Seit Beginn des Ukrainekonflikts tobt in Deutschland ein Meinungskampf. Vor allem im Internet wird über die sogenannten Mainstreammedien geschimpft. ARD und ZDF, aber auch die großen deutschen Zeitungen seien politisch gleichgeschaltet und würden eine falsche Sicht auf die Ukraine, aber auch auf Deutschland verbreiten, so heißt es oft. Die russischen Staatsmedien hingegen, so loben viele Blogger im Gegenzug, seien objektiv. Sehr erfolgreich ist der russische Infosender RT, der direkt vom russischen Staat finanziert wird. Er soll, so sagt Wladimir Putin, die Monopolstellung angelsächsischer Medien brechen. Nun fordert eine Petition, der russische Staatsender möge auch ein deutsches Programm ausstrahlen. Bereits über 26.000 Menschen haben in Deutschland unterschrieben. Journalisten, die sich russlandkritisch äußern, erzählen, sie würden in letzter Zeit von einer Flut anonymer Mails und sehr aggressiver Facebookeinträge überzogen. Dahinter stecken oft, so vermuten sie, bezahlte Blogger, die Diskussionen steuern oder gar unmöglich machen sollen. Von russischer Seite wird gesagt, dass es solche Blogger nicht gibt. Medienwissenschaftler sprechen bereits von einem “Kalten Medienkrieg”, der immer mehr an Fahrt gewinne. Unser Film läuft am Donnerstag, den 03. Juli 2014 im Programm der KULTURZEIT um 19.20 Uhr auf 3SAT.
