Für ASPEKTE, das Kulturmagazin des ZDF, waren wir zwei Tage i Budapest. Dort versucht die Regierung mit einem neuen Denkmal die Geschichte des Landes neu zu schreiben. Die auf dem Freiheitsplatz gerade errichtete Statue zeigt Ungarn als einen unschuldigen Engel, der von einem Adler angegriffen wird. Der Vogel soll die Machtübernahme von Nazi-Deutschland im Jahr 1944 zeigen. Dass Ungarn bereits zuvor mit Hitler paktierte und eine Zahl antisemitischer Gesetze verabschiedete, das verschweigt das Denkmal. Seit Wochen demonstrieren Menschen gegen die “Geschichtsleugnung” wie sie sagen. Doch das Denkmal ist nur die Spitze eines Eisbergs. Seit Jahren baut die rechtskonservative Regierung das Land um, jeder fünfte Ungar wählte gar offen rechtsradikal. Intellektuelle und Künstler verlassen in Scharen das Land. Wir haben Kritiker getroffen und bereits zum zweiten Mal Eva Pusztai besucht. Die beinahe Neunzigjährige hat Auschwitz überlebt und sieht nun mit Schrecken, wie der Antisemitismus in ihr Land zurückgekehrt ist. Und Film läuft am 09. Mai 2014 in der Sendung ASPEKTE um 23.00 Uhr im ZDF.
