Vor zwei Jahren versuchte ein Attentäter in Halle eine Synagoge zu stürmen und einundfünfzig Menschen darin umzubringen. Als das nicht gelang erschoss er eine vierzigjährige Frau, die zufällig vorbei kam und in einem Imbiss einen zwanzigjährigen jungen Mann. Zum zweiten Mal jährt sich der Anschlag. Die Schriftstellerin Esther Dischereit hat für ihr neues Buch nun die Stimmen der Überlebenden gesammelt. Dazu fügt sie Interviews, Gerichtsprotokolle und die Plädoyers der Anwälte der Nebenklage. Es entsteht das Bild eines ganz besonderen Prozesses, in dem es nicht allein um die monströse Tat und die Verurteilung des Mörders ging, sondern auch in ganz besonderem Maß um die Überlebenden und ihre Geschichte. Viele von ihnen sind Kinder von Shoa-Überlebenden und überlebten nun ihrerseits einen Mordversuch in Deutschland. Wir waren mit Esther Dischereit in Halle und haben einige der Menschen getroffen. Unser Film am Montag, den 11. Oktober um 19.20 Uhr auf 3SAT in der KULTURZEIT.