautete der Urteilsspruch schließlich nur auf Beihilfe zur Tat. Ungewöhnlich scharf wurde Michael Buback von Bundesanwaltschaft und Gericht im Prozess angegriffen. Aus unserer dokumentarische Begleitung entstand in den Jahren 2010 bis 2012 das 14teilige STAMMHEIM-TAGEBUCH in der KULTURZEIT und später der Dokumentarfilm BUBACK (3SAT/zdf.info). Nun haben Michael Buback und seine Frau über diese Zeit und das Leben und Arbeiten des ermordeten Generalbundesanwalts ein neues Buch (“Der General muss weg. Siegfried Buback, die RAF und der Staat”) geschrieben. Im Januar dieses Jahres wäre Siegfried Buback 100 Jahre alt geworden. Er wurde nur 57. Wer ihn erschoss bleibt vor Gericht bis heute ungeklärt. Unser Besuch bei Michael Buback und seiner Frau Elisabeth, in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr am Montag, den 06. Januar 2020.

09.12.2019

Meinungs(un)freiheit – online

Meinungs(un)freiheit.MASTER.MIX

Unsere Reportage über die Diskussionen um die Meinungsfreiheit ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Für die KULTURZEIT waren wir an der Hamburger Universität, an der es Ärger um die Professur des AFD-Gründers Bernd Lucke gibt. Zudem haben wir geschaut, wie der zweite Besuch des ehemaligen Innenministers Thomas de Maiziere beim Göttinger Literaturherbst verläuft. Den ersten Auftritt konnte er nicht wahrnehmen, weil ihm Demonstranten den Eingang verwehrten. Auch haben wir mit dem Kommunikationswissenschaftler Eric Wallis gesprochen, der erlebte, was passiert, wenn Mitglieder der “Identitären Bewegung” den Hörsaal stürmen und man ihnen einfach anbietet, zu diskutieren. Das alles ordnet der Publizist Bernd Stegemann ein und Romy Jaster vom “Forum für Streitkultur” fordert an deutschen Universitäten. mehr Raum für kontroverse Diskussionen

03.12.2019

Meinungs(un)freiheit – Sendung

Meinungs(un)freiheit.MASTER.MIX

In Hamburg stürmen Studierende eine Vorlesung. Der Professor wird niedergeschrien und geschubst. “Nazischwein”, “es gibt kein Recht auf Nazipropaganda” hallt durch den Hörsaal. Dass Bernd Lucke, Gründer der AFD, an seine alte Arbeitsstelle als Professor für Volkswirtschaft zurückgekehrt ist, wollen sie nicht hinnehmen. Zwei Vorlesungen gehen im Chaos unter. Nun sichert eine Hundertschaft die Veranstaltung, Studenten müssen durch eine Personenkontrolle, bevor sie lernen können. Ein großes Polizeiaufgebot auch in Göttingen. Hier versuchte vor ein paar Wochen der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maiziere innerhalb des “Göttinger Literaturherbstes” aus seinen politischen Erinnerungen vorzulesen. Doch dem stellten sich Demonstranten entgegen, darunter auch “Fridays for Future”. Sie warfen de Maiziere vor, für den Flüchtlingsdeal mit der Türkei verantwortlich zu sein, den sie ablehnen. Sie ließen weder den Autor, noch die Zuschauer in den Saal. Die Polizei kapitulierte, die Veranstaltung musste abgesagt werden. Beide Fälle trugen maßgeblich dazu bei, dass eine Diskussion um die Meinungsfreiheit entbrannte. Bestimmen zunehmend einzelne Gruppen den Diskurs? Wird versucht, anderen den Mund zu verbieten. Die Diskussion wird jedoch auch instrumentalisiert. Vor allem von ganz rechts ist zu hören, dass Meinungskorridore enger würden und manches nicht mehr gesagt werden dürfe. Doch nicht jeder, der derart die Meinungs-un-freiheit kritisiert, ist auch wirklich für Meinungsfreiheit. Unser Film dazu in der KULTURZEIT am Dienstag, den 03. Dezember 2019 um 19.20 Uhr auf 3SAT.

25.10.2019

Partei ohne Volk – Sendung

PARTEIOHNEVOLKNASTER.MIX

An diesem Wochenende kommt es zu den letzten Landtagswahlen des Jahres und für die Volksparteien sieht es wieder einmal gar nicht gut aus. Vor allem für die SPD. Für die wird es wohl wieder einmal ein historisch schlechtestes Ergebnis geben. Auch die Kandidatenkür zum SPD-Bundesvorsitz, die nun endet, lief nicht wie man es sich vorgestellt hatte. Die Beteiligung der Parteimitglieder ist schlecht.
Wir fragen, was wird aus den einst so großen Volksparteien und was bedeutet ihr (Ver)Schwinden für unsere Gesellschaft und die politischen Verhandlungsprozesse. Der Chef von FORSA sieht bereits das Ende der SPD kommen und wirft den Politikern Realitätsverlust vor. Wolfgang Tiefensee, einst Bundesminister einer erfolgreichen SPD unter Kanzler Schröder und nun thüringischer Spitzenkandidat, hofft auf ein Wunder, wohingegen einer der SPD-Wahlkämpfer der letzten Jahre meint, dass jede Partei in Deutschland Spitzenergebnisse erzielen könnte, wenn sie denn nur einen Charismatiker an der Spitze hätte. So einen wie Sebastian Kurz, der die ÖVP regelrecht gekapert hat, wie uns der Politologe Herfried Münkler erzählt. Der hat jetzt ein außerordentliches Buch geschrieben, in dem er nach Wegen aus der Krise der Demokratie sucht und neue Formen politischer Teilhabe empfiehlt. So zum Beispiel ein Losverfahren, das jeden Bürger zwingend zur Mitarbeit an Entscheidungen verpflichtet.
All das und mehr – in der KULTURTZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr am Freitag, den 25. Oktober.

10.10.2019

In den Naturgewalten – online

KlimakuenstlerMaster.MIX

Unsere Reportage über den Künstler Julius von Bismarck und seine Arbeit in Waldbränden, Orkanen und in Gewittern ist jetzt in unserer Rubrik Filme online.

10.10.2019

Die Klimakämpfer – online

XRMASTER.Final.Mix

Unsere Reportage über die radikale Umweltbewegung “Extinction Rebellion”, die wir für die KULTURZEIT von 3SAT gedreht haben, ist jetzt in unserer Rubrik Filme online.

09.10.2019

Die Klimakämpfer – Sendung

XRMASTER.Final.Mix

Die Gruppe “Extinction Rebellion” besetzt seit Montag morgen immer wieder zentrale Straßen und Plätze in Berlin. Noch dazu unterhält sie ein Camp direkt neben dem Bundeskanzleramt. Und das ganz offiziell mit behördlicher Genehmigung. Erklärtes Ziel ist es, das öffentliche Leben in Berlin zu stören. Und zwar aus Liebe für die Erde, die es vor der Klimakatastrophe zu retten gilt. Erst Ende des letzten Jahres in England gegründet, ist die Bewegung dort rapide gewachsen. In Deutschland gab es bisher nur kleinere Einzelaktion. Wir waren dabei, als die Klimakämpfer jetzt den Platz um die Siegessäule und den Potsdamer Platz besetzten. Und vor vier Wochen einen Leitfaden für den “Kampf” auf der Straße vorstellten und dabei gleich einmal praktisch zeigten, wie ihr Protest aussehen könnte. Zum Ärger vieler Autofahrer. Der Protestforscher Dieter Rucht hält die Gruppe in Deutschland für viel zu klein, um sie überhaupt Bewegung nennen zu können. Vieles an Extinction Rebellion sei Hype, ausgelöst durch die Medien und clever gemachte Internetfilme. Unser Film zur “Rebellion” am heutigen Mittwoch um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.

04.10.2019

In den Naturgewalten – Sendung

KlimakuenstlerMaster.MIX

Der Berliner Künstler Julius von Bismarck sucht die Naturgewalten. Während Florida wegen des Hurrikans “Irma” evakuiert wurde, war er vor Ort. Inmitten menschenleerer Häuser, Straßen voller umgestürzter Bäume baute von Bismarck seine Kamera auf und machte fasdzinierende Bilder. Mit über zweihundert Stundenkilometer sauste der Sturm über ihn hinweg. Aber auf seinen Bildern biegen sich die Bäume elegisch und ruhig, da der Künstler eine spezielle Kamera benutzt. Zwei Sekunden Realität werden bei ihm zu fünf Minuten Film. So könne man sich dem Sturm ohne Angst und Sensationslust nähern. In Venezuela schoss Julius von Bismarck Raketen in Gewitterwolken, um den Blitz zu lenken. Und für sein letztes Projekt war er wochenlang mit Feuerwehrleuten in den Waldbränden Brandenburgs, Schwedens und Kaliforniens unterwegs. Warum macht der das? Was fasziniert ihn an der Gewalt der Natur? Antworten darauf und unglaubliche Bilder. Am Freitag, den 04. Oktober 2019 in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

26.09.2019

Zukunft der Landshut – online

Landshut

Unser Film über die Zukunft der “Landshut”, jener Lufthansa-Maschine, mit der 1977 die RAF-Terroristen in Stuttgart-Stammheim freigepresst werden sollten, ist jetzt in unserer Rubrik “Filme” online. Wir werden weiter beobachten, was aus den Museumsplänen und all den Millionen Euro wird, die schon in das Projekt gesteckt wurden.

25.09.2019

Zukunft der Landshut – Sendung

Landshut

Die Bilder des Flugzeugs haben sich eingebrannt in die kollektive Erinnerung der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind verbunden mit der Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, dem Tod der RAF-Führungsriege im 7. Stock von Stammheim und der tagelangen Odyssee von Mallorca-Urlaubern, die zu Geiseln wurden. Das Flugzeug wurde Vielen zum Symbol einer wehrhaften Demokratie, die sich gegen den Terror stellt. Und zur Geburtsstunde der GSG-9, jener Antiterrorgruppe, die das Flugzeug stürmte ohne dass Geiseln zu Tode kamen. Lange war der Verbleib der Maschine unklar. Viele Jahre stand sie auf einem brasilianischen Flughafen und verfiel. Dann entdeckte ein Historiker die “Landshut” und entwickelte den Plan, sie nach Deutschland zurück zu holen und zu einem Erinnerungsort und Museum zu machen. 2017 machte der damalige Außenminister das Ganze überraschend zur Chefsache. Millionen wurden auf Geheiß des Ministers ausgegeben, das Flugzeug unter großer medialer Beachtung an den Bodensee transportiert. Dann aber wurde es still um die Maschine. Was wurde aus ihr und all den Plänen? Warum gibt es bisher kein Museum? Warum wird plötzlich diskutiert, nur noch Teile zu verwenden? Was steckt dahinter? Unser Film dazu am Mittwoch, den 25. September in der KULTURZEIT auf 3SAT um 19.20 Uhr

23.08.2019

2Könige – online

2KoenigeJohann.FinalMix

Unsere kleine Reportage über die erstmalige Zusammenarbeit zwischen dem bekannten Galeristen Johann König und seinem Vater, dem Ausstellungsmacher Kasper König, ist nun in unserer Rubrik Filme online. Entstanden ist aus der nicht ganz konfliktfreien Kooperation der Beiden eine sehenswerte Ausstellung in der Berliner Galerie König.

22.08.2019

2Könige – Sendung

2KoenigeJohann.FinalMix

Sie sind Vater und Sohn. 37 Jahre Leben trennen Kasper und Johann König voneinander. Der eine ist Deutschlands bekanntester Ausstellungsmacher, der andere einer der erfolgreichsten Galeristen des Landes. Nun arbeiten sie zum ersten Mal zusammen. Kasper König kuratiert in der Galerie seines Sohnes die Ausstellung “What beauty is, i know not.” Wir haben die Beiden bei den Ausstellungsvorbereitungen mit unserer Kamera begleitet. Wie sehen sie Kunst, wie unterscheiden sie sich in ihrer Arbeit? Und wie sind sie überhaupt dazu gekommen, das zu tun, was sie tun. Johann König hat zudem erst kürzlich seine Autobiographie heraus gebracht. Sie erzählt vom Kindsein in einer Künstlerwelt, einem furchtbaren Unfall, der ihm beinahe das Augenlicht kostete und wie er beinahe blind seine erste Galerie eröffnete. Unser Film läuft am Donnerstag, den 22. August um 19.20 Uhr auf 3SAT in der Kulturzeit.

05.07.2019

Alles Psycho – Sendung

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Mittlerweile gibt es in Deutschland so viel Psychotherapeuten wie es Hausärzte gibt. Und dennoch klagen die Patienten über hohe Wartezeiten. Bis zu fünf Monate dauern die. Gerade für schwerst psychisch Kranke, so sagt der bekannte Psychiater Manfred Lütz, sei das eine Katastrophe. Als er jüngst im Spiegel kritisierte, dass die Psychotherapeutenpraxen vor allem jene füllen, die da evtl. gar nicht hingehörten, brauste über ihn ein Sturm der Entrüstung. Auch die Pläne des Gesundheitsministers, etwas genauer zu schauen, wer Psychotherapie braucht und wer nicht, waren bisher weniger erfolgreich und eine Petition dagegen mit über 200.000 Unterzeichnenden ein eindrucksvolles Statement. Längst ist der „Psychomarkt“ zum Milliardengeschäft geworden. In Berlin hat ein Start-Up nun eine Kooperation mit Versicherungen, die ihre 15 Millionen Mitglieder kostenfrei einen dreimonatigen Therapiekurs klicken lassen – gegen Stress, Angst und allerlei anderes. Wer das Premiumpaket bucht, kann „sogar” mit einem Psychotherapeuten telefonieren – eine halbe Stunde, einmal die Woche. Und eine App, die die Stimmung aufzeichnet gibt es auch. Auf der anderen Seite sagen Forscher, dass ernsthafte psychische Erkrankungen gar nicht zugenommen hätten. Werden allgemeingesellschaftliche Probleme und ihre Auswirkungen zu schnell pathologisiert? Wie war das in den 70er Jahren, als es statt Einzel- vor allem die Gruppentherapie gab und man die angeblich krankmachende Gesellschaft gleich mittherapieren wollte? Wir waren bei dem Berliner Start-Up, bei einem Historiker und dem Psychiater Manfred Lütz. Alles amDienstag, den 03.07.2019 in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

18.06.2019

Im Pfandleihhaus – online

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Unsere Zdf-Reportage “Letzter Ausweg Pfandleihhaus” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben sehr spannende Drehtage gehabt und in Recklinghausen, Bremen, Hamburg und Neumünster Pfandleiher und deren Kunden getroffen. Unser Film gibt seltene Einblicke in eine eher verschlossene Branche, über die es viele Vorurteile gibt. Dass die nicht stimmen, zeigt unser Film.

01.06.2019

Im Pfandleihhaus – Sendung

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Unsere ZDF-Reportage “Letzter Ausweg Pfandleihhaus” wird am Sonntag, den 02. Juni 2019 um 18.00 Uhr im ZDF gesendet. Wir haben in drei Pfandleihhäusern in Recklinghausen, Neumünster und Hamburg spannende Begegnungen gehabt. Sehr offen haben Pfandleiher, aber auch deren Kunden über ihr Leben mit uns gesprochen. Wer hätte gedacht, dass eine Nirwana-CD-Sammlung als Pfand taugt, es Telefunken-Radios gibt, die seit über 24 Jahren im Pfandkeller lagern und Selbständige und Unternehmer ins Pfandleihhaus müssen, weil ihre Kunden nicht pünktlich zahlen. Auch waren wir dabei, als eine wertvolle Rolex und eine Harley bei einer Auktion den Besitzer wechselten, weil Kredit und Zinsen nicht rechtzeitig bezahlt wurden. Viele der Kunden kommen seit vielen Jahren – statt zur Bank, gehen sie ins Pfandleihhaus. Bereits jetzt ist die Reportage in der Mediathek des ZDF vorab zu sehen: https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-reportage/letzter-ausweg-pfandleihhaus-100.html

16.04.2019

Tausche Bildung – online

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Unsere Reportage über das bemerkenswerte Projekt “Tausche Bildung für Wohnen” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Studentinnen und Studenten ziehen für eine Zeit nach Duisburg und Gelsenkirchen, bekommen umsonst Wohnraum und helfen dafür benachteiligten Kindern. Sie werden sogenannte Bildungspaten. Wir haben das Projekt für 3SAT Kulturzeit besucht.

11.04.2019

Alexander Korte im Interview

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Für die Kulturzeit von 3Sat haben wir den Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte interviewt. Er leitet an der Münchner Uniklinik eine Spezialsprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Unsicherheiten in der sexuellen und geschlechtlichen Entwicklung. Er sagt, dass transgender auch Zeitgeist sei und bezweifelt, dass die hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich derzeit als trans definieren, tatsächlich alle transsexuell seien. Wie bei der Magersucht könne auch der Wunsch zum Geschlechtswechsel Ausdruck von Pubertätskrisen oder anderen psychischen Problemen sein. Deshalb lehnt er auch die frühe Vergabe von Hormonen ab. Das hat ihn für viele in der Transgender-Community zur Zielscheibe gemacht. Sie halten Alexander Korte für reaktionär, seine Argumente für rechtspopulistisch. Ein längerer Auszug aus unserem Interview steht nun in unserer Rubrik Filme bereit.

11.04.2019

Ist transgender Mode – online

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Unser Film “Ist transgender Mode”, den wir für 3SAT Kulturzeit gedreht haben, ist nun in unserer Rubrik Filme online. Darin erzählt uns der fünfzehnjährige Ben von seiner Reise – wie er es nennt – ins richtige Geschlecht. Ben wurde als biologisches Mädchen geboren und wurde sich mit 13 Jahren bewusst, dass er eigentlich ein Junge ist. Seit seinem vierzehnten Lebensjahr bekommt Ben sogenannte Pubertätsblocker, die die weibliche Entwicklung gestoppt haben. Pubertätsblocker lehnt der Münchner Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte ab. Kinder, so sagt er, sollen ihre Pubertät erst einmal durchleben, um sich wirklich sicher zu sein, eine Geschlechtsangleichung vorzunehmen. Er berichtet davon, dass die Zahlen von Kindern und Jugendlichen, die sich als “transgender” empfinden, in den letzten Jahren rasant gestiegen sind. Und es sind im Gegensatz zu früher vor allem biologische Mädchen. An seiner Formulierung, dass Transgender auch Zeitgeist sei, stört sich die Transgender-Community und liefert sich mit dem Münchner Arzt eine harte Auseinandersetzung.

10.04.2019

Im Pfandleihhaus – Dreh

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Die Dreharbeiten zu unseren neuen ZDF-Reportage “Im Pfandleihhaus” sind nun beinahe abgeschlossen. Wir haben in Hamburg, Neumünster und in Recklinghausen spannende Pfandleiher und Pfandleiherinnen getroffen, geschaut, was die Kunden an Pfändern vorbei bringen und welche Geschichten dahinter stecken. Vom teuren Porsche-Cabrio über Rolex-Uhren, teuren Goldschmuck bis zum abgenutzten Navigationssystem oder ein paar DVDs, für die es gerade mal fünf Euro gibt, ist alles dabei. 95 Prozent der Kunden holen ihre Pfänder aber entgegen landläufiger Meinung wieder ab. Sie schätzen die schnelle und unbürokratische Geldvergabe, um einen kurzfristigen Engpass zu überwinden. Wer es allerdings nicht schafft, sein Pfand auszulösen oder die Zinsen zu zahlen, dessen Pfand wird auf regelmäßigen Auktionen versteigert. Auch dort haben wir jede Menge spannender Menschen kennen gelernt, die sich für die zu versteigernden Pfänder interessierten.Und wir waren dabei, wie ein 10-Kilo-Goldbarren gegossen wurde. Wer wissen will, woher das Gold stammt und warum es eingeschmolzen wird, der muss demnächst unseren Film in der Reihe “ZDF-Reportage” sehen.

10.04.2019

Ist transgender Mode?

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Warum steigen in den letzten Jahren die Zahlen von Kinder und Jugendlichen, die sich als transgender empfinden? Und warum sind es im Gegensatz zu früher vor allem Mädchen, die sagen, dass sie im falschen Körper geboren sind und deshalb Jungen werden wollen? Das fragt sich der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte, Leiter der Münchner Spezialambulanz für Kinder und Jugendliche. Er spricht von einem Zeitgeistphänomen und sieht die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche in Transgender nur eine scheinbare Lösung für andere Probleme oder Identitätskrisen sehen könnten wie beispielsweise Pubertätskrisen oder ein eventuelles homosexuelles Coming-Out. Als er jüngst dem Spiegel ein Interview gab, war der Aufschrei in der Transgender-Community groß. Manche unterstellten ihm gar rechtspopulistische Ansichten. In Deutschland gibt es mehrere derartige Spezialambulanzen. Wenn die Psychiater dort bei Kindern und Jugendlichen Transsexualität feststellen, verschreiben sie oft bereits zu Beginn der Pubertät sogenannte Pubertätsblocker. Die setzen die körperliche Entwicklung aus, verschaffen, wie die Ärzte sagen, Zeit. In meist allen Fällen folgt dann allerdings die Vergabe gegengeschlechtlicher Hormone, d.h. dass bei biologischen Mädchen durch Testosteron Bartwachstum und Stimmbruch einsetzen, bei biologischen Jungen sorgen Östrogene dafür, dass Brüste wachsen und die Stimme nicht tiefer wird. Alexander Korte aber lehnt solche Pubertätsblocker ab. Er sagt, dass Kinder die Pubertät durchlaufen sollen, um sich wirklich sicher zu sein, den Weg in das andere Geschlecht zu gehen. Das aber halten viele Betroffene für eine Qual und befürchten eine steigende Suizidrate, wenn man Kinder und Jugendliche so an das biologische Geschlecht ketten würde. Wir haben Alexander Korte in seiner Klinik in München besucht, aber auch seinen Kollegen in Bernd Meyenburg in Frankfurt am Main. Er verschreibt bereits Zehnjährigen Hormone. Zudem haben wir Ben kennen gelernt. Der 15jährige nimmt seit einigen Monaten Pubertätsblocker und wird schon bald eine Testosteronbehandlung beginnen. Mit Zustimmung seiner Eltern und der Ärzte. Zudem haben wir Petra Weitzel von der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. gefragt, was sie von der Debatte hält. Unser Film läuft am Mittwoch, den 10. April um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT.

18.03.2019

Tausche Bildung

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Das Projekt “Tausche Bildung für Wohnen” hilft Kindern in Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf. Beides sind Viertel, die die letzten Jahre immer wieder von sich Reden machten. In den Medien hieß es, die Stadtteile seien sogenannte “No-Go Areas”. Arbeitslosigkeit, Leerstand, Spekulanten, die Häuser verfallen ließen oder sie an Armutsflüchtlinge aus Bulgarien und Rumänien vermieteten. Nicht unbedingt Orte, an die man freiwillig zieht. Stattdessen ging der, der konnte, weg von hier. Und doch gibt es junge Menschen, die genau hier Wohnungen beziehen. Für Studenten ist Wohnraum oft nicht mehr zu bezahlen. Da hilft das Projekt “Tausche Bildung für Wohnen. Es stellt ihnen Wohnungen umsonst zur Verfügung. Im Gegenzug helfen die jungen Menschen neben ihrem Studium Kindern in der Nachbarschaft, geben Nachhilfe, verbringen die Freizeit mit ihnen, werden zu wichtigen (Bildungs)Paten. Wir haben für 3SAT-Kulturzeit zwei Tage im Projekt verbracht und beeindruckende Menschen kennen gelernt. Unser Film in der KULTURZEIT am Dienstag, den 19. März um 19.20 Uhr auf 3SAT.

25.02.2019

Missbrauch auf katholisch – online

Missbrauch

Unser Film zur Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Leider haben sich die Hoffnungen vieler Missbrauchsopfer nicht erfüllt. Weder hat sie der Papst persönlich getroffen, noch gibt es konkrete Vorschläge, wie künftiger Missbrauch durch Mitglieder der Kirche verhindert werden könnte, so kritisieren sie. In unserem Film ging Francesco Zanardi, der mit elf Jahren zum Opfer seines Pfarrers wurde, noch davon aus, dass er im Vatikan gehört werde. Er leitet die einzige Opferorganisation Italiens, die mittlerweile achthundert Mitglieder hat.

20.02.2019

Missbrauch auf katholisch

Missbrauch

Große Hoffnung hat Francesco Zanardi nicht, dass die Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan etwas bringen wird. Im Alter von elf Jahren missbrauchte ihn der Pfarrer seiner Kirche im italienischen Savona. Über Jahre ging das. Als er sich dem Bischof offenbarte, sorgte der dafür, dass der Pfarrer versetzt wurde – aber weiter machen konnte. Über Jahrzehnte. Francesco Zanardi wurde heroinabhängig, wäre beinahe wie so viele andere Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche daran zugrunde gegangen. Dann schaffte er es doch noch, “aufzustehen” – wie er sagt – und zu kämpfen. Er selbst nennt sich einen “Überlebenden”. Franvcesco Zanardi hat die einzige Opferorganisation Italiens gegründet, demonstriert, sammelt weitere Fälle, organisiert die Opfer und wird nun den Papst treffen. “Entschuldigungen” oder die “Bitten um Vergebung” reichen ihm nicht, er will von ihm wissen, wie der Missbrauch in der Kirche endlich gestoppt werden kann. Wir haben Francesco Zanardi in Savona getroffen, von dem römischen Journalisten Federico Tulli erfahren, wie die Kirche pädophile Pfarrer bis heute schützt. In eigenen Einrichtungen wie vor den Toren Roms, wo die Pfarrer nach ein paar Jahren “Buße” wieder in Gemeinden zurück kehren können. Aber es passiert auch etwas innerhalb der Kirche. In der päpstlichen Universität bildet ein Studiengang Präventionsberater aus und es wird offen diskutiert, was Gründe dafür sein könnten, dass Priester auch Nonnen missbrauchen. Alkohol und Drogen, so ein Zettel an der Wand, könne einer der Gründe dafür sein. Der Jesuitenpater Hans Zollner leitet hier das “Centre for Child Protection” und sagt, dass der Missbrauch wie Krebs in der Kirche niste. Man habe ihn festgestellt, aber noch keineswegs besiegt. Das brauche Zeit. Zeit, die Alessandro Battaglia der Kirche nicht mehr geben will. Der Grafik-Designer aus Mailand, auch ein Opfer seines Pfarrers, hat mit Kirche und Glauben abgeschlossen. Er will, dass die Justiz endlich hart durchgreift. Doch das ist vor allem in Italien bisher nicht der Fall. Unser Film zur Anti-Missbrauchskonferenz im Vatikan in der KULTURZEIT auf 3SAT am Mittwoch, den 20. Februar um 19.20 Uhr.

04.02.2019

Immer wieder freitags – online

fridays

Unsere Reportage über die für das Klima streikenden Schülerinnen und Schüler ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Wir haben für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF und die KULTURZEIT, das Kulturmagazin von 3SAT den jungen Aktivisten Linus Steinmetz zur Demo vor der Kohlekommission begleitet, waren an seiner Schule, die er freitags bestreikt und haben den Protestforscher Dieter Rucht und den Jugendforscher Klaus Hurrelmann gefragt, was sie von der “Fridays-for-future” – “Bewegung” halten.

01.02.2019

Immer wieder freitags

fridays

Immer mehr Kinder und Jugendliche folgen weltweit der schwedischen Greta Thunberg und bestreiken ihre Schule. Vor gut einem halben Jahr begann die 16jährige für den Klimaschutz zu demonstrieren und der Schule fern zu bleiben. Auch deutsche Schülerinnen und Schüler gehen nun statt in die Schule auf die Straße. Immer freitags – wie zuletzt in Berlin, wo Tausende durch das Regierungsviertel zogen. Wir haben junge Aktivisten zur Demo und in die Schule begleitet und mit dem Protestforscher Dieter Rucht und dem Jugendforscher Klaus Hurrelmann gesprochen. Kann man bei den Jugendlichen schon von einer Bewegung sprechen? Ist die Generation politischer als vorhergehende Generationen? Und wie sollen die Schulen reagieren, wenn gegen die Schulpflicht verstoßen wird. Beobachtet haben wir auch, wie Politiker der unterschiedlichen Parteien, versuchen, mit den Demonstranten ins Gespräch zu kommen oder einfach nur Fotos mit ihnen schießen. Versuchen sie die Kinder und Jugendlichen zu instrumentalisieren Unser Film dazu am Freitag Abend um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT und in ASPEKTE vom ZDF um 23.00 Uhr.

24.01.2019

Die Stasi und die Nazis – online

strenggeheim

Unser Film “Die Stasi und die Nazis” ist nun in unserer Rubrik “Filme” online. Warum empfing das MfS teils führende Neonazis in der DDR? Warum half sie Rechtsterroristen bei der Flucht? Die DDR-Geheimagenten hatten innerhalb der westdeutschen Neonazis eine Reihe von Spitzeln, zahlten Geld und sind – so sagt es Samuel Salzbborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung – mitverantwortlich für die Entwicklung der Neonaziszene in der Bundesrepublik. Ein bisher noch nicht restlos aufgeklärtes Stück deutsch-deutscher Geschichte. Auch was die Verwicklung westdeutscher Geheimdienste in die Szene angeht, können die Stasi-Akten Auskunft geben.

22.01.2019

Die Stasi und die Nazis

strenggeheim

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der untergegangenen DDR. Das Ministerium für Staatssicherheit arbeitete über viele Jahre mit westdeutschen Neonazis zusammen. Sie ermögliche Rechtsterroristen sogar die Flucht in die DDR und den Nahen Osten, bezahlte Geld für Informationen und hatte Spitzel in beinahe allen wichtigen Organisationen. Der Berliner Journalist und Autor Andreas Förster beschreibt in seinem nun erschienenen Buch „Zielobjekt: Rechts“ wie die DDR einen Neonazi nach dem anderen durch ihren angeblichen „antifaschistischen Schutzwall“ ließ. Samuel Salzborn vom Zentrum für Antisemitismusforschung überrascht das nicht. Er spricht sogar von einer ideologischen Nähe, die bestanden habe, wenn es beispielsweise gegen Israel ging. Wir fahren mit Andreas Förster in das ehemalige „Objekt 75“. Rund fünfzig Kilometer südlich von Berlin, idyllisch an einem See gelegen, stehen noch immer jene Häuser, in denen die Staatssicherheit die Neonazis bewirtete, mit ihnen grillte und – so sagt es die Inventarliste – Bowle servierte. Warum ließ man sich mit Neonazis ein? Was wollte man damit erreichen? Können die alten Stasiakten Antworten geben? Und was steht in ihnen über die Zusammenarbeit westdeutscher Geheimdienste mit den Rechten? Die Antwort – am Dienstag, den 22. Januar in der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.

23.12.2018

Günther Jacob im Interview

jacob

Für unseren Film über die Rassismusvorwürfe gegen den Kurator Kasper König haben wir in Hamburg den Publizisten Günther Jacob besucht. Bei unserem Gespräch ging es auch darum, wie der Antirassismuskampf heute im Vergleich zu früher geführt wird. Günther Jacob kritisiert, dass dieser von einem Kulturrelativismus gelenkt werde, der dadurch, dass er sich gegen den Universalismus richte, eher zu einer weiteren Trennung der Gesellschaft führe. Und das hat auch Auswirkungen auf den Kunstbetrieb. In der Rubrik “Filme” gibt es jetzt einen Auszug aus unserem Gespräch.