Ein halbes Jahr lang haben wir Berliner Schülerinnen durch den monatelangen Corna-Lockdown begleitet. Wie haben Sie die schwere Zeit zu Hause erlebt. Melina und Leyla leben in Hellersdorf bei ihrem 81 Jahre alten Opa. Der muss ihnenn nun das Rechnen und das Schreiben beibringen, da es für die beiden keinen digitalen Unterricht gibt. Auch die Arche, in der die Beiden sonst täglich zu Mittag essen und danach Hausaufgaben machen, ist weitgehend geschlossen. Roda ist in der siebten Klasse des Gymnasiums und wohnt in Prenzlauer Berg. Sie hat einen Computer und Digtalunterricht – theoretisch. Denn wochenlang bricht das System immer wieder zusammen und sie verzweifelt vor dem Computer. Sie will nur noch eins – dass endlich wieder Schule ist. Auch für ihren Lehrer ist die Situation nicht einfach. Oft sitzt er bis tief in die Nacht vor dem Bildschirm und versucht seinem Anspruch gerecht zu werden, nämlich Kinder zu bilden. Nicht einfach in diesen Zeiten. Die 18jährige Maja ist froh, wenn das mit der Schule endlich vorbei ist: Sie macht Abitur in Pandemiezeiten und erlebt Lehrer, die sich regelrecht verabschiedet haben. Und fragt sich, was wird aus einer Gesellschaft, wenn die Jugend nur unzureichend Bildung bekommt. Ein Film, der zeigt, wie das letzte halbe Jahr war und hoffentlich nicht wieder wird. Der Film läuft in der ARD/rbb-Mediathek und auf candoberlin.de
