Unsere Reportage “Immer wieder Montags”, die wir vor ein paar Wochen für 3SAT Kulturzeit gedreht haben, ist nun online in unserer Rubrik “Filme”. Wir berichteten seinerzeit über die “Friedensbewegung 2014″ und ihre sogenannten “Montagsmahnwachen”. Wer sind die Macher? Was ist ihre Motivation. So deckten wir auf, dass unter den Demonstranten der Mahnwachen auch Reichsbürger, Neonazis und sogenannte  Truther sind. Einer der Hauptordner der Veranstaltung postete auf Facebook Hitlerbildchen und eine Zeichnung mit Erhängten, auf denen Politikern mit dem Galgen gedroht wurde. Der Initiator der Veranstaltung beschäftigte sich mit der Rolle der Rothschilds und sah in einem bekannten Rechtsradikalen einen “aufwachenden Politiker”, zu dem er auf seiner Homepage verlinkte. Ein anderer Redner sieht Europa in “sexueller Umerziehung” versinken angesichts Conchita Wurst, der Gewinnerin des Eurovision Song Contest. Die “Bewegung” betont immer wieder friedlich zu sein, auch gebe es kein “rechts” und kein “links” mehr. Dass wir mit unserem Film genau richtig lagen, haben die Reaktionen der Protagonisten und Unterstützer der sogenannten “Montagsmahnwachen” nach Ausstrahlung unseres Films gezeigt. Die Redaktion bekam an die achthundert Facebookmitteilungen, zumeist mit übelsten Beschimpfungen und Drohungen. Da wurde angedroht, man “werde den Journalisten den Darm durch die Nase ziehen” und sprach von einem “Tag der Abrechnung”, der unmittelbar bevorstünde. Auch die Protagonisten reagierten. So stellte Andreas Popp, ein früherer Unternehmer, das Interview, das wir mit ihm führten ohne unsere Genehmigung in voller Länge ins Internet. Im Begleittext sprach er davon, wir hätten “tief in die Trickkiste professioneller Propaganda und Meinungsmanipulation gegriffen.” Er verglich die Arbeit von Journalisten mit “Heckenschützen”, die “Rufmorde aus dem Hintergrund verübten.” Folge waren wiederum herabwürdigende Kommentare und eine reihe anonymer Mails, die uns erreichten. Trotz dieser unschönen Erfahrungen, haben uns die Kommentatoren und Internetseiten, die zu der Seite von Herrn Popp verlinken, wichtige Informationen für die künftige Berichterstattung gegeben. Wir werden diese gesellschaftliche Strömung und das Netzwerk dahinter sehr aufmerksam beobachten und weiter recherchieren.