800 Millionen Tiere sterben pro Jahr in Deutschland. Weil wir sie essen. Das kann so nicht weiter gehen, fordert die Journalistin und Philosophin Hilal Sezgin. Ihr Buch “Artgerecht ist nur die Freiheit” ist schon jetzt ein Bestseller. Darin fordert sie eine neue Tierethik. Sezgin geht es längst nicht mehr allein um die Abschaffung der Massentierhaltung, sondern vielmehr um ein generelles Umdenken in unserem Verhältnis zum Tier. Es ist ein Lebewesen so wie wir, so sagt die Autorin, die zusammen mit Schafen, Gänsen, Hühnern und Katzen in der Lüneburger Heide lebt. Tiere haben genauso einen Willen zu leben wie wir. Berechtigt ihnen diesen Willen zu nehmen, das sind wir nicht. Das sieht der Journalist und passionierte Jäger Eckhard Fuhr ganz anders. Unsere Kultur hätte sich nicht fort entwickelt, wenn der Mensch nicht angefangen hätte, Tiere zu züchten und zu nutzen. Dagegen nun anzugehen, hält Fuhr für moralisch rigoros und kulturlos. Ganz anders der Theologe und Verhaltensbiologe Rainer Hagencord, der in Münster ein Institut für theologische Zoologie leitet und die Kirche dazu auffordert, ihr Bild der Tiere generell zu überdenken. Denn unsere Gesellschaft sei in der massenhaften Tiernutzung doch schon längst pathologisch. Für 3SAT KULTURZEIT und ZDF ASPEKTE haben wir mit allen Dreien gedreht und auch einen Schweinezüchter gefragt, was ihm denn Tiere bedeuten. Am Freitag, den 14. Februar 2014 um 19.20 Uhr in der KULTURZEIT auf 3SAT und am selben Tag um 23.00 Uhr im ZDF.